Eine Windows 10 ISO verkleinern, lohnt sich das?

Man hat nicht nur das Gefühl, dass die Windows 10 ISOs von Version zu Version immer größer werden. Eine ISO mit einer install.wim passt schon lange nicht mehr auf eine DVD.

Daher stellt Microsoft die ISOs mit einer komprimierten install.esd bereit. Wie man es herausfinden kann, ob man eine *.wim oder *.esd hat, haben wir hier beschrieben. Michael Niehaus war einmal neugierig, ob es möglich ist mit dem offiziellen MDT (Microsoft Deployment Toolkit) eine ISO zu verkleinern.

Er hat sich als Ausgangsversion eine Windows 10 20H2 vorgenommen und da speziell die Enterprise Version. Als Erstes hat Michael versucht die „In-Box Apps“ (nicht die System-Apps) zu entfernen. Sind ja genug im System enthalten. Mithilfe eines PowerShell Skriptes wurden diese dann entfernt. Ergebnis: 34 MB weniger brachte dieser Eingriff.

Danach hat er sich die optionalen Funktionen vorgenommen. Klingt eigentlich logisch, denn die kann man später bei Bedarf ja nachinstallieren. Mit einem Skript, welches nach und nach versucht, ob die Komponenten entfernt werden können brachte das Ergebnis von gerade einmal 15 MB. Das liegt daran, dass viele optionale Funktionen installiert und nur deaktiviert werden können. Daher kann man hier auch nicht viel sparen.

Als Nächstes kam dann die Integration von Updates. Auch diese Möglichkeit bietet das MDT. Das Ergebnis: Ein Zuwachs von 2,4 GB. Auch logisch, denn die Updates wurden integriert, aber nicht bereinigt. Also werden die Startkomponenten bereinigt mit /Cleanup-Image /StartComponentCleanup und /ResetBase hinterher. Ergebnis: Immer noch 700 MB mehr. Aber immerhin schon weniger als die 2,4 GB.

Wie Michael schreibt, lag es am Script. Denn über das MDT und die Update-Funktion wurde Silverlight mit heruntergeladen. Muss also ausgeschlossen werden. Auch weitere Dateien wurden in den verschiedenen Ordnern abgelegt. Danach folgte CLEANMGR.EXE und weitere Versuche, die ISO kleiner zu machen.

Im Endeffekt kam Michael zu dem Schluss, dass die ISO von Microsoft selber schon völlig ok ist und man sich die Reduzierung der originalen Größe sparen kann. Aber auch er träumt davon, dass wir irgendwann vielleicht ein modulares Betriebssystem bekommen, welches entweder vorab oder nach der Installation reduziert werden kann. Träumen darf man ja mal.

Klar gibt es andere Methoden, um eine Windows 10 ISO zu verkleinern, Updates zu integrieren und mehr. Da wären NTLite, MSMGToolkit oder WinReducer.

Nur muss man hier aufpassen, was man entfernt. Eine Komponente zu viel und das System startet nicht mehr, oder kann nicht mehr korrekt benutzt werden. Daher sollte man solch eine erstelle ISO immer zuerst in einer virtuellen Maschine oder auf einer weiteren Partition testen.

Falls ihr euch den ganzen Beitrag von Michael einmal durchlesen möchtet: oofhours.com/creating-the-smallest-windows-10-image

Danke an Karl für den Hinweis.

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