Beim Verkaufsstart des SUNLU FilaDC i10 sorgte die Early-Access-Aktion in Europa für einige Fragezeichen. Eigentlich war der neue Filamenttrockner im Vorfeld für 179,99 Euro angekündigt worden. Käufer eines Early Access Pass sollten sich zusätzlich 10 Euro Rabatt sichern können. Im Shop ging diese Rechnung allerdings nicht auf. Nachdem uns mehrere Leser darauf aufmerksam gemacht hatten, haben wir bei SUNLU nachgefragt. Inzwischen liegt uns eine Stellungnahme des Herstellers vor.
Verschiedene SUNLU-Shops – verschiedene Preise
Das Problem zeigte sich vor allem beim Vergleich der beiden SUNLU-Shops. Im deutschen Shop stand der FilaDC i10 wie angekündigt für 179,99 Euro, der Early-Access-Gutschein ließ sich dort allerdings nicht verwenden. Im internationalen Shop funktionierte der Gutschein zwar, bei Versand nach Europa wurden dort aber zunächst 184,99 Euro für den i10 verlangt. Bei einem unserer Leser standen nach Einlösen des Gutscheins schließlich 176,15 Euro auf der Rechnung. Gegenüber den angekündigten 179,99 Euro waren das also gerade einmal 3,84 Euro weniger. Das passte natürlich nicht wirklich zu einer Aktion, für die zuvor ein zusätzlicher Rabatt von 10 Euro versprochen worden war.
SUNLU erklärt die unterschiedlichen Preise
Laut SUNLU hängt der höhere Betrag im internationalen Shop mit der Währungsabrechnung von Shopify zusammen. Wechselkursschwankungen und Gebühren für die automatische Umrechnung hätten dafür gesorgt, dass für Europa dort ein höherer Betrag angezeigt wurde. Auch die Sache mit dem Gutschein ist inzwischen geklärt. Der für einen Euro verkaufte Early Access Pass war ausschließlich für den internationalen SUNLU-Shop gedacht. Im deutschen Shop lässt sich der daraus stammende Gutschein deshalb nicht mit den dort aufgerufenen 179,99 Euro kombinieren.
Beim Kauf gibt es noch eine weitere Einschränkung: Die E-Mail-Adresse der Bestellung muss mit der Adresse übereinstimmen, über die zuvor der Early Access Pass gekauft wurde. Außerdem gilt jeder Gutschein nur für einen FilaDC i10. Für mehrere Geräte sind entsprechend mehrere separate Bestellungen notwendig.
SUNLU kündigt Kompensation an
Ganz folgenlos bleibt der etwas holprige Verkaufsstart für SUNLU allerdings nicht. Der Hersteller entschuldigt sich gegenüber europäischen Käufern für die entstandene Verwirrung und will die Preisproblematik auch noch einmal über die eigene Webseite und seine Social-Media-Kanäle erklären. Betroffene Käufer sollen zudem einen Kompensationsgutschein erhalten. Wie hoch dieser ausfällt und wie SUNLU die Gutscheine verteilt, wurde uns bislang allerdings nicht mitgeteilt. Konkreter wird SUNLU bei Kunden, die ihren FilaDC i10 bereits bestellt, den vorhandenen Early-Access-Gutschein dabei aber nicht eingelöst haben. Diese sollen sich mit ihrer Bestellnummer an den Support wenden. Nach einer Prüfung will SUNLU die 10 Euro nachträglich erstatten.

Ich habe 171,15€ für eine Bestellung nach Deutschland bezahlt.
Irgendwie habe ich einen Dollar-Rabattcode bekommen. Ich habe 0,99€ für den Code bezahlt (statt 1,00€) und dann halt 10$ (~8,84€) Rabatt bekommen.
ein bisschen ärgerlich, weil mich der Code hätte auch nur 1$ also ~87ct kosten sollen, aber passt schon. Von den Spezifikationen ein gutes Gerät für 172€, damit kann ich leben.
In meinen Augen ist ein sogenannter Kompensationsgutschein ein absolutes No-Go. Hier ist Sunlu in der Pflicht, entsprechend nachzubessern und die zu viel gezahlten 5 € ohne Wenn und Aber automatisch zu erstatten.
Stattdessen soll nun ein Gutschein über den Fehlbetrag von 5 € an die Kunden ausgegeben werden. Damit werde ich als Kunde faktisch dazu gezwungen, erneut bei Sunlu zu bestellen, um diesen Gutschein überhaupt einlösen zu können.
Sorry, aber das ist in meinen Augen kein seriöses Geschäftsgebaren. Wenn einem Kunden nachweislich ein Betrag zu viel berechnet wurde, sollte dieser Betrag selbstverständlich auf dem ursprünglichen Zahlungsweg erstattet werden – und nicht in Form eines Gutscheins, der an einen erneuten Einkauf bei demselben Unternehmen gebunden ist.