SwitchBot zur IFA 2026: MindClip trifft auf neues Lock Ultra Max mit Gesichtserkennung

SwitchBot nutzt die IFA 2026 für gleich zwei größere Neuheiten. Mit dem MindClip erweitert der Hersteller sein Portfolio um einen kleinen KI-Assistenten, der Gespräche, Ideen und Aufgaben aufzeichnen und anschließend aufbereiten kann. Im Smart Home folgt dagegen das Lock Ultra Max Vision Pro Combo. Es baut auf dem bereits von uns getesteten Lock Ultra auf und erweitert das Konzept unter anderem um 3D-Gesichtserkennung und Handvenenerkennung.

Foto: Deskmodder

SwitchBot MindClip: KI-Assistent mit 64 GB Speicher

Mit dem MindClip wagt sich SwitchBot in eine Produktkategorie, die zuletzt zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Der kleine Begleiter wiegt lediglich 16,8 Gramm und soll Gespräche, spontane Ideen oder Aufgaben im Alltag festhalten können. Die Funktionen gehen dabei über eine klassische Sprachaufnahme hinaus. Aufzeichnungen können anschließend transkribiert und zusammengefasst werden. Aus den erfassten Inhalten lassen sich zudem Erinnerungen und To-dos erstellen. SwitchBot gibt für den MindClip eine kontinuierliche Aufnahmedauer von mehr als 20 Stunden an. Für die lokale Ablage stehen 64 GB Speicher zur Verfügung. Die Nahfeldaufnahme soll Stimmen in einer Entfernung von bis zu drei Metern erfassen können. Damit sieht SwitchBot mögliche Einsatzgebiete unter anderem bei Meetings, Interviews und im Studium. Ebenso lässt sich der MindClip als persönlicher Sprachrekorder für spontane Gedanken und Aufgaben einsetzen.

Die weitere Verwaltung erfolgt über die dazugehörige App. Dort lassen sich die aufgezeichneten Inhalte durchsuchen, priorisieren und nachverfolgen. Mit der Funktion „Ask AI“ können Nutzer zudem Fragen zu bereits erfassten Inhalten stellen. So soll sich beispielsweise eine bestimmte Aussage oder eine während eines Gesprächs getroffene Vereinbarung später wiederfinden lassen. Bei Gesprächen mit mehreren Teilnehmern sollen Sprechertrennung und Stimmerkennung dabei helfen, einzelne Aussagen den jeweiligen Personen zuzuordnen. Eine laufende Aufnahme kann jederzeit gestartet, pausiert oder beendet werden. Gerade bei einem solchen Gerät müssen allerdings die rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Insbesondere nichtöffentlich gesprochene Gespräche dürfen in Deutschland nicht ohne Weiteres aufgezeichnet werden. Vor einer Aufnahme sollten die beteiligten Personen daher entsprechend informiert werden.

Lock Ultra Max baut auf dem bisherigen Lock Ultra auf

Die zweite IFA 2026-Neuheit richtet sich wieder an klassische Smart-Home-Nutzer. Beim Lock Ultra Max Vision Pro Combo entwickelt SwitchBot sein bisheriges Smart-Lock-Konzept weiter. Grundlage ist das neue Lock Ultra Max, das zusammen mit dem Keypad Vision Pro und einem Hub Mini Matter Enabled angeboten wird. Das grundsätzliche Prinzip kennen wir bereits vom SwitchBot Lock Ultra, das wir ausführlich getestet haben.

Wie beim Vorgänger bleibt SwitchBot bei einer Nachrüstlösung. Das vorhandene Türschloss muss also nicht vollständig durch ein proprietäres Smart Lock ersetzt werden. Nach Angaben des Herstellers soll das neue System mit 99 Prozent der in Europa verbreiteten Schlösser kompatibel sein. Im Lock Ultra Max arbeitet ein bürstenloser UltraDrive-Motor, der bis zu 160 Umdrehungen pro Minute erreicht. Im sogenannten Max-Modus soll sich eine Tür innerhalb von 1,1 Sekunden entriegeln lassen.

Bis zu 19 Möglichkeiten zum Entriegeln

Deutlich ausgebaut hat SwitchBot die Möglichkeiten zur Authentifizierung. Insgesamt spricht der Hersteller von bis zu 19 verschiedenen Entsperrmethoden. Neben klassischen Möglichkeiten wie PIN, NFC, Smartphone-App und Sprachsteuerung setzt SwitchBot verstärkt auf biometrische Verfahren. Das neue Keypad Vision Pro unterstützt eine dreidimensionale Gesichtserkennung, Handvenenerkennung und den Fingerabdruck. Damit muss für den Zugang weder zwingend das Smartphone noch ein Schlüssel oder NFC-Transponder zur Hand sein. Je nach Nutzer und Einsatzgebiet können unterschiedliche Methoden zum Öffnen der Tür verwendet werden.

Insbesondere die Kombination aus Gesichts- und Handvenenerkennung stellt dabei eine der größeren Neuerungen gegenüber dem bisherigen Lock-Ultra-System dar. Während SwitchBot beim Vorgänger bereits verschiedene Möglichkeiten zur Entriegelung bot, rückt beim neuen Combo-Paket die biometrische Authentifizierung noch stärker in den Mittelpunkt. Für die Energieversorgung setzt SwitchBot auf ein dreistufiges Stromversorgungssystem. Zusätzlich informiert das Schloss über seinen aktuellen Status. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass ein niedriger Akkustand unbemerkt bleibt und Nutzer plötzlich vor verschlossener Tür stehen.

Matter-Anbindung weiterhin über den Hub

Zum Lock Ultra Max Vision Pro Combo gehört außerdem der SwitchBot Hub Mini Matter Enabled. Er ermöglicht den Fernzugriff auf das Schloss und übernimmt gleichzeitig die Anbindung an kompatible Smart-Home-Plattformen. Die Matter-Unterstützung erfolgt über „Matter over Bridge“. Das Schloss selbst kommuniziert entsprechend über das SwitchBot-System, während der Hub die Brücke zur jeweiligen Matter-Plattform bildet.

SwitchBot setzt damit die bereits von anderen Produkten bekannte Strategie fort. Statt jedes Gerät unmittelbar als natives Matter-Gerät auszulegen, übernimmt ein zentraler Hub die Integration vorhandener SwitchBot-Komponenten in übergeordnete Smart-Home-Systeme.

SwitchBot zur IFA 2026: MindClip trifft auf neues Lock Ultra Max mit Gesichtserkennung
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