Quo Vadis Microsoft?

Ein Gastbeitrag von Cluster Head: Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und komme mit der, zugegebenermaßen ziemlich gewagten These / Aussage daher, dass Microsoft diesen Patch Day ziemlich und das ist noch relativ milde ausgedrückt, so richtig „vergeigt“ hat.

Wenn man allen Meldungen, seit Patch Dienstag folgt, fragt man sich wirklich so langsam, was die dort in Redmond treiben?

Nicht nur, das Microsoft es geschafft hat, Build übergreifend, angefangen bei Windows 7, über die Server Editionen, bis hin zur Enterprise, mit dem kumulativen Update, die Ereignisanzeige zu schrotten, sondern jetzt mehren sich die Meldungen, das der Patch in Windows Server 2012 sowie Windows 2016, den Connector abschaltet. Siehe HIER.

Dann kommt noch der alte und jetzt wieder aktuelle Fehler hinzu, das bei eingesteckten USB Geräten, kein Update getätigt werden kann. Fehler gefixt, nach dem Update, Fehler wieder da. Scheinbar redet Lab1 nicht mit Lab2 und schon ist es passiert. Und oh Überraschung, keiner weiß und wusste von nichts….!

Damit aber dem geneigten Windows User, der möglicherweise bisher von all diesen Fehlern verschont geblieben ist, egal welches Windows er gerade benutzt, nicht langweilig wird, hat Microsoft noch ein besonderes Ass im Ärmel, es kommt zu allem Überfluss nun auch scheinbar noch ein weiterer Bug hinzu, der die UUP Server betrifft: mehrere Enterprise LTSC User bekamen das Windows 10 Funtionsupdate auf die 1903 angezeigt / angeboten. Was natürlich, wenn man es angeklickt hatte, ins Blaue führte. Da kann bei dem Leidgeprüften User schon der Gedanke und auch die Frage aufkommen, was machen die da in Redmond eigentlich? Was rauchen, trinken oder nehmen die ein und / oder, wo bekomme ich das?

In den vergangenen Monaten hat sich Microsoft in Punkto Updates schon so einiges geleistet, aber scheinbar, nein nicht nur scheinbar, denn wie der Dienstag gezeigt hat, ganz real, ist das immer und zu jederzeit zu toppen. Microsoft ist scheinbar, zumindest im Moment, an einem Punkt angekommen, an dem sie an ihren eigenen Vorgaben scheitern.

Es wäre angebracht und ganz sicher auch an der Zeit, das sich das „sogenannte“ Qualitätsmanagement, denn von Qualität im eigentlichen Sinn, ist Microsoft derzeit Meilenweit entfernt, mal Gedanken macht, wie man solche Probleme und Ungereimtheiten in Zukunft vermeiden kann. Und das möglichst zügig, denn dem User, sträuben sich jeden Patch Dienstag die Nackenhaare, wenn er nur das Wort „Kumulatives Update“ hört. Was ja eigentlich nicht Sinn und Zweck der Übung ist oder sein sollte.

Updates sollen Spaß machen. Sicherheit, Neuerungen, Verbesserungen, Fehlerbereingungen, etc. mit sich bringen. Derzeit gleicht allerdings der Patch Dienstag eher einem Russischen Roulette, denn man kann nie sicher sein, was nach dem Update, dann wieder nicht funktioniert und man kurz davor ist, an seinen eigenen Fähigkeiten oder gar dem Verstand zu zweifeln. Was wiederum zur Folge hat, das viele User erstmal mit den Updates aussetzen und abwarten, bis die ersten Meldungen, Posts, etc. zu dem Update die Runde machen. Und das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders und führt den Begriff „Update“ ad absurdum.

Vielleicht sollte Microsoft nur noch einen Patch pro Monat bringen und hätte somit sicher einiges an Erfahrungen mehr, welche durch längeres testen entweder bestätigt oder relativiert werden würden. Und was Microsoft unbedingt verbessern sollte ist, Fehler, Probleme besser zu kommunizieren. Der User hat ein Problem, Microsoft schweigt – mit viel Glück kommt dann irgendwann mal vielleicht sowas wie eine Note, was aber keineswegs sicher ist und solange stehen alle irgendwie dumm und im Regen da. Kommunikation ist und war noch nie ein Stärke von Microsoft….! Aber ein Betriebssystem ist keine „Fire and Forget“ Anwendung und die User haben einen gewissen, wenn auch nur minimalen Anspruch darauf, von Microsoft unterstützt zu werden. Immerhin vertrauen Millionen von Usern ihrem Rechner, Windows und dem Netz, unzählig viele, mehr oder minder sensible Daten an. Wie könnte man das, wenn man kein Vertrauen zu dem Betriebssystem und der Firma die dahinter steht, hat?

Microsoft es gibt viel zu tun….aber macht es beim nächsten Mal, einfach nur besser! (Ist das wirklich zuviel verlangt, bei der Anzahl von Entwicklern die hinter dem Betriebssystem stehen? Sollte doch eigentlich möglich sein?)

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