Mit Home Assistant OS 18.4 steht ein neues Wartungsupdate für die Smart-Home-Plattform bereit. Die Entwickler kümmern sich diesmal vor allem um Fehler, die mit Version 18.3 und dem damals verwendeten Linux-Kernel aufgetreten waren. Dazu gehören Probleme mit VLAN-Verbindungen über Realtek-Netzwerkadapter und Ausfälle bestimmter Bluetooth-Dongles. Auch beim Systemstart und beim Zugriff auf USB-Speicher bessert das Update nach. Hinzu kommen neue Versionen wichtiger Systemkomponenten und mehrere Sicherheitskorrekturen. Die Entwickler empfehlen deshalb allen Nutzern den Umstieg auf Version 18.4.
Linux 6.18.58 korrigiert Fehler des Vorgängers
Home Assistant OS 18.4 setzt auf Linux 6.18.58 und beseitigt damit mehrere Regressionen aus Kernel 6.18.45. Eine davon betrifft die VLAN-Verarbeitung. Bestimmte Realtek-Netzwerkadapter hatten nach dem vorherigen Update Schwierigkeiten mit entsprechenden Verbindungen. Ein Kernel-Patch stellt die korrekte Verarbeitung der VLAN-Tags wieder her. Auch bei Bluetooth gibt es eine Korrektur. Adapter mit dem Realtek-Chipsatz RTL8761B und der USB-Kennung 0bda funktionierten unter dem bisherigen Kernel teilweise nicht mehr. Ein entsprechender Patch behebt das Problem. Zusätzlich bringt das Update neue Firmware für Bluetooth-Controller mit RTL8761CU mit. Weitere Änderungen betreffen den Startvorgang. Auf mehreren Plattformen korrigieren die Entwickler die Verwaltung der Bootversuche innerhalb der U-Boot-Skripte. Außerdem verzichten künftig sämtliche unterstützten Boards auf die EROFS-Deduplizierung.
Raspberry Pi: Anpassungen für USB-Speicher
Für den Raspberry Pi enthält Version 18.4 einige zusätzliche Korrekturen. Die Entwickler haben unter anderem die Hardware-Flusskontrolle angepasst und zwei bekannte Probleme mit USB-Speichercontrollern berücksichtigt. Beim Argon ONE M.2 betrifft das den ASMedia-Controller mit der Kennung 174c:1156. Auch der ASMedia ASM235CM, der beispielsweise im UGREEN CM300 steckt, erhält eine entsprechende Anpassung. In beiden Fällen deaktiviert Home Assistant OS die Unterstützung für das USB Attached SCSI Protocol (UAS). Stattdessen verwenden die Geräte den klassischen USB-Massenspeichermodus. Dieser erreicht unter Umständen geringere Übertragungsraten, kann aber Probleme beim Zugriff auf die Laufwerke vermeiden. Auf x86-64-Systemen ergänzt die neue Version außerdem die Unterstützung für die Pin-Steuerung von Intel-Jasper-Lake-Plattformen.
Docker, Buildroot und weitere Komponenten aktualisiert
Neben den Hardwarekorrekturen haben die Entwickler mehrere grundlegende Systemkomponenten auf den aktuellen Stand gebracht. Home Assistant OS 18.4 nutzt nun Buildroot 2025.02.19, Docker 29.8.2, containerd 2.3.6 und Go 1.27.3. Hinzu kommt tempio 2026.07.0. Das Buildroot-Update bringt außerdem einen aktualisierten Bestand vertrauenswürdiger CA-Zertifikate mit. Dieser enthält die Root-Zertifikate von eMudhra nicht mehr. Hintergrund sind kompromittierte Zwischenzertifikate, die über die entsprechende Zertifikatskette Vertrauen erhielten. Eine weitere Neuerung betrifft die Installationsabbilder. Home Assistant stellt dafür künftig neben den SHA-256-Prüfsummen auch eine Signaturdatei im Sigstore-Format bereit. Mit Cosign können Nutzer überprüfen, ob ein heruntergeladenes Image tatsächlich vom Home-Assistant-Projekt stammt und seit der Veröffentlichung unverändert geblieben ist. Home Assistant OS 18.4 bringt damit vor allem Fehlerkorrekturen für bestehende Installationen. Wer seit Version 18.3 Probleme mit Netzwerkverbindungen, Bluetooth oder USB-Speichern hat, dürfte von dem Update besonders profitieren. Aufgrund der enthaltenen Sicherheitskorrekturen empfiehlt sich die Aktualisierung aber auch auf Systemen, die bislang problemlos laufen.
