Beim iPad mini hat Apple diesmal mehr verändert als nur den Prozessor. Die am Montag vorgestellte Generation bekommt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und erstmals einen Schutz gegen Wasser und Staub. Im Inneren arbeitet der A20 Pro, der vor allem bei der Grafik- und KI-Leistung deutlich zulegen soll. Auch die bisherige Kameraanordnung hat Apple überarbeitet. Das neue iPad mini kann ab Mittwoch vorbestellt werden und kommt am 6. November in den Handel. Preislich geht es bei 749 Euro los.

Größerer Bildschirm, dünneres Gehäuse
Das bisherige LCD hat ausgedient. Apple verbaut nun ein 8,5 Zoll großes OLED-Panel, das unter der Bezeichnung Super Retina XDR läuft. Beim Vorgänger waren es noch 8,3 Zoll. Weil die Ränder um 24 Prozent schmaler ausfallen, musste das Gehäuse für die zusätzliche Bildschirmfläche nicht wachsen. Mit OLED ändert sich vor allem die Darstellung dunkler Inhalte. Anders als beim LCD lassen sich einzelne Bildpunkte vollständig abschalten. Die Hintergrundbeleuchtung entfällt, schwarze Flächen bleiben entsprechend dunkel. Das Kontrastverhältnis liegt bei 2.000.000:1, der P3-Farbraum wird ebenfalls abgedeckt. Maximal erreicht das Display 1.200 Nits. Bei einer vollflächigen Darstellung sind es 600 Nits, unabhängig davon, ob SDR- oder HDR-Material wiedergegeben wird. Nach unten lässt sich die Helligkeit bis auf ein Nit reduzieren.

Wer häufig draußen arbeitet, kann das iPad mini erstmals mit Nanotexturglas bestellen. Die Oberfläche kennen wir bereits vom iPad Pro. Sie soll Reflexionen abschwächen, etwa bei direkter Beleuchtung oder unter freiem Himmel. Welchen Aufpreis Apple für diese Option verlangt, geht aus der Ankündigung noch nicht hervor. Auch das Gehäuse wurde verändert. Nur noch 5,4 Millimeter misst das neue Modell in der Dicke. Dazu kommt eine IP67-Zertifizierung, die es beim iPad mini bislang nicht gab. Staub soll damit nicht ins Gehäuse eindringen können. Wasser hält das Tablet unter kontrollierten Bedingungen bis zu 30 Minuten in einem Meter Tiefe aus. Für den dauerhaften Einsatz unter Wasser ist es deshalb nicht gedacht. Apple weist außerdem darauf hin, dass die Schutzwirkung mit der Zeit nachlassen kann. Schäden durch Flüssigkeiten sind weiterhin von der Garantie ausgenommen.
A20 Pro übernimmt die Rechenarbeit
Unter dem Display steckt Apples neuer A20 Pro. Der Chip wird in einem 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und verwendet eine Gehäusearchitektur, bei der sich Apple an seiner M-Serie orientiert hat. Die CPU bringt bis zu sechs Kerne mit. Gegenüber der vorherigen iPad-mini-Generation nennt Apple einen Leistungszuwachs von bis zu 60 Prozent bei Multithread-Aufgaben. Bei der Grafik fällt der Abstand auf dem Papier größer aus. Sieben GPU-Kerne sollen die bis zu 2,7-fache Leistung des Vorgängers erreichen. Raytracing wird ebenso hardwareseitig beschleunigt wie Mesh Shading. Hinzu kommt dynamisches Caching. Für Spiele mit aufwendiger Grafik oder die Arbeit an 3D-Modellen sind das interessante Verbesserungen. Ob sich die hohen Leistungsangaben auch in längeren Belastungstests halten lassen, bleibt abzuwarten. Schließlich muss Apple die zusätzliche Rechenleistung in einem ausgesprochen flachen Gehäuse unterbringen.
Einen erheblichen Teil der Weiterentwicklung widmet Apple der KI-Verarbeitung. Jeder GPU-Kern verfügt über eigene Neural Accelerators, die entsprechende Berechnungen beschleunigen. Insgesamt soll die KI-Leistung bis zu 4,5-mal höher ausfallen als bei der vorherigen Generation. Das soll unter anderem die Ausführung größerer Sprachmodelle direkt auf dem Gerät erleichtern. Bemerkenswert ist die Ausstattung der größten Speichervariante. Beim iPad mini mit 512 GB arbeitet laut Apple eine Dual-16-Core-Neural-Engine mit insgesamt 32 Kernen. Für sie nennt der Hersteller die doppelte Rechenleistung der vorherigen Generation. Die Bandbreite des gemeinsamen Arbeitsspeichers fällt ebenfalls mehr als doppelt so hoch aus. Gerade für lokale KI-Anwendungen ist das relevant, da große Modelle nicht allein von möglichst vielen Rechenkernen profitieren, sondern auch schnell auf ihre Daten zugreifen müssen.
WLAN 7 und Apples eigenes Mobilfunkmodem
Bei den Funkverbindungen tauchen zwei weitere Apple-Chips auf. Der N1 kümmert sich um WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. Gleichzeitig soll er die Verbindung bei AirDrop und AirPlay stabilisieren. Apple hebt außerdem Verbesserungen bei der Nutzung von 5-GHz-WLAN hervor. Wer das iPad mini unterwegs unabhängig vom WLAN verwenden möchte, bekommt in der Cellular-Ausführung das C2-Modem. Es stammt ebenfalls aus Apples eigener Entwicklung und soll bis zu 50 Prozent höhere Mobilfunkgeschwindigkeiten ermöglichen als die bisherige Generation. Auch der Energiebedarf soll gesunken sein. Bei der Einrichtung bleibt es bei eSIM. iPadOS 27 soll außerdem dafür sorgen, dass der Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk weniger Unterbrechungen verursacht. Apple nennt hier ausdrücklich laufende FaceTime-Gespräche als Beispiel.
Kamera an der Längsseite und neue Audiotechnik
Eine Änderung, die man vermutlich schneller bemerkt als den neuen Prozessor, betrifft die Frontkamera. Sie sitzt nun an der langen Gehäuseseite. Wer das Tablet quer aufstellt, hat die Kamera damit oberhalb des Bildschirms. Das wirkt bei Videokonferenzen natürlicher als die bisherige seitliche Position. An der Auflösung ändert sich nichts. Die Frontkamera arbeitet weiterhin mit 12 Megapixeln und unterstützt Center Stage. Auf der Rückseite bleibt ebenfalls ein 12-Megapixel-Sensor. Smart HDR 4 gehört zur Ausstattung, Videos sind in 4K mit maximal 60 Bildern pro Sekunde möglich. Neu ist ein adaptiver True-Tone-Blitz, der insbesondere bei Dokumentenaufnahmen helfen soll.
Wesentlich ungewöhnlicher ist das, was Apple unter dem Begriff Acoustic Display zusammenfasst. Statt lediglich herkömmliche Lautsprecher im Gehäuse unterzubringen, koppelt Apple speziell entwickelte Tieftöner über das Display miteinander. Die Hochtöner sitzen zwischen Glas und Aluminiumgehäuse. Die Konstruktion soll mehr Bass und Lautstärke liefern, ohne die Höhen zu vernachlässigen. Gleichzeitig hat Apple das System abgedichtet, was wiederum beim neuen Wasserschutz eine Rolle spielt. Wie sich das klanglich auswirkt, lässt sich aus der Beschreibung noch nicht ableiten. Gerade bei einem so kleinen und dünnen Tablet bleibt der verfügbare Raum für Lautsprecher begrenzt.
iPadOS 27 bringt neue Funktionen
Das iPad mini wird direkt mit iPadOS 27 ausgeliefert. Neben weiteren Anpassungen an Liquid Glass hat Apple auch die Bildbearbeitung erweitert. Fotos lassen sich nicht mehr nur von störenden Objekten befreien. Zusätzliche Werkzeuge ermöglichen es, den Bildausschnitt nachträglich zu vergrößern oder die Bildkomposition anzupassen. Image Playground unterstützt inzwischen auch fotorealistische Darstellungen. In Safari kommt „Mitteilung an mich“ hinzu. Die Funktion beobachtet Änderungen auf Webseiten und kann beispielsweise darüber informieren, wenn ein ausverkauftes Produkt wieder verfügbar ist oder ein Händler den Preis senkt.
Für iPadOS 27.2 hat Apple bereits eine weitere Neuerung angekündigt. Das iPad mini unterstützt dann einen erweiterten Displaymodus. Auf einem angeschlossenen Monitor lassen sich Anwendungen auf einer zusätzlichen Arbeitsfläche in Fenstern verwenden. Gerade beim stationären Einsatz dürfte das die Möglichkeiten des kompakten Tablets erweitern.
Preise und Verkaufsstart
Das neue iPad mini gibt es in Mitternacht und Polarstern. Zur Auswahl stehen 128, 256 und 512 GB Speicher. Für die kleinste Wi-Fi-Ausführung verlangt Apple 749 Euro. Mit Mobilfunk beginnt die Preisliste bei 919 Euro. Im Bildungsbereich kostet das Basismodell 699 Euro. Vorbestellungen sind ab Mittwoch, dem 28. Oktober, möglich. Die Auslieferung beginnt am Freitag, dem 6. November 2026. Ab diesem Tag soll das Tablet auch in den Apple Stores und bei autorisierten Händlern erhältlich sein. Beim Zubehör gibt es ein neues Smart Folio aus Funktionsgewebe. Es besitzt zwei Segmente und lässt sich in mehreren Winkeln aufstellen. Apple bietet es in Navyblau und Taupe für 89 Euro an. Wer mit einem Eingabestift arbeitet, kann weiterhin den Apple Pencil Pro oder den Apple Pencil mit USB-C verwenden. Beide werden separat verkauft. Der Pencil Pro kostet 149 Euro, das USB-C-Modell 89 Euro.




Wie immer bei Apple, extrem günstig, richtig verbraucherfreundlich. Lieber ältere iPads mal nicht out of Border stellen und mit dürren Worten mitteilen, dass man nun zu den Loosern gehört. Und by the Way, nicht jeder kann sich ständig ein neues iPad leisten. Für ältere iPads gilt: Wir sind verstört und sehn betroffen, der Vorhang zu und alle Fragen offen. Stand der Dinge
bekannte von mir hat ihr altes ipad gejailbreakt und hat da durch eine recht aktuelle ios Version drauf. Aber frag mich nicht wie das geht hab mich damit nie beschäftigt.
gepostet mit der Deskmodder.de-App für iOS