Mit dem angekündigten Führungswechsel bei Apple bekommt der Abschied von Tim Cook eine persönliche Note. Der amtierende CEO hat sich mit einem offenen Brief an Nutzer und Wegbegleiter gewandt und dabei deutlich emotionaler formuliert als man es aus Cupertino sonst kennt. Nach rund 15 Jahren an der Unternehmensspitze blickt er zurück – ohne dabei den nächsten Schritt aus den Augen zu verlieren.

Rückblick auf 15 Jahre an der Spitze
Cook spricht in seinem Schreiben von einer „Ehre und einem Privileg“. Das wirkt nicht aufgesetzt, denn seine Amtszeit fällt in eine Phase, in der Apple wirtschaftlich wie strategisch massiv gewachsen ist. Das iPhone blieb der zentrale Pfeiler, gleichzeitig hat sich das Unternehmen aber deutlich breiter aufgestellt.
Vor allem das Servicegeschäft wurde konsequent ausgebaut. Hinzu kamen Produktlinien, die heute selbstverständlich wirken, zum Start aber durchaus Risiko bedeuteten. Apple Watch und AirPods sind dafür die besten Beispiele. Parallel dazu hat Apple mit eigenen Chips eine grundlegende Weichenstellung vorgenommen, die den Konzern langfristig unabhängiger gemacht hat.
John Ternus übernimmt als neuer CEO
Mit John Ternus rückt ein Manager nach, der intern seit Jahren eine zentrale Rolle spielt. Als Hardware-Chef war er an vielen aktuellen Produkten direkt beteiligt und kennt die Strukturen aus dem operativen Geschäft. Cook beschreibt ihn als klaren Denker mit technischem Fokus. Das passt ins Bild. Die Entscheidung wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Fortsetzung mit anderem Schwerpunkt. Die Technik rückt stärker in den Mittelpunkt, ohne dass die bisherige Linie komplett verlassen wird.
Cook bleibt Apple erhalten
Ganz zieht sich Cook nicht zurück. Künftig übernimmt er die Rolle des Executive Chairman und bleibt damit Teil der Unternehmensführung. Wie sichtbar er in dieser Position sein wird, ist offen. Fest steht jedoch, dass Apple auf seine Erfahrung nicht verzichten muss. Gerade in einem Umfeld, das von Regulierung, geopolitischen Spannungen und wachsendem Druck auf große Tech-Konzerne geprägt ist, dürfte diese Kontinuität gewollt sein.
Persönlicher Dank an die Nutzer
Am Ende seines Briefes verlässt Cook die gewohnte Vorstandsperspektive. Der Ton wird persönlicher, fast schon ungefiltert. Er bedankt sich nicht im Namen des Unternehmens, sondern ausdrücklich als Einzelperson. Das wirkt weniger wie ein klassischer Abschied und eher wie ein sauber vorbereiteter Übergang. Cook macht klar, dass er nicht verschwindet, sondern lediglich die Rolle wechselt. Für Apple beginnt damit ein neuer Abschnitt – ohne kompletten Neustart.
Ziemlich viele Vorschusslorbeeren für John Ternus.
Vielleicht ist es aber auch bloss der übertriebene Stil, den man von Apple gewohnt ist.
fast alles drin, wie immer:
perfect – brilliant – beautiful – meaningful – extraordinary – incredible – greatest
Amazing und awesome fehlen.
Keine Sorge. „Amzaing“ und „Awesome“ werden dann von John Ternus in seinem Begrüssungs- und Dankesschreiben für das entgegengebrachte Vertrauen ergänzt.
Ich werde Cook nicht vermissen. Ich hoffe der neue CEO ist weniger Woke.
Nun, ich denke, John Ternus ist brilliant, extraordinary und vor allem incredibly awesome.