Die Telekom unterstützt auf dem iPhone offenbar nun Ende-zu-Ende-verschlüsseltes RCS. In ersten Chats erscheint die Verschlüsselung sichtbar in der Nachrichten-App. Damit kommt eine Funktion im Alltag an, die Apple technisch bereits vorbereitet hatte, die in Deutschland aber bislang nur eingeschränkt greifbar war. Wichtig ist die Unterscheidung: RCS selbst bietet die Telekom auf dem iPhone schon länger an. Neu ist nicht der SMS-Nachfolger an sich, sondern die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen iPhone und Android. Genau dieser Punkt fehlte bisher in vielen Fällen. Nachrichten liefen zwar moderner als klassische SMS, aber nicht zwingend durchgehend verschlüsselt.
Apple führt Telekom mit verschlüsseltem RCS
Apple listet die Telekom inzwischen bei den unterstützten Mobilfunkfunktionen mit „End-to-end encrypted RCS messaging (beta)“. Auch weitere deutsche Anbieter tauchen dort mit der Funktion auf. Vodafone führt Apple derzeit dagegen nicht mit verschlüsseltem RCS, sondern nur mit den übrigen Mobilfunkfunktionen. Damit zeichnet sich ein gestaffelter Start ab. Die technische Umsetzung hängt nicht allein von Apple ab. Auch der jeweilige Netzbetreiber, die Gegenstelle und die eingesetzte Nachrichten-App spielen eine Rolle. Auf Android-Seite nennt Apple die aktuelle Version von Google Messages als Voraussetzung.
Schloss-Symbol zeigt verschlüsselte Chats
In der Nachrichten-App lässt sich die Funktion direkt erkennen. Ein verschlüsselter RCS-Chat zeigt ein Schloss-Symbol und einen entsprechenden Hinweis. Fehlt diese Anzeige, kann der Chat zwar weiterhin über RCS laufen, aber ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
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Diese Unterscheidung ist wichtig. Viele Nutzer setzen RCS inzwischen mit modernerem Messaging gleich. RCS bringt Lesebestätigungen, Tippanzeigen, bessere Medienübertragung und Gruppenfunktionen. Eine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert der Standard in der Praxis aber nicht in jedem Fall. Erst die neue Implementierung schließt diese Lücke zwischen iPhone und Android teilweise.
Unklarheit bei der iOS-Version
Noch nicht vollständig klar ist, auf welchen iOS-Versionen die Funktion bei der Telekom bereits sichtbar wird. Apple nennt für den Start der verschlüsselten RCS-Beta iOS 26.5 mit unterstützten Anbietern. Gleichzeitig berichten erste Nutzer davon, dass die Verschlüsselung in aktuellen Chats tatsächlich auftaucht. iOS 27 hat RCS mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ebenfalls an Bord, auch schon in der Beta. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass die Funktion ausschließlich unter iOS 27 läuft. Wahrscheinlicher ist ein gestaffelter Rollout, bei dem Softwarestand, Netzbetreiberprofil, Gegenstelle und serverseitige Freischaltung zusammenspielen. Für den Moment gilt deshalb: Wer die Funktion prüfen möchte, sollte iOS aktuell halten, RCS in den Einstellungen der Nachrichten-App aktivieren und einen Chat mit einem kompatiblen Android-Gerät testen. Erst das Schloss-Symbol zeigt zuverlässig, dass die Unterhaltung Ende-zu-Ende-verschlüsselt läuft.
iMessage bleibt davon getrennt
An iMessage ändert sich durch verschlüsseltes RCS nichts. Nachrichten zwischen Apple-Geräten laufen weiterhin über Apples eigenen Dienst und sind dort bereits Ende-zu-Ende-verschlüsselt. RCS betrifft vor allem Unterhaltungen zwischen iPhone und Android-Smartphones. Gerade für diese gemischten Chats ist der Schritt relevant. Bisher fielen solche Unterhaltungen je nach Gerät, Anbieter und Einstellung auf SMS oder unverschlüsseltes RCS zurück. Mit verschlüsseltem RCS nähert sich die Standard-Nachrichten-App funktional den klassischen Messengern an, ohne dass Nutzer zwingend auf WhatsApp, Signal oder Threema ausweichen müssen.
Beta-Status bleibt wichtig
Apple kennzeichnet Ende-zu-Ende-verschlüsseltes RCS weiterhin als Beta. Das erklärt, warum die Funktion nicht überall sofort auftaucht. Auch bestehende Unterhaltungen können erst nach und nach wechseln. In manchen Fällen kann ein neuer Chat helfen, in anderen Fällen fehlt schlicht noch eine Voraussetzung auf einer der beiden Seiten. Für die Telekom ist die sichtbare Unterstützung trotzdem ein wichtiger Schritt. Deutschland gehörte beim einfachen RCS auf dem iPhone bereits zu den unterstützten Märkten. Mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewinnt der Dienst nun den Punkt hinzu, der für viele Nutzer sicherheitsseitig entscheidend ist.
Danke an Daniel für den Tipp!

Ich finde es echt toll wie sich RCS immer weiter entwickelt und mittlerweile nicht mehr nur unter Android nutzbar ist.
Tatsächlich bin ich vor etwa einem Jahr vollständig von diversen Messengern auf RCS umgestiegen schon allein weil es komfortabler ist alle Kontakte (Ja wirklich ALLE) mit nur einer App zu erreichen was bei Messengern längst nicht mehr der Fall ist.
Leider dominieren WhatsApp und Co. bereits den Markt so das die wenigsten überhaupt wissen das es RCS gibt geschweige denn was es ist und wie man es nutzt.
Ich habe bisher niemanden kennengelernt der wusste was RCS ist aber alle hatten es bereits eingerichtet und hätten es nutzen können. Dennoch habe ich es geschafft die meisten davon soweit zu überzeugen das sie es zumindest als „Zweitmessenger“ nutzen.
also ich brauche keine rcs ich habe whatsapp und alle wo ich kenne auch.
Wobei RCS das eigentliche Problem nicht löst, nämlich die Zersplitterung der User auf verschiedene Apps und ihre Protokolle. Wer sich, aus welchem Grunde auch immer für einen bestimmten Messenger entschieden hat, wird nicht so leicht zu einem Wechsel bereit sein. Der Idealfall wäre wenn alle Messenger in der Lage wären App übergreifend Nachrichten zu senden und zu empfangen, was aufgrund der unterschiedlichen Datenschutz und Privatsphärenphilosophie der einzelnen App-Anbieter aber illusorisch sein dürfte.
Man könnte das Problem schon mit RCS lösen wenn WhatsApp und Co. den Service unterstützen würden.
Apple hat mit der Verschlüsselung einen weiteren wichtigen Grundstein gelegt und da sich WhatsApp mittlerweile anderen Messengern öffnen muss, sofern diese das wünschen wäre es durchaus möglich RCS in die klassischen Messenger zu integrieren.
Allerdings liegt es am Ende immer bei den Nutzern denn eine RCS fähige App hat ja bereits jeder auf dem Smartphone man müsste sie nur mal öffnen.