Gerade erst vorgestern wurden die Beta 4 und die 3.7.9 Stable veröffentlicht. Da kommt dann doch schon Audacity 4.0 in finaler Version (latest, wie es so schön auf GitHub heißt). Mit Audacity als Audioanwendung lassen sich Mehrspuraufnahme und -bearbeitung vornehmen.
Die Schnittstelle wurde neu aufgebaut. Qt, mit nativem High-DPI-Rendering integriert. Die Werkzeugleisten und Paneele können jetzt bewegt, angedockt, geschwommen, gezeigt oder versteckt werden. Der neue Startbildschirm zeigt aktuelle Projekte mit Vorschau-Miniaturansichten. Die Track-Header enthalten jetzt Live-Wiedergabe- und Aufnahmemessgeräte.
Wichtig ist, dass Audacity 4 jetzt das neue .aup4 Projektformat verwendet. .aup3 Projekte können geöffnet und konvertiert werden. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Neuerungen. Die könnt ihr euch in den Release Notes durchlesen.
Vorab wurde ein Video bereitgestellt.
Mehr dazu in unserer Datenschutzrichtlinie
Info und Download:
- audacityteam.org (folgt zeitnah)
- github.com/audacity
- github.com/audacity/releases (Ohne Muse Hub)

Ich bin sehr erfreut, dass nun statt einem EXE-Installer ein MSI-Installer angeboten wird. Allerdings gibts keine Custom Action, die eine vorhandene EXE-Installation einer älteren Version erkennt und entfernt.
Audacity gehört genau wie Muse Score seit ein paar Jahren zur Muse Group, Muse Score gabs ja schon „immer“ als MSI-Installer.
Die Version 4.0 lässt sich im Gegensatz zur 4.0 Beta nicht starten, weil Windows die portaudio_x64.dll nicht freigibt, da der Hersteller nicht bekannt ist. Wo da nun der Haken ist, weiß der Teufel, bleibt es halt bei vorläufig der 3.7.9, es sei denn, der Fehler manifestiert sich nur bei mir. 😁<
doch lässt sich starten. Gerade neu installiert und gestartet. No probleme.
Starten lässt sich die Version schon – nur kann ich kein neues Projekt erstellen und noch nicht einmal irgendeine Audio-Datei öffnen. Die portaudio*.dll habe ich entsprechend den Anweisungen für alle Benutzer freigegeben, hat aber nix geholfen. Mein Fazit: Ist wieder so eine nervige Neuversion für Computer-Nerds, nix für Praktiker.
Wie sieht es mit der Datensammelleidenschaft aus?
Der Source Code steht dort ja ebenfalls zum Download bereit. Du kannst diesen also auch selber überprüfen.
Setzt Voraus, dass man programmieren, oder zumindest Programmcode lesen kann. Das überlasse ich dann lieber Leuten die es wirklich können – bis dahin bleibt mir ja Tenacity.
Internet-Zugriff in der Firewall sperren, dann wird nix gesammelt (oder zumindest nichts irgendwohin geschickt).
Das ist aber eine ziemlich holprige Final-Version, nicht mal alle Menü-Einträge sind ins Deutsche übersetzt.
Keine portable version mehr im zip oder bin ich einfach nur blind?
Thx
Bist nicht blind. Wurde wohl vergessen und kommt mit dem nächsten Update.
Danke @moinmoin – gehe ich mal in die Warteschleife.
Schoenen Abend fuer Dich!
Oh, und ich dachte die wäre gestrichen, deshalb habe ich installiert.
Naja, egal. Bei einer etwaigen Deinstallation findet man ja auch raus wo die Benutzerordner liegen. 😉
Mich freut übrigens, dass Audacity endlich eine einigermaßen vernünftige Benutzeroberfläche hat. Das war ja in der Vergangenheit echt schlimm, fast wie selbst in Paint gemalt…
ach Gott, wie schlimm, dafür hat die alte Version wenigstens funktioniert, die neue tut’s nämlich (bisher) noch nicht…
Version 4 hat keine portable Version mehr…
Wohl der erste Schritt zu „gibt es bald nur noch bei Portal XY“ und dann kommt ne „Paywall“. 👍
Hach ja, immer diese Vermutungen, Spekulationen und haltlosen Behauptungen.
man kann die .msi mit
msiexec /a audacity-win-4.0.0-x86_64.msi /qb TARGETDIR=“c:\temp\“
entpacken. Vorher c:\Temp anlegen.
vlt. kann man daraus eine portable Version basteln.
Sonst müssen wir wohl auf PortableApps.com warten
Die Frage hatte ich hier schon beantwortet
https://www.deskmodder.de/blog/2026/09/03/audacity-4-0-in-finaler-version-mit-vielen-neuen-funktionen/#comment-344700
Leider finde ich auch in dieser Version keine echte Multitrack-Recording-Funktion für mehr als 2 Mono-Quellen (z.B. 5 Mikrofone) gleichzeitig.
Die Installation lief problemlos. In den Einstellungen konnte ich auch die Sprache auf deutsch umstellen.
Aber die Oberfläche behielt ihren alten Oxford-engl. Anstrich. Bin dann wieder auf 3.79 gewechselt.
Für mich leider noch nicht brauchbar weil es keine Batch-Funktion mittels Makros mehr gibt. Die habe ich gerne benutzt um einen Schwung MP3s gleichzeitig zu normalisieren und umzuwandeln.
Schade, dass es kein Portable gibt. Ich würde mal gern testen, aber ohne meine Linuxe oder den Windows 11-PC zu verhunzen.
Der Version 4 fehlen leider wesentliche Module, weil diese nicht rechtzeitig fertg geworden sind und die Muse Group trotzdem die „halbgare“ Software auf den Markt geworfen hat.
Im einzelnen sind das: MIDI- und Note-Tracks, der klassische Mixer, Zeitspuren (Time Tracks), der Makro-Manager und die Scripting-Schnittstelle (Pipe), VAMP- sowie LADSPA-Plugin-Hosting.
Dass die Version trotz fehlender Module als „Final“ veröffentlicht wurde, liegt nach ihrer eigenen Aussage an einer bewussten strategischen Entscheidung der Entwickler.
Weiterhin gibt es für deutsche Nutzer das Ärgernis, dass schlichtweg viele Übersetzungen fehlen. Begründet wird das Problem mit dem „Denglisch“ wie folgt:
Bei einem vollständigen Rewrite ändern sich unzählige Menüstrukturen, Code-Strings und Bezeichnungen im Hintergrund. Da Audacity ein Open-Source-Projekt ist, hängen die Übersetzungen stark von der Zuarbeit der Community ab. Da sich die Benutzeroberfläche bis kurz vor dem Release stark verändert hat, konnten die Lokalisierungsteams die deutsche Übersetzung nicht rechtzeitig und lückenlos anpassen. Das führt dazu, dass viele neue Schaltflächen hartcodiert auf Englisch bleiben oder fehlerhaft gemischt werden.
Mein Fazit: Wer auf grafische Gimmicks verzichtet kann, sollte lieber bei der wenige Tage zuvor veröffentlichen Vollversion 3.7.9 bleiben.