Sicherheitsforscher hackte Microsoft und Nintendo und kam mit einem blauen Auge davon

Der 24-jährige Zammis Clark, bekannt als Slipstream oder Raylee war Sicherheitsforscher bei Malwarebytes. Seine Fähigkeiten hat er aber ausgenutzt, um sich im Januar 2017 in die Server von Microsoft und Nintendo zu hacken. Sein Ziel bei Microsoft die neuesten Infos über interne Builds, Buildnummer und mehr.

Mit angeklagt war auch Thomas Hounsell. Bekannt durch die Seite Buildfeed. Er hatte dann diese Daten veröffentlicht. Wir hatten ja darüber berichtet, dass die Seite eingestellt wurde. Viele, so auch ich dachten bislang, dass Tom und seine Kollegen gute Kontakte zu internen Quellen hat. Aber dem war nicht so.

Diese ganzen Informationen kamen nur durch den Hack ans Licht. Insgesamt hatte man 43.000 gestohlene Dateien bei Zammis Clark gefunden. Auch hatte er immer wieder Suchanfragen nach neuen Builds oder Pre-Release gestartet. Insgesamt sollen es 7.500 Suchanfragen gewesen sein. Im Juni 2017 wurde Clark dann verhaftet und ohne Einschränkungen wieder entlassen. Seinen Job bei Malwarebytes war er zwar los. Aber das hat ihn nicht daran gehindert, dass er nun den Spieleentwicklungsserver von Nintendo hackte.

Clark konnte hier 2.365 Benutzernamen und Passwörter stehlen. Den Schaden hat Nintendo nun im Nachhinein zwischen 800.000 € und 1,6 Millionen € eingeschätzt. Dass Clark nun nicht ins Gefängnis muss, liegt daran, dass er unter anderem Autismus hat und im Gefängnis sehr anfällig für Gewalt von anderen Mithäftlingen wäre.

Der Richter hat dies in seinem Urteil einbezogen und ihn zu 15 Monaten Haft ausgesetzt auf 18 Monate Bewährung. 5 Jahre darf er sich nun nichts zu Schulden kommen lassen. Thomas Hounsell, der auch Suchanfragen auf den Servern von Microsoft gestartet hatte, kam mit einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten, ausgesetzt auf 18 Monate Bewährung und 100 Sozialstunden davon.

Richter Milne sagte: „Ich vertraue darauf, dass dies eine Lektion sein wird, aus der ihr alle lernen werdet.“

Als Nachtrag von der Kommunikationsagentur von Malwarebytes, kam dann noch dies hier: „Die Ereignisse haben vor der Einstellung des ehemaligen Mitarbeiters stattgefunden und er wurde nach Bekanntwerden dieser sofort entlassen.“

Quelle: theverge
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