Wer auf einen Raspberry Pi 6 wartet, muss sich offenbar deutlich länger gedulden. In einer Reddit-Fragerunde hat Raspberry-Pi-Chef Eben Upton einen groben Ausblick auf die nächste Generation gegeben. Demnach dürfte der Nachfolger des Raspberry Pi 5 frühestens Anfang 2028 erscheinen. Upton sprach von einem Produktzyklus von etwa vier bis viereinhalb Jahren ab dem Start des Raspberry Pi 5. Eile scheint es dabei nicht zu geben. Der aktuelle Pi 5 gilt intern weiterhin als ausreichend starkes Spitzenmodell und soll diese Rolle offenbar noch längere Zeit behalten.
Raspberry Pi 6 soll eher schneller als grundlegend anders werden
Große Änderungen am Konzept sind nach aktuellem Stand nicht zu erwarten. Upton beschrieb den möglichen Raspberry Pi 6 eher als Weiterentwicklung des bestehenden Pi 5. Im Fokus stünden demnach ein schnellerer Prozessor, mehr I/O-Leistung und eine höhere Speicherbandbreite. Neue Anschlüsse, ein grundlegend anderes Layout oder ein fest integrierter M.2-Steckplatz stehen offenbar nicht im Mittelpunkt. Der Raspberry Pi 6 dürfte also eher ein technisches Update werden, aber kein kompletter Neustart der Plattform. Für viele Nutzer ist das durchaus nachvollziehbar. Der Pi 5 brachte bereits einen deutlichen Leistungssprung und bleibt für viele Bastel-, Server- und Bildungsprojekte weiterhin ausreichend schnell.
Speicherpreise bremsen die Entwicklung
Hinzu kommt die schwierige Lage am Speichermarkt. Raspberry Pi hatte zuletzt erneut Preisanpassungen vorgenommen und dabei auf stark gestiegene Kosten für LPDDR4-Speicher verwiesen. Laut dem Unternehmen haben sich die DRAM-Kosten innerhalb eines Jahres vervielfacht. Das wirkt sich direkt auf Produkte aus, die stark über den Preis verkauft werden. Gerade beim Raspberry Pi war lange ein niedriger Einstiegspreis eines der wichtigsten Argumente. Steigende Speicherpreise machen neue Modelle deshalb schwieriger kalkulierbar.
Pi Zero 2W bleibt knapp
Auch beim Raspberry Pi Zero 2W gibt es weiter Engpässe. Upton bezeichnete das Modell als einziges Produkt der Reihe, das aktuell tatsächlich knapp verfügbar sei. Als Grund nannte er unter anderem die hohe Nachfrage nach Chips durch den KI-Markt. Ein zusätzlicher Lieferant soll die Lage im Laufe des Jahres verbessern. Bis dahin dürfte die Verfügbarkeit aber je nach Händler weiter schwanken.
Raspberry Pi 5 bleibt vorerst das Spitzenmodell
Damit bleibt der Raspberry Pi 5 auf absehbare Zeit das leistungsstärkste Modell der Reihe. Wer einen Nachfolger mit deutlich neuer Hardware erwartet, sollte also nicht kurzfristig planen. Für viele Projekte dürfte das allerdings kein Problem sein. Der Pi 5 bietet bereits deutlich mehr Leistung als frühere Generationen. Wer dagegen auf neue Schnittstellen oder einen größeren Plattformwechsel gehofft hatte, muss sich vermutlich bis mindestens 2028 gedulden.

Der Kleinstcomputer, der mal damit gestartet war bezahlbare Technik z.B. an Schulen (gewiss nicht deutsche Schulen) zu bringen. Zwischenzeitlich ein teures Prestigeobjekt was bei der Leistung grundsätzlich am unteren Ende anzusiedeln ist und das für die aufgerufenen Preise, und das auch schon vor der „Speicherkrise“.
Ist aber auch der schnellste
Orange Pi 5 als auch der Rock 5 zersemmeln den Raspberry Pi 5 in so ziemlich jeden professionellen Benchmark um teils 50%. Der Raspberry kann sich einzig bei Multimedia Käse eine ganz winzigen Hauch der unter Messtolleranz fällt absetzen.
Ansonsten kann man wenn Geld keine Rolle spielt auch Richtung NVIDIA Jetson AGX Orin gehen.
Raspberrys mit vollem Speicherausbau gibts quasie eh nicht zu kaufen, Preis auf dem Papier verdoppelt, die Dinger sind so was von uninteressant. Orange Pi war schon immer der bessere Raspberry, deren Nachteil war früher nur das man eine Generation hinterher war. Heute legt man eher überall noch eine Schnippe drauf.
Ist aber nicht das Original und ich warte noch bis es wider runter geht mit Preis den kaufe ich ein pi 500plus und ein Win 11 Arm installieren. 🙂