OpenClaw hat jetzt offizielle Companion-Apps für Android und iOS veröffentlicht. Damit lässt sich der lokale KI-Assistent nicht mehr nur über den Rechner oder Server nutzen, sondern auch direkt vom Smartphone aus ansprechen. Die App verbindet sich mit einem eigenen OpenClaw Gateway und dient anschließend als mobile Schnittstelle für Chat, Spracheingabe, Freigaben und Automatisierungen. Der Ansatz passt zur Ausrichtung von OpenClaw. Der Assistent läuft nicht primär als klassischer Cloud-Chatbot, sondern auf eigener Infrastruktur. Das kann ein lokaler Rechner, ein Server oder ein NAS sein. Die Smartphone-App stellt dann die Verbindung zu diesem Gateway her und bringt den Assistenten in den Alltag des Nutzers.
Verbindung über QR-Code oder Setup-Code
Die Einrichtung läuft über das OpenClaw Gateway. Nutzer können die App per QR-Code oder Setup-Code koppeln. Nach der Verbindung steht der Chat mit dem eigenen KI-Assistenten direkt auf dem Smartphone bereit. Zusätzlich bietet die App einen Talk-Modus mit Push-to-Talk. Damit lässt sich OpenClaw per Sprache ansprechen. Außerdem können Nutzer Aktionen prüfen und freigeben, die das Gateway anfordert. Das ist besonders wichtig, wenn OpenClaw nicht nur Fragen beantwortet, sondern Aufgaben ausführen oder Automatisierungen anstoßen soll.
Freigaben und Automatisierungen unterwegs
Genau darin liegt der eigentliche Nutzen der App. OpenClaw soll nicht nur ein Chatfenster sein, sondern ein Assistent, der mit Diensten, Dateien und Workflows verbunden ist. Auf dem Smartphone können Nutzer Statusmeldungen erhalten, Automatisierungen aktivieren und angeforderte Aktionen bestätigen.
Die Android-App kann nach Freigabe auch auf Gerätefunktionen wie Kamera, Bildschirm, Standort und Benachrichtigungen zugreifen. OpenClaw verweist dabei auf den Local-First-Ansatz. Nutzer behalten demnach Kontrolle über Gateway, Verschlüsselungsschlüssel, Konfiguration und Berechtigungen. Die eigentlichen Gerätezugriffe laufen über das normale Berechtigungssystem von Android.
Frühe Nutzer kritisieren Oberfläche und Einrichtung
Der Start fällt allerdings nicht nur positiv aus. In der OpenClaw-Community gibt es bereits deutliche Kritik an der App. Mehrere Nutzer bemängeln eine unfertige Oberfläche, Probleme beim Pairing mit dem Gateway und eine insgesamt noch rohe Umsetzung. Einige frühe Nutzer berichten, dass sie die App gar nicht mit ihrem Gateway verbinden konnten. Andere kamen zwar durch die Einrichtung, stellten danach aber fest, dass zentrale Funktionen nicht zuverlässig arbeiten. Die Idee der App kommt grundsätzlich gut an, die Ausführung wirkt zum Start aber noch nicht ausgereift.
