Antivirenprogramm immer noch wichtig? Definitiv!

Bis Windows 7 gab es immer eine Faustregel: Betriebssystem installieren, Treiber installieren, Antivirus-Programm installieren und ab ins Internet.
Mit Windows 8 hat sich diese Prozedur geändert, da der Defender als Antiviren-Programm schon vorab im Betriebssystem integriert war. Wem der Defender nicht gefiel, der hat sich ein anderes Antiviren-Programm installiert.

Unter Windows 10 hat Microsoft die Integration des Defenders noch einmal erweitert. Aber mit Windows 10 wurden dann auch die Diskussionen auf Seiten und Foren angeheizt, dass der Defender völlig ausreichend sei. Man muss also kein Extra-Programm installieren, dass sich tief in das System eingräbt und auch die Leistung des Rechners durchaus verringert.

Auch ich stehe auf dem Standpunkt, dass der Defender völlig ausreicht. Man muss nur sein eigenes Verhalten anpassen. Aber dazu später mehr.

Das Problem der „dicken“ Suiten ist, dass sie einem Sicherheit vorgaukeln. Es werden Datenbanken genutzt, die beim Scan einen möglichen Virus entdecken, der aber keiner ist. Diese Meldung nennt man „fals positive“ (es könnte sein, dass…). Kann natürlich auch nerven und bietet keinen Mehrwert.

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Ein weiteres Problem ist, dass Microsoft mit Windows 10 sehr viele Änderungen unter der Haube vorgenommen hat und auch weiterhin regelmäßig durch die neuen Features in den kumulativen Updates vornimmt. So passiert es eben, dass externe Antiviren-Programme diese Änderung als Bedrohung ansehen (false positive), blockieren und es zu Problemen mit dem Startmenü, Cortana, Apps, sehr oft mit Windows Update und vielen anderen Komponenten kommen kann. Sogar bis zum völligen Stillstand von Windows 10, weil gar nichts mehr geht.

Dieses Problem haben nicht nur die Antiviren-Hersteller, sondern auch die sogenannten „Optimizer“. Dort werden neue Einträge in Windows 10 durch neue Features als „kann gelöscht werden“ angesehen und das Dilemma geht los.

Hilfe bieten dann meistens nur noch diese Tutorials bei uns im Wiki:

Natürlich muss sich jeder selbst entscheiden, was er installiert. Aber auch wenn man die beste Antiviren-Software installiert hat, gibt es Regeln die man beachten muss.
So sollte man von den Mails nur den „Kopf“ herunterladen und wenn man den Absender kennt, dann den Rest nachladen.
Anhänge sollten immer mit Vorsicht geöffnet werden und auch hier nur von vertraulichen Adressen.
Damit man auch immer sieht, was es für eine Datei ist, sollte man im Datei Explorer unter dem Reiter „Ansicht“ den Haken setzen bei „Dateinamenerweiterung“. Denn nur so kann man eine „Bild.jpg.exe“ erkennen. Ohne diese Einstellung würde eine „Bild.jpg“ angezeigt werden und schon hat man einen Virus, Malware oder sonstiges auf dem Rechner.

Bei Webseiten wird es immer schwierige, nicht auf „Phishing-Seiten“ hereinzufallen. Denn diejenigen, die solche gefälschten Seiten erstellen, werden immer besser. Auch solche Links kommen sehr oft über gut gemachte, aber eben gefälschte E-Mails.

Einige von euch werden sicherlich auch sagen „Antivirus-Programm? Brauche ich nicht“. Klar, auch das geht. Aber dafür sollte man schon sehr viel Wissen mitbringen. Ein „Normalo“ wäre hier überfordert und da hilft eben ein Antiviren-Programm.

Um einmal beim „Normalo“ zu bleiben. „Virus“ ist ein Begriff, den wohl jeder kennt. Aber bei „Spyware“, „Ransomware“, „Malware“ oder „Hoax“ sieht es dann schon anders aus. Mit diesen vielen Begriffen aus der Sicherheitswelt können viele dann schon nichts mehr anfangen.

Wer trotzdem auf ein externes Antivieren-Programm besteht, oder sich einmal einen Test von mehreren Programmen und auch die Erklärung der einzelnen Begriffe dazu durchlesen möchte, kann dies bei z.B. Netzsieger machen. Dort sind noch weitere interessante Hintergrundinfos aufgeschrieben worden.

Als Nachtrag noch: Windows Defender auch mit Malware-Schutz

Wer sich dann noch weiter mit dem Thema „Sicherheit im Netz“ beschäftigen will, sollte sich mal unsere Internet-Ratgeber ansehen:

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13 Kommentare zu “Antivirenprogramm immer noch wichtig? Definitiv!

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