Vergleichsportale Bundeskartellamt gibt offiziellen Bericht zur Untersuchung bekannt

Vergleichsportale sollten den Nutzern eigentlich die Suche nach einem Produkt erleichtern, um so den günstigsten Preis zu erkennen. Das Bundeskartellamt hat seit 2017 erst 150, dann die 36 relevantesten Vergleichsportale aus den Branchen Reisen, Energie, Versicherungen, Telekommunikation und Finanzen befragt.

Herausgekommen ist, dass die Portale mit Tricks arbeiten und man nicht blauäugig das erstbeste Angebot auch buchen sollte. Dürfte aber jedem inzwischen bekannt sein. Wenn sollte man immer mehrere Portale aufrufen, die nicht vom selben Anbieter stammen. Denn einige Anbieter von Produkten werden gar nicht erst gelistet, da sie die hohe Provision nicht bezahlen wollen.

Quelle Bundeskartellamt

So stehen bei Energie- und Telekommunikationstarifen einzelne Angebote „vor dem eigentlichen Ranking dar („Position 0“) und erhalten hierfür teilweise Zahlungen von den Anbietern, ohne dass der Verbraucher darüber informiert wird, dass es sich hierbei um Werbung bzw. eine Anzeige handelt.“

Oder: „Hinweise der Portale auf Knappheiten, Vorteile oder Exklusivangebote sind teilweise missverständlich formuliert und können Verbraucher v.a. im Reisebereich aber auch in anderen Branchen unter Druck setzen bzw. falsche Erwartungen wecken.“

Aber das ist noch nicht alles. Wer sich den Bericht einmal durchlesen möchte, sollte ihn hier in Ruhe durchlesen.

Das Problem aus meiner Sicht ist, dass die großen Vergleichsportale einen zu großen Druck auf die Anbieter ausüben können. Wer nicht zahlt, wird nicht gelistet. Ist ähnlich mit der Werbung auf Google. Schaltet man keine Werbung kauft niemand das Produkt, da es nicht bekannt ist. Also bleibt vielen nichts anderes übrig als Werbung zu schalten, oder die dicken Provisionen an die Portale zu zahlen. Traurig, aber leider wahr.

In einem Video zeigt das Bundeskartellamt wie man richtig mit Vergleichsportalen umgeht. Skepsis bei Super Angeboten ist also immer angesagt und wird sicherlich immer angesagt bleiben.

Vergleichsportale Bundeskartellamt gibt offiziellen Bericht zur Untersuchung bekannt
Artikel teilen
Über den Autor
ähnliche Artikel
vorheriger Artikel
nächster Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzerklärung für diesen Kommentar.