CPU-Lücke: Kaum Leistungseinbußen durch die Meltdown / Spectre Patches

Kaum war bekannt geworden, dass soweit alle CPUs ein gewaltiges Problem mit den später genannten Meltdown und Spectre hatte, kamen auch scho die ersten „Analysten“, die von 30%er Leistungseinbuße durch die Patches und Änderungen im Microcode ausgegangen sind. Aber dem ist nicht so. Es wurden nun synthetische Tests durchgeführt, die zeigen, dass es kaum Leistungseinbußen durch die aktuellen Patches gibt.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man derzeit nicht nur sein Betriebssystem, egal ob Windows (Mobile), Linux (Ubuntu will am 9.01. ein Update bereitstellen), Android oder Apples MocOS bzw. iOS immer auf dem aktuellen Stand hält. Auch die Browser sollten nicht nur in der nächsten Zeit immer aktuell gehalten werden. Einige haben ja schon ein Update bereitgestellt. Microsoft für den Edge und IE. Mozilla für seinen Firefox 57.0.4 und die anderen.

Microsoft hatte gestern geschrieben, dass bisher noch nicht bekannt sei, dass die Lücke schon ausgenutzt wurde. Ob dem so ist, sei einmal dahingestellt. Dass es ein kritisches Problem für alle ist zeigt, dass alle mit Hochdruck an einem Patch arbeiten. Sicherlich wird durch ein Softwareupdate nur die Möglichkeit eines Angriffs erschwert. Die einzigen, die dem wirklich etwas entgegensetzen können sind die CPU-Hersteller (Intel-Liste mit betroffenen CPUs), (ARM) indem sie den Microcode so verändern, dass der nun offene Speicherschutz nicht ausgenutzt werden kann.

Aber zurück zu den Leistungseinbußen. Hier können sich alle ruhig zurücklehnen. Techspot und auch Computerbase haben Tests durchgeführt. Dabei kam heraus, dass es kaum nennenswerte Einbußen bisher gibt. Einzig diejenigen, die NVMe Laufwerke haben, dort ist eine Verringerung der 4K-Leseperformance. Dies wirkt sich aber nicht auf Spiele aus. Eine Anwendung hingegen könnte mit geringer Verzögerung reagieren.

Auch wenn das Problem erst einmal bestehen bleibt ist es wichtig, dass man auf dem aktuellen Stand bleibt. Gerade beim surfen im Netz sollte man auf zusätzlichen Schutz, wie zum Beispiel uMatrix setzen. Diese Browsererweiterung verhindert, dass Skripte von Webseiten ausgeführt werden. Ansonsten können wir Nutzer derzeit nichts machen. Wichtiger ist es für die Rechenzentren mit ihren Servern. Denn wenn, werden die sicherlich eher das Angriffsziel, wenn es denn dazu kommt.

[Update 9.01.18] Auswirkungen von Spectre und Meltdown auf Windows-Systeme Terry Myerson klärt auf

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