Synology DSM 7.4 startet: Mehr NAS-Modelle kompatibel als zunächst angenommen

Synology startet mit DSM 7.4 die nächste Version seines NAS-Betriebssystems. Im Vorfeld hatte es einige Verwirrung um die Modellunterstützung gegeben. Nach ersten Informationen rund um die Computex sah es zunächst so aus, als würde Synology ältere NAS-Systeme deutlich stärker vom Update ausschließen. Nach den dem Release fällt die Kompatibilität aber breiter aus. Der entscheidende Punkt ist die Trennung zwischen dem eigentlichen Betriebssystem-Update und einzelnen neuen Funktionen. DSM 7.4 wird auf deutlich mehr Geräten laufen als zunächst angenommen. Die Einschränkungen betreffen vor allem das neue Feature „Storage Efficiency“, nicht aber grundsätzlich die Installation von DSM 7.4.

DSM 7.4 kommt auf fast alle DSM-7.3-Systeme

Nach der aktuellen Kompatibilitätsliste gilt: Alle Geräte, die DSM 7.3 unterstützt haben, sollen auch DSM 7.4 erhalten. Eine Ausnahme gibt es allerdings. Die DiskStation DS216se wird das Update nicht mehr bekommen. Damit bleiben viele ältere und weiterhin verbreitete NAS-Systeme im Update-Zyklus. Das betrifft nicht nur aktuelle Plus- und XS-Modelle, sondern auch zahlreiche Systeme aus den 20er-, 19er-, 18er-, 17er- und 16er-Reihen. Gerade für Nutzer, die ihre DiskStation im privaten Umfeld, im Homeoffice oder in kleinen Büros einsetzen, ist das eine wichtige Klarstellung. Unterstützt werden außerdem die FS-Serie, die HD6500, zahlreiche SA-Systeme, aktuelle RackStations und viele DiskStations. Auch VirtualDSM bleibt in der Liste enthalten.

Storage Efficiency ist nicht auf allen Geräten verfügbar

Die ursprüngliche Verwirrung dürfte vor allem durch die neue Funktion „Storage Efficiency“ entstanden sein. Diese Funktion ist nicht automatisch auf jedem Gerät verfügbar, das DSM 7.4 installieren kann. Synology knüpft sie an bestimmte technische Voraussetzungen und Modellreihen. Storage Efficiency soll Speicherplatz durch Deduplizierung und Kompression effizienter nutzen. Das ist vor allem bei Backups, virtuellen Maschinen oder Datenbeständen mit vielen wiederkehrenden Strukturen interessant. Die Funktion stellt aber höhere Anforderungen an Hardware und Plattform. Deshalb wird sie nur auf ausgewählten Systemen freigeschaltet. Wer also ein älteres NAS besitzt, muss unterscheiden: DSM 7.4 als Betriebssystem kann verfügbar sein, während Storage Efficiency trotzdem fehlt. Genau dieser Unterschied war in den ersten Informationen nicht immer klar erkennbar.

Unterstützte Modelle reichen weit zurück

Die Kompatibilitätsliste fällt deutlich breiter aus als zunächst erwartet. Synology führt nicht nur aktuelle Plus- und XS-Modelle auf, sondern auch zahlreiche ältere DiskStations, RackStations sowie Systeme aus den FS-, HD- und SA-Reihen. Für viele Nutzer ist vor allem wichtig: Auch weit verbreitete Modelle wie DS920+, DS720+, DS220+, DS918+, DS718+ oder DS218+ bleiben berücksichtigt. Sogar Teile der 16er-Generation erhalten DSM 7.4 noch. Eine Ausnahme nennt Synology allerdings: Die DS216se ist nach aktuellem Stand nicht mehr dabei. Damit liegt die Grenze deutlich weniger hart, als es nach den ersten Informationen rund um die Computex zunächst wirkte. Nicht mehr enthalten ist nach aktuellem Stand die DS216se. Für dieses Modell endet die Unterstützung mit DSM 7.4 offenbar.

Update nicht blind auf Produktivsysteme werfen

Auch wenn die breite Kompatibilität eine gute Nachricht ist, sollten Nutzer das Update nicht unüberlegt auf produktiven Systemen installieren. DSM 7.4 bringt neue Funktionen, Änderungen an Paketen und möglicherweise Anpassungen, die sich auf bestehende Workflows auswirken können. Das gilt besonders für Systeme mit Container Manager, Virtualisierung, speziellen Backup-Aufgaben, Drittanbieter-Paketen oder geschäftskritischen Freigaben. Vor dem Update sollten ein aktuelles Backup, ein Blick in die Paketkompatibilität und eine kurze Prüfung der eigenen Dienste selbstverständlich sein.

Wichtige Korrektur zur Update-Versorgung

Die wichtigste Nachricht zur Veröffentlichung von DSM 7.4 lautet damit: Synology zieht die Update-Grenze nicht so hart, wie es zunächst den Eindruck machte. Viele ältere NAS-Systeme bleiben weiter dabei. Einschränkungen gibt es vor allem bei neuen, hardwareabhängigen Funktionen wie Storage Efficiency. Für Besitzer älterer DiskStations ist das eine spürbare Entwarnung. Wer bisher DSM 7.3 einsetzen konnte, dürfte in den meisten Fällen auch DSM 7.4 erhalten. Nur beim Funktionsumfang lohnt der genaue Blick ins Detail, denn nicht jede Neuerung landet automatisch auf jedem unterstützten NAS.

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