Ninkear gehört sicherlich noch nicht zu den Namen, die einem beim Notebook-Kauf als Erstes in den Sinn kommen. Dabei hat der Hersteller inzwischen eine recht breite Palette an Notebooks und Mini-PCs im Programm. Beim N16 Pro versucht man es mit einer Kombination aus großem Display, aktueller Intel-Hardware und vergleichsweise viel Speicher. Unser Testgerät kommt mit dem Intel Core Ultra 5 125H, 24 GB Arbeitsspeicher und einer 1 TB großen SSD. Beim Display setzt Ninkear auf ein 16 Zoll großes IPS-Panel mit 2.560 × 1.600 Pixeln und 120 Hz. Damit ist das N16 Pro klar eher auf viel Arbeitsfläche als auf möglichst kompakte Abmessungen ausgelegt. Ich hatte das Notebook einige Zeit im normalen Arbeitsalltag im Einsatz. Und dort macht es seine Sache tatsächlich ziemlich gut. Für mich persönlich gibt es allerdings einen Punkt, an dem wir auf Dauer keine Freunde werden: die Größe.
Schlicht gehalten und ordentlich verarbeitet
Beim Design macht Ninkear keine Experimente. Das N16 Pro kommt in einem dunkelgrauen Gehäuse daher, auf dessen Deckel lediglich das Herstellerlogo sitzt. Keine auffälligen Designelemente, keine RGB-Spielereien und auch sonst nichts, was unnötig Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das passt zu einem Gerät, das in erster Linie zum Arbeiten gedacht ist. Auch bei der Verarbeitung hatte ich während des Tests nichts Wesentliches auszusetzen. Das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck und fühlt sich nicht nach einem typischen Billig-Notebook an.
Natürlich kann Ninkear die Physik nicht überlisten. Mit seinem 16-Zoll-Display ist das N16 Pro ein ziemlich großes Gerät. Auf dem Schreibtisch stört das nicht, im Rucksack merkt man den Unterschied zu kompakteren Notebooks dagegen schnell. Ich selbst bin inzwischen fast ausschließlich im Bereich von 13 bis 14 Zoll unterwegs. Entsprechend war mir das N16 Pro auf Dauer schlicht etwas zu groß. Das kann man dem Notebook aber kaum zum Vorwurf machen. Wer sich bewusst für 16 Zoll entscheidet, möchte schließlich genau die zusätzliche Fläche, die mir unterwegs schon wieder zu viel ist.
Das Display gehört zu den Stärken des N16 Pro
Und zusätzliche Fläche gibt es reichlich. Das IPS-Panel löst mit 2.560 × 1.600 Pixeln auf und arbeitet mit 120 Hz. Gerade bei meinem üblichen Arbeitsablauf macht sich das schnell bezahlt. Browser und Texteditor nebeneinander, mehrere Dokumente oder einfach ein völlig eskalierter Bestand an Browser-Tabs: Auf 16 Zoll lässt sich das alles deutlich entspannter verteilen als auf einem kleineren Notebook.
Die Auflösung passt ebenfalls zur Displaygröße. Schriften werden sauber dargestellt und für den normalen Windows-Betrieb steht reichlich Arbeitsfläche zur Verfügung. Noch deutlicher merkt man im Alltag die 120 Hz. Natürlich braucht niemand zwingend eine hohe Bildwiederholrate, um einen Artikel zu schreiben oder durch Webseiten zu scrollen. Hat man sich einmal daran gewöhnt, wirken 60-Hz-Displays trotzdem schnell etwas träge. Scrollen, Animationen und Fensterbewegungen laufen auf dem N16 Pro sichtbar flüssiger. Das Display war während des Tests deshalb einer der Punkte, die mir am Gerät am besten gefallen haben. Ironischerweise hängt daran gleichzeitig mein größtes persönliches Problem mit dem Notebook: Um dieses Display herum steckt eben ein 16-Zoll-Gerät.
Core Ultra 5 125H und 24 GB RAM reichen für den Alltag locker aus
Beim Prozessor setzt unser Modell auf Intels Core Ultra 5 125H aus der Meteor-Lake-Generation. Der Chip bringt insgesamt 14 Kerne und 18 Threads mit und kombiniert Performance-, Efficiency- und Low-Power-Efficiency-Kerne. Dazu verbaut Ninkear in unserer Variante 24 GB LPDDR5 und eine 1 TB große NVMe. Im normalen Arbeitsalltag gab es an der Leistung wenig auszusetzen. Zahlreiche offene Browser-Tabs, Office-Anwendungen und weitere Programme im Hintergrund brachten das N16 Pro nicht aus dem Tritt. Gerade die 24 GB RAM sind dabei eine angenehme Größe. Man liegt oberhalb der weiterhin verbreiteten 16 GB, ohne gleich in einer deutlich teureren 32-GB-Konfiguration zu landen. Für die Grafikausgabe ist die im Core Ultra 5 integrierte Intel-Arc-Grafik zuständig. Damit wird aus dem N16 Pro natürlich kein Gaming-Notebook. Das will es aber auch überhaupt nicht sein. Für den normalen Windows-Betrieb, Multimedia und die typischen Anwendungen eines Arbeitsrechners ist die integrierte Lösung vollkommen ausreichend. Wer hauptsächlich schreibt, recherchiert, mit Office arbeitet, Bilder bearbeitet oder einfach viele Anwendungen gleichzeitig offen hält, sollte mit der Leistung des Core Ultra 5 125H kaum Probleme bekommen.
Große Tastatur mit Nummernblock – allerdings QWERTY
Die Größe des Gehäuses hat noch einen weiteren Vorteil: Ninkear muss bei der Tastatur nicht sonderlich geizen. Neben dem normalen Tastenfeld findet auch ein separater Nummernblock Platz. Die Tastatur ist beleuchtet und ließ sich während des Tests ordentlich nutzen. Unterhalb sitzt ein großes Touchpad. In dessen linker oberer Ecke hat Ninkear zusätzlich einen Fingerabdrucksensor untergebracht, über den sich Windows schnell entsperren lässt. Bei unserem Modell gibt es allerdings einen Haken, den man vor dem Kauf kennen sollte: Die Tastatur ist physisch im QWERTY-Layout beschriftet. Windows auf Deutsch umzustellen ist natürlich kein Problem. Wer ohnehin blind schreibt, dürfte sich daran kaum stören. Die Taste mit dem aufgedruckten „Y“ liefert dann eben ein „Z“ und umgekehrt. Wer sich bei der Eingabe stärker an der Beschriftung orientiert, muss trotzdem nicht dauerhaft mit den falschen Zeichen leben. Im Lieferumfang befinden sich Aufkleber für zahlreiche Tastaturlayouts, darunter auch Deutsch. Damit lässt sich die Tastatur entsprechend anpassen. Funktional funktioniert das. Trotzdem würde ich eine direkt ab Werk erhältliche QWERTZ-Version bevorzugen. Tastaturaufkleber bleiben am Ende eben Tastaturaufkleber. Ob das stört, hängt stark davon ab, wie man mit seinem Notebook arbeitet.
Bei den Anschlüssen wurde erfreulich wenig weggespart
Während bei vielen aktuellen Notebooks ohne USB-C-Hub kaum noch etwas geht, ist das N16 Pro bei den Anschlüssen ziemlich klassisch unterwegs. Auf beiden Seiten verteilt finden sich insgesamt drei USB-A-Ports und zwei USB-C-Anschlüsse. Dazu kommen HDMI, ein microSD-Kartenleser und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse.
Das klingt zunächst unspektakulär, ist im Alltag aber praktisch. Einen USB-Stick oder eine externe SSD anschließen und gleichzeitig einen Monitor über HDMI betreiben, ohne erst nach einem Adapter zu suchen – genau so sollte es bei einem Arbeitsnotebook eigentlich sein.
Auch für Fotografen oder Nutzer anderer Geräte mit microSD-Karten ist der integrierte Kartenleser eine nette Ergänzung. Dass Ninkear trotz USB-C nicht sämtliche klassischen Anschlüsse gestrichen hat, passt gut zum N16 Pro. WLAN 6 und Bluetooth 5.2 übernehmen die drahtlose Verbindung.
USB-C-Ladekabel ja, Netzteil ebenfalls ja
Auch geladen wird über USB-C. Damit braucht es keinen proprietären Netzteilanschluss und vorhandene USB-C-Ladegeräte können grundsätzlich weiterverwendet werden. Bei unserem Gerät gab es beim Auspacken allerdings eine kleine Überraschung: Im Karton lag neben einem USB-C-Ladekabel, auch ein Netzteil bei.
Als Arbeitsgerät macht das N16 Pro wenig falsch
Nach einiger Zeit mit dem Notebook blieb vor allem ein ziemlich unspektakulärer Eindruck zurück – und das ist in diesem Fall positiv gemeint. Das N16 Pro macht im Alltag einfach seinen Job. Windows läuft flott, die 24 GB RAM bieten genügend Luft für Multitasking und das große Display ist insbesondere dann angenehm, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig auf dem Bildschirm landen. Auch die vielen Anschlüsse passen dazu. Man muss nicht bei jedem USB-Stick nach einem Adapter suchen und für einen externen Bildschirm steht direkt HDMI bereit. Das Notebook eignet sich deshalb aus meiner Sicht vor allem für Nutzer, die einen mobilen Arbeitsrechner suchen, ihn aber nicht jeden Tag möglichst leicht durch die Gegend tragen müssen. Zwischen Schreibtisch, Homeoffice und gelegentlichen Außenterminen funktioniert das Konzept gut.
Für meinen eigenen dauerhaften Einsatz würde ich trotzdem wieder zu einem kleineren Notebook greifen. Ich habe mich schlicht zu sehr an 13 und 14 Zoll gewöhnt. Das N16 Pro hat mich während des Tests technisch nicht gestört – mir ist es einfach zu groß. Wer genau diese Größe sucht, dreht die Bewertung entsprechend um: Dann wird aus meinem Kritikpunkt einer der größten Vorteile des Gerätes.
Beim Kauf genau auf die Ausstattung achten
Etwas unübersichtlich wird es beim Preis, weil das N16 Pro in verschiedenen Konfigurationen angeboten wird. Unsere Testversion mit Core Ultra 5 125H, 24 GB RAM und 1 TB SSD wird bei Banggood zum Zeitpunkt dieses Artikels für rund 608 Euro (Couponcode BGf80f40) angeboten. Bei Amazon findet sich das N16 Pro ebenfalls. Dort werden derzeit rund 799 Euro aufgerufen, allerdings für eine andere Hardwareausstattung. Dieses Modell kommt mit einem Intel Core i7-12700H, 16 GB DDR4-RAM und einer 1 TB großen SSD. Allein anhand des Modellnamens sollte man die Angebote deshalb nicht vergleichen. Der Unterschied steckt im Detail – und insbesondere bei Prozessor und Arbeitsspeicher handelt es sich nicht um dieselbe Konfiguration. Für rund 608 Euro finde ich unsere getestete Variante durchaus interessant. Core Ultra 5 125H, 24 GB RAM, 1 TB SSD und ein 16-Zoll-Display mit 2.560 × 1.600 Pixeln und 120 Hz ergeben ein ordentlich ausgestattetes Arbeitsnotebook.
Perfekt ist das N16 Pro trotzdem nicht. Eine native deutsche Tastatur würde ich den beiliegenden Aufklebern jederzeit vorziehen. Grundlegend störend empfand ich diesen Umstand während der eigentlichen Nutzung allerdings weniger, als ich erst dachte. Die Leistung stimmt, das Display macht Spaß und bei der Anschlussausstattung muss man sich nicht permanent mit Adaptern behelfen. Ob ich das N16 Pro dauerhaft nutzen würde? Nein. Dafür sind mir 16 Zoll inzwischen einfach zu groß. Wer dagegen genau diese Bildschirmfläche sucht und mit der QWERTY-Tastatur beziehungsweise den beiliegenden Aufklebern leben kann, bekommt hier für aktuell rund 600 Euro ziemlich viel Notebook fürs Geld.





ich schaue bei Notebooks zuerst immer auf die Unterseite, weil ich so ein Ding gerne auch mal auf dem Sofa auf dem Schoß benutze.
Wenn dort so viele Lüftungsschlitze sind, egal ob zum Ansaugen oder zum Auspusten von Luft, bin ich schon mal raus. So oder so wird es dem Gerät oder mir dann irgendwann zu heiß.
Aber noch eine andere Sache gefällt mir bei Ninkear nicht:
Treiber und Support.
hier: https://de.ninkear.com/pages/service
finde ich nichts und hier:
https://ninkear.com/de/pages/drivers-download?
finde ich Treiber etc. die bei Mega.nz gehostet sind. Die Übersicht ist sehr „übersichtlich“.
So muss eine Supportseite für ein Produkt aussehen:
https://pcsupport.lenovo.com/de/de/products/laptops-and-netbooks/thinkpad-x-series-laptops/thinkpad-x1-carbon-13th-gen-type-21ns-21nt/downloads/driver-list
hi,
leider hat der Author nichts darüber geschrieben wie sich das Notebook mit den Akku verhäldt.
wie lange läuft das Notebook im Akku Betrieb ? Wie lange dauert das aufladen ?
Was es das für ein RAM Bestückung bei 24GB LPDDR5 ? Ist das RAM aufrüstbar ?
für 608,-€ erhält man viel Notebook, bei einem Namhaften Hersteller wäre das Gerät sicherlich deutlich teurer.
p.s. wenn ich den Link zu Banggood aufrufe sehe ich das das Notbook für 574,16€ angeboten wird. Koomt da noch Zoll drauf ?
Ja, schon wieder so ein NoName-Notebook.
Aber im Gegensatz zu vorherigen Tests stimmt hier wenigstens der Preis.
Aber wer importiert sowas ohne Deutsche Tastatur?
Unter Umständen KÖNNTE ja so ein abweichendes Angebot wenigstens Eine haben…
Aber der mangelhafte Support (gibt´s da wenigstens ein einigermassen aktuelles UEFI-Bios?) ist zumindest langfristig ein echtes Manko. Für so einen echten „SelfService-Nerd“ kann das ja aber – fast – egal sein…
Auch könnte man ja auch mal zu Abwechselung so ein echtes Marken-Laptop testen – nur allein mal einen qualitativen Unterschied zu dokumentieren.
Was ich allerdings sehr vermisse ist ein objektives Benchmarking der Hardware – vor allem Anderen der Grafik!
So subjektive Aussegen sind bei so einer Hardware völlig nutzlos….
Und – ob man´s glaubt oder nicht – so manches Notebook scheitert schon daran so einen 3D-Mark Test bis zum Ende durch zu arbeiten.
Servus. Das Gerät ist von einem chinesischen Hersteller und bietet eine Gewährleistung an. Im Falle dieser, frage ich mich, ob ich mein gutes Recht dann überhaupt durchsetzen könnte. Und wie viel es kostet (Versand) und wie lange der Vorgang dauert. Fazit: Es ist für mich „Wegwerfelektronik“. Möchte ich nicht kaufen.