Beelink erweitert ME-Pro-Serie um neue Speicher-PCs für lokale KI-Workloads

Beelink baut die ME-Pro-Serie weiter aus und ergänzt die Reihe um neue Modelle mit zwei und vier Laufwerksschächten. Die Systeme sollen nicht nur als kompakte Speicherlösung dienen, sondern auch lokale Rechenaufgaben übernehmen. Als Plattformen nennt der Hersteller Intels Core i5-13420H sowie AMDs Ryzen 7 H 255 und Ryzen AI 9 HX 370. Damit rückt die Serie stärker in Richtung lokaler Datenverarbeitung. Gerade bei Medienprojekten, großen Archiven und KI-Workloads steigt der Bedarf an kompakten Systemen, die Rechenleistung und viel Speicherplatz in einem Gehäuse verbinden.

Modulares Mainboard bleibt zentrales Merkmal

Ein wichtiges Merkmal der ME-Pro-Serie bleibt das modulare Mainboard-Konzept. Beelink nutzt weiterhin ein Schubladensystem, bei dem sich das Mainboard-Modul austauschen lässt. Innerhalb der jeweiligen Gehäuseklasse sollen Nutzer dadurch später auf andere Prozessorplattformen wechseln können, ohne das komplette Gerät zu ersetzen. Im Mini-PC-Umfeld ist dieser Ansatz weiterhin eher ungewöhnlich. Beelink positioniert die ME-Pro-Reihe dadurch weniger als klassische Einmalanschaffung und stärker als Plattform, die sich später erweitern lässt.

Intel und AMD für unterschiedliche Einsatzbereiche

Die neuen Prozessorvarianten decken verschiedene Anforderungen ab. Die Version mit Intel Core i5-13420H dürfte vor allem für klassische Speicher-, Büro- und Medienaufgaben gedacht sein. Die AMD-Modelle zielen dagegen stärker auf rechenintensive Workflows. Besonders die Variante mit Ryzen AI 9 HX 370 stellt Beelink in den Kontext lokaler KI-Verarbeitung.

Der Hersteller nennt eine KI-Leistung von bis zu 80 TOPS. Zusammen mit bis zu 96 GB Arbeitsspeicher soll das System auch größere lokale Modelle und datenintensive Anwendungen verarbeiten können.

Bis zu 136 TB Speicherplatz

Beim Speicherausbau unterscheidet Beelink zwischen zwei Gehäusevarianten. Beim Speicherausbau unterscheidet Beelink zwischen zwei Gehäusevarianten. Das kleinere 2-Bay-Modell bietet vier SSD-Steckplätze und zwei Einschübe für Festplatten. Laut Hersteller sind damit bis zu 76 TB Gesamtkapazität möglich. Wer mehr Speicherplatz benötigt, greift zur 4-Bay-Variante. Sie bietet ebenfalls vier SSD-Steckplätze, kombiniert diese jedoch mit vier Festplatteneinschüben und erreicht damit eine maximale Kapazität von bis zu 136 TB. Für kleinere Studios, Content-Creator oder lokale KI-Projekte kann die Kombination aus schnellem SSD-Speicher und großen Festplattenarchiven interessant sein.

10-Gigabit-Ethernet serienmäßig

Alle neuen ME-Pro-Modelle verfügen laut Beelink über 10-Gigabit-Ethernet. Große Audio-, Video- oder Projektdaten lassen sich dadurch deutlich schneller im lokalen Netzwerk übertragen als mit klassischem Gigabit-LAN. Zusätzlich spricht der Hersteller von Dual-Network-Konfigurationen sowie Funktionen wie Link Aggregation oder der Trennung interner und externer Netzwerke. Damit richtet sich die Serie auch an Nutzer, die ein kompaktes System als zentralen Speicher- und Rechenknoten im Netzwerk betreiben möchten.

Zwischen Mini-PC, NAS und Workstation

Ganz eindeutig lässt sich die neue ME-Pro-Serie nicht einordnen. Für ein klassisches NAS bringt sie zu viel Rechenleistung mit, für einen gewöhnlichen Mini-PC wiederum zu viele Laufwerksschächte. Beelink versucht stattdessen, beide Bereiche in einem Gerät zusammenzuführen. Für reine Backup-Aufgaben bleibt ein klassisches NAS naheliegender. Wer dagegen lokale Datenhaltung, Medienproduktion und KI-Workloads auf einem kompakten System bündeln möchte, bekommt mit der ME-Pro-Serie einen anderen Ansatz.

Design unterscheidet die Plattformen

Auch optisch trennt Beelink die einzelnen Varianten. Die Intel-Version erscheint in Dunkelblau, während die AMD-Modelle ein schwarzes Gehäuse mit roten Akzenten erhalten. Eine spätere ARM-Version kündigt Beelink ebenfalls an; sie soll in Weiß erscheinen. Preise und konkrete Verfügbarkeit nennt Beelink in der aktuellen Ankündigung noch nicht.

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