Microsoft Edge und die (positiven) Unterschiede gegenüber dem Google Chrome

Jeder von euch hat seinen Lieblings-Browser und wechselt ungern aus der gewohnten Umgebung zu einem neuen Browser. Als der Microsoft Edge offiziell als Stable im Januar 2020 erschienen ist, war ich ehrlich gesagt skeptisch.

Man kennt es ja von anderen Microsoft-Projekten. Sie bringen etwas Neues, aber noch unfertiges und lassen sich dann lange Zeit, bis es einigermaßen zusammenpasst. Der Edge kam zwar auch nur mit den Grundfunktionen. Das Edge-Team selber hat sich aber ins Zeug gelegt. Hat mit dem Chromium- und Chrome-Team eng zusammengearbeitet und so Fehler korrigiert und auch neue Funktionen eingebracht, die dann auch in den Google Chrome integriert wurden.

Aber es gibt Funktionen, die sich vom Google Chrome unterscheiden. Diese sind schon integriert, oder kommen dann im Januar in die Stable. Ich will mal ein paar davon auflisten. Sind sicherlich nicht alle und damit nicht vollständig. Aber dadurch dass ich den Chrome sonst nicht nutze, verzeiht mir den einen oder anderen Fehler im Vergleich.

PDF-Anzeige mit Hervorheben, vorlesen und zeichnen

Gegenüber dem Google Chrome bietet der Edge die Funktionen an zum Beispiel Text in einer PDF hervorzuheben oder auch eigene Notizen hinzuzufügen. Der Chrome selber kommt zwar mit einer Seitenansicht, aber die will Microsoft auch noch integrieren. Alleine hier hat das Edge-Team ganze Arbeit geleistet und die Funktionen aus dem alten Edge gut übernommen.

Tabs als Gruppe in der Seitenleiste

Tabs in eine Gruppe zu „stecken“ können beide Browser. Auch das einklappen der Gruppen, wenn man diese Tabs nicht benötigt. Wirklich übersichtlich werden die Tab-Gruppen aber erst durch die Seitenleiste im Edge. Ist natürlich Geschmackssache. Aber wer wirklich viele Tabs offen hat, wird diese Ansicht sicherlich bevorzugen.

Sammlungen vs. Leseliste

Microsoft hatte versprochen die Leseliste aus dem alten Edge in den neuen zu integrieren. Es wurde mit den Sammlungen ein Kompromiss gefunden. Später hat der Chrome dann angefangen eine Leseliste zu integrieren. Als „Read later“ Funktion völlig ausreichend. Aber die Sammlungen sind inzwischen richtig gut geworden, um hier seine speziellen Untergruppen anzulegen.

Nachtrag: Wie Raj Raja gerade herausgefunden hat, funktioniert auch die Read Later Funktion im Microsoft Edge (alle Versionen). Microsoft ist scheinbar dabei auch diese Funktion zusätzlich zu den Sammlungen zu integrieren. So, wie es der Google Chrome auch hat.

Alles, was man derzeit machen muss, ist eine Verknüpfung erstellen und in den Eigenschaften Ziel hinter der exe ein Leerzeichen und dann

--enable-features=ReadLater

anhängen und abspeichern. Dann erscheint auch die Leseliste.

Favoriten, Verlauf, Sammlungen in der Adressleiste


Das Edge-Team hat unter anderem die Favoriten, Verlauf, Sammlungen in die Adresszeile verfrachtet. Als Pop-up geöffnet kommt man so ganz schnell an die Links, die man benötigt. Im Chrome hingegen muss man über das Menü auf die Seite zugreifen. Geht sicherlich dort auf per Erweiterung. Aber die spart man sich nun im Edge.

Eine Webseite als PWA installieren


Eine Webseite als PWA installieren können beide Browser. Das Edge-Team hat hier aber die Nase vorne, indem man die Auswahl hat eine PWA als Tab im Browser zu öffnen, als separate „App“, oder als „App mit Tabs“. Ein weiterer Vorteil in der geöffneten PWA ist, dass man die dortige Webseite auch laut vorlesen lassen kann.

Intelligentes Kopieren (Smart Copy)


Seit einem Monat biete der Edge in der Canary das intelligente Kopieren an. Damit kann man zum Beispiel Teile einer Tabelle kopieren, anstatt den gesamten Inhalt. Eine Funktion, die der Chrome derzeit noch nicht bietet.

Microsoft Dienste rein Google Dienste raus

Gleich von Anfang an hat Microsoft alles, was sich Google nennt, aus dem Browser entfernt und durch eigene Dienste ersetzt. Ist nichts Negatives, würde jeder Anbieter ebenso machen. Einige sehen es als Vorteil, andere wiederum müssen bei einem Wechsel auf Erweiterungen zurückgreifen, um die Google Dienste nutzen zu können, wie sie es vom Chrome gewohnt sind.

Sicherlich gibt es noch weitere Unterschiede. Aber die könnt ihr dann ja mal in einem Kommentar hinterlassen. Oder mal schreiben, wie ihr die Entwicklung des Edge Browsers in dem einen Jahr verfolgt habt und bewertet.

Alle Microsoft Edge Downloads auch Insider:

Microsoft Edge und die (positiven) Unterschiede gegenüber dem Google Chrome
weitere Artikel zu diesem Thema
zu den aktuellen News

18 Kommentare zu “Microsoft Edge und die (positiven) Unterschiede gegenüber dem Google Chrome

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzerklärung für diesen Kommentar.