iOS 27.2 Beta 1: Das steckt in Apples nächstem großen iPhone-Update

Apple hat die erste Beta von iOS 27.2 veröffentlicht – und die fällt deutlich umfangreicher aus, als es die Versionsnummer zunächst vermuten lässt. Neben kleineren Anpassungen testet Apple mehrere Funktionen, die erst später im Jahr eine größere Rolle spielen sollen. Dazu gehören die neue Health-App, zusätzliche Sprachen für Siri AI, Änderungen bei App Tracking Transparency in Europa und eine neue Löschfunktion für Geräte in China. Auffällig ist außerdem die Versionsnummer selbst. Nach iOS 27 geht Apple in der öffentlichen Beta-Runde direkt zu iOS 27.2 über. iOS 27.1 bleibt außen vor und dürfte weiterhin eng mit dem kommenden iPhone Duo verbunden sein.

Die neue Health-App ist erstmals dabei

Eine der größten sichtbaren Änderungen steckt in Health. Apple hatte den Umbau der App bereits angekündigt, mit der ersten Beta von iOS 27.2 lässt sich die neue Version nun erstmals ausprobieren. Neu sind unter anderem die Bereiche „Insights“ und „Longevity“. Apple Intelligence soll Gesundheitsdaten stärker zusammenführen und daraus Hinweise ableiten, die im Alltag leichter verständlich sind. Der Longevity-Bereich betrachtet langfristige Entwicklungen und enthält unter anderem „Health Age“. Dabei werden bestimmte Werte mit dem tatsächlichen Alter des Nutzers verglichen.

Daneben experimentiert Apple mit KI-gestützten Bewegungsanalysen. Beweglichkeit, Kraft und Balance sollen mit Hilfe der iPhone-Kamera und Daten einer gekoppelten Apple Watch bewertet werden können. Die neue Health-App ist in der Beta allerdings noch nicht vollständig. Weitere Funktionen sollen später folgen. Apple weist zudem darauf hin, dass der Umbau nicht zwingend mit der finalen Version von iOS 27.2 veröffentlicht wird. Die Beta dient hier also ausdrücklich auch als Testfeld für Funktionen, die erst später freigeschaltet werden.

Siri AI bekommt mehr Sprachen

Auch bei Siri AI tut sich etwas. Apple erweitert die Sprachunterstützung mit iOS 27.2 um Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Damit wird die neue Siri erstmals außerhalb des englischsprachigen Setups breiter nutzbar. Wer ein unterstütztes Gerät verwendet und die Beta installiert hat, kann die zusätzlichen Sprachen bereits testen. Für Nutzer in der Europäischen Union ändert das allerdings nicht automatisch etwas an der grundsätzlichen Verfügbarkeit. Apples regionale Einschränkungen bleiben bestehen. Die neuen Sprachen erweitern also vor allem den technischen Umfang von Siri AI, nicht zwingend die Zahl der Märkte, in denen die Funktion freigeschaltet ist.

Tracking-Dialog in Europa wird angepasst

Eine weitere Änderung betrifft App Tracking Transparency. Apple führt in Europa eine alternative Version des bekannten Tracking-Dialogs ein. Hintergrund sind regulatorische Vorgaben und die bereits zuvor angekündigten Änderungen am ATT-System. Entwickler können in der EU künftig einen anders gestalteten Systemdialog verwenden. In Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien soll ausschließlich diese Variante verfügbar sein. Der neue Dialog unterscheidet sich nicht nur optisch. Entwickler können zusätzlich einen Hinweis mit weiteren Informationen einblenden und genauer erklären, wofür sie Daten aus ihrer App mit Daten aus anderen Diensten oder Quellen verknüpfen möchten. Neu ist außerdem, dass Nutzer nach einem Jahr erneut gefragt werden dürfen – unabhängig davon, ob sie Tracking zuvor erlaubt oder abgelehnt haben.

China bekommt eine zusätzliche Löschfunktion

Im Code von iOS 27.2 steckt außerdem eine neue Funktion zum gründlicheren Löschen des Gerätespeichers. Sie dürfte hierzulande allerdings keine Rolle spielen. Beim normalen Zurücksetzen eines iPhones zerstört Apple die Verschlüsselungsschlüssel. Die auf dem Flash-Speicher verbliebenen Daten sind danach kryptografisch nicht mehr zugänglich. Künftig kann der Speicher zusätzlich mit leeren beziehungsweise bedeutungslosen Daten überschrieben werden.

Das betrifft auch Bereiche, die aktuell nicht belegt sind. Apple weist darauf hin, dass der Vorgang deutlich länger dauern kann als ein normales Zurücksetzen und zusätzliche Schreibvorgänge auf dem Flash-Speicher verursacht. Die Funktion ist nach den bislang gefundenen Hinweisen für in China verkaufte Geräte vorgesehen. Hintergrund ist der Standard GB 46864-2025, der Anfang 2027 in Kraft tritt und strengere Vorgaben für das Löschen gespeicherter Daten macht. Entsprechende Hinweise gibt es nicht nur beim iPhone, sondern auch für iPad, HomePod und Apple Vision Pro.

iOS 27.2 ist mehr als ein gewöhnliches Zwischenupdate

Schon die erste Beta zeigt, dass Apple iOS 27.2 nicht nur für Fehlerkorrekturen nutzt. Mehrere größere Baustellen laufen gleichzeitig: Health wird umgebaut, Siri AI wächst sprachlich weiter, regulatorische Änderungen landen direkt im System und einzelne Märkte bekommen zusätzliche Funktionen. Nicht alles davon wird später für jeden Nutzer sichtbar sein. Einige Neuerungen sind regional begrenzt, andere befinden sich noch in einem frühen Teststadium. Gerade die Health-App dürfte sich bis zur finalen Freigabe noch mehrfach verändern.

Trotzdem liefert die erste Beta bereits einen recht guten Eindruck davon, wohin die Reise geht. iOS 27.2 wird wahrscheinlich eines jener Zwischenupdates, bei denen hinter der kleinen Versionsnummer deutlich mehr steckt als nur Wartung und Bugfixes.

iOS 27.1 bleibt weiter ein Sonderfall

Ungewöhnlich bleibt der Sprung über iOS 27.1. Apple hatte diese Version bereits offiziell im Zusammenhang mit dem iPhone Duo genannt. Das neue Falt-iPhone soll mit iOS 27.1 ausgeliefert werden. Für bestehende iPhones läuft die öffentliche Entwicklung dagegen direkt mit iOS 27.2 weiter. Das spricht weiterhin dafür, dass iOS 27.1 stärker auf das iPhone Duo und dessen spezielle Systemanpassungen zugeschnitten ist. Für Tester ist iOS 27.2 damit derzeit die eigentliche nächste Station. Und die erste Beta macht bereits klar, dass Apple dabei nicht einfach nur kleinere Fehler aus iOS 27 ausbügelt.

iOS 27.2 Beta 1: Das steckt in Apples nächstem großen iPhone-Update
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