IKEA bereitet offenbar den nächsten Ausbau seines Smart-Home-Portfolios vor. Mit dem LILJEBAGGE ist ein neues smartes Heizkörperthermostat aufgetaucht, das bereits auf der schwedischen IKEA-Seite gelistet wird. Dort wird das Gerät als Thermostat für Heizkörper in Weiß geführt. Spannend ist vor allem die Einordnung. IKEA bewirbt das LILJEBAGGE als Matter-kompatibel. Damit dürfte das Thermostat nicht nur im IKEA-eigenen Smart-Home-System interessant sein, sondern grundsätzlich auch für andere Matter-Umgebungen. In Deutschland könnte das Thermostat nach bisherigen Informationen 14,99 Euro kosten. Offiziell gelistet ist dieser Preis auf der schwedischen Produktseite allerdings nicht. Dort steht das LILJEBAGGE bei 199 schwedischen Kronen und ist derzeit online ausverkauft beziehungsweise noch nicht verfügbar.
Matter-Unterstützung statt reiner Insellösung
Mit Matter geht IKEA beim LILJEBAGGE in die richtige Richtung. Smarte Heizkörperthermostate hängen häufig an herstellereigenen Bridges, Zigbee-Gateways oder geschlossenen App-Systemen. Matter soll genau solche Abhängigkeiten reduzieren und Geräte einfacher über verschiedene Smart-Home-Plattformen hinweg nutzbar machen. Auf der IKEA-Seite wird das Thermostat als Matter-kompatibel bezeichnet. Für die Einbindung in ein Smart Home braucht es allerdings weiterhin die passende Infrastruktur. Je nach System kann also ein entsprechender Hub, ein Matter-Controller oder ein Thread Border Router nötig sein.
Damit wird das LILJEBAGGE vor allem für Nutzer interessant, die ihre Heizungssteuerung nicht dauerhaft an ein einzelnes Ökosystem binden wollen. IKEA selbst nennt als Zweck die individuelle Temperaturregelung in einzelnen Räumen, auch aus der Ferne.
Temperatur direkt am Heizkörper regeln
Das LILJEBAGGE ist für wassergeführte Heizkörper vorgesehen. Die Temperatur soll sich direkt am Gerät regeln lassen. Auf den Produktbildern ist ein schlichtes, weißes Thermostat mit integriertem Display zu sehen. Laut den bisher genannten technischen Angaben lässt sich die Temperatur in Schritten von 0,5 Grad einstellen. Die niedrigste wählbare Temperatur liegt bei 5 Grad. Damit deckt das Thermostat die üblichen Grundfunktionen ab, die man von einem smarten Heizkörperregler erwartet. Praktisch ist dabei vor allem die Kombination aus lokaler Bedienung und Smart-Home-Anbindung. Eine Heizungssteuerung sollte auch dann noch nutzbar bleiben, wenn App, Internet oder Cloud gerade nicht erreichbar sind.
Zwei AA-Batterien oder Akkus
Die Stromversorgung erfolgt über zwei AA-Batterien beziehungsweise AA-Akkus. IKEA empfiehlt auf der schwedischen Produktseite ausdrücklich LADDA-Akkus im AA-Format. Batterien liegen nicht bei. Mit neuen LADDA-Akkus soll nach bisherigen Angaben eine Laufzeit von rund 18 Monaten möglich sein. In der Praxis hängt das aber stark von Heizverhalten, Funkverbindung, Raumtemperatur und Ventilbewegungen ab. Zusätzlich soll das Thermostat einen Frostschutzmodus bieten. Außerdem bewegt es den Ventilstift regelmäßig automatisch. Dadurch soll verhindert werden, dass sich das Heizkörperventil über längere Zeit festsetzt.
Günstiger Einstieg wäre der eigentliche Punkt
Sollte der für Deutschland genannte Preis von 14,99 Euro stimmen, wäre das LILJEBAGGE preislich sehr auffällig. Smarte Heizkörperthermostate mit moderner Smart Home-Anbindung kosten häufig deutlich mehr. Genau deshalb könnte IKEA hier Bewegung in den Markt bringen. Das Unternehmen hat schon bei anderen Smart-Home-Produkten gezeigt, dass es einfache Technik vergleichsweise günstig in große Stückzahlen bringen kann. Noch offen bleibt der genaue Marktstart in Deutschland. Die schwedische IKEA-Seite zeigt das Produkt bereits, meldet aber keine Online-Verfügbarkeit. Für Nutzer von IKEA DIRIGERA, Apple Home, Home Assistant, Amazon Alexa, Google Home oder Samsung SmartThings könnte das LILJEBAGGE trotzdem ein interessantes Gerät werden, sobald es regulär verfügbar ist.




Ganz uneigennützig würde ich mich zusätzlich über einen entsprechenden Wandthermostaten zur Steuerung einer wasserbasierten Fußbodenheizung freuen. Gibt’s zwar schon von Tado, aber da finde ich die Preise überzogen, ganz abgesehen vom indirekten Zwang zum Abo-Modell.