Google baut seine Suche seit einiger Zeit immer stärker um. Statt klassischer Trefferlisten stehen bei vielen Anfragen inzwischen KI-Zusammenfassungen, Infoboxen, Shopping-Elemente und weitere Zusatzmodule im Vordergrund. Was Google als komfortable Hilfe verkauft, nervt allerdings viele Nutzer. Wer einfach nur klassische Webtreffer sehen möchte, kann die Google-Suche mit einem einfachen Parameter wieder deutlich aufräumen. Wird dieser Parameter an eine Google-Suche angehängt, öffnet Google direkt die sogenannte Web-Ansicht. Diese konzentriert sich deutlich stärker auf klassische Suchtreffer und blendet die KI-Zusammenfassungen sowie viele weitere Elemente der modernen Google-Oberfläche aus.

Google Websuche direkt aufrufen
Die passende Suchadresse lautet:
https://www.google.com/search?q=%s&udm=14
Das %s steht dabei für die jeweilige Suchanfrage. Viele Browser nutzen diese Schreibweise, wenn eine eigene Suchmaschine eingerichtet wird. Sobald der Eintrag als Standardsuche verwendet wird, landen Suchanfragen direkt in der aufgeräumten Web-Ansicht von Google.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Es handelt sich nicht um eine offizielle Einstellung zum Abschalten der Google KI. Google bietet derzeit keinen einfachen Schalter an, mit dem sich AI Overviews dauerhaft deaktivieren lassen. Der Parameter ruft vielmehr gezielt den Web-Filter der Google-Suche auf. Genau dieser Umweg macht ihn aber für viele Nutzer praktisch.
So richtet man die Suche in Chrome ein
In Google Chrome lässt sich die klassische Websuche als eigene Suchmaschine anlegen. Dafür öffnet man die Einstellungen und wechselt zu „Suchmaschine“. Anschließend geht es zu „Suchmaschinen und Websitesuche verwalten“. Dort kann unter „Websitesuche“ ein neuer Eintrag hinzugefügt werden.
Die Felder können zum Beispiel so ausgefüllt werden:
Suchmaschine: Google Web
Kürzel: googleweb
URL mit %s statt Suchanfrage: https://www.google.com/search?q=%s&udm=14
Anschließend lässt sich der neue Eintrag über das Menü als Standardsuchmaschine festlegen. Danach laufen Suchanfragen über die Adresszeile direkt über die klassische Web-Ansicht von Google.
Auch Edge, Brave und andere Chromium-Browser funktionieren
Da Microsoft Edge, Brave und viele weitere Browser auf Chromium basieren, funktioniert das Prinzip dort ähnlich. Auch hier wird eine eigene Suchmaschine angelegt, bei der die URL mit dem Parameter &udm=14 ergänzt wird.
Für Edge kann alternativ auch folgende Variante genutzt werden:
{google:baseURL}search?q=%s&udm=14
In den meisten Fällen ist die vollständige URL allerdings verständlicher und universeller:
https://www.google.com/search?q=%s&udm=14
Falls der Browser den Eintrag nicht speichern möchte, liegt es häufig an einem bereits vorhandenen Namen oder Kürzel. Dann hilft es, statt „Google“ einfach „Google Web“ oder „Google ohne KI“ zu verwenden. Das Kürzel darf ebenfalls nicht bereits vergeben sein.
Warum der Trick für viele Nutzer interessant ist
Die Kritik an KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen reißt nicht ab. Viele Nutzer wollen keine automatisch erstellten Antworten, sondern weiterhin selbst entscheiden, welche Quellen sie öffnen und bewerten. Hinzu kommt, dass KI-Antworten je nach Thema unvollständig, falsch gewichtet oder schlicht störend sein können. Gerade bei technischen Fragen, aktuellen Nachrichten, rechtlichen Themen oder Produktsuchen kann es sinnvoll sein, direkt auf die ursprünglichen Treffer zuzugreifen. Die klassische Websuche liefert zwar ebenfalls keine perfekte Trefferliste, sie lässt dem Nutzer aber mehr Kontrolle über die Auswahl der Quellen.
Keine Garantie für die Ewigkeit
Der Parameter udm=14 funktioniert derzeit als einfacher und sauberer Weg zur klassischen Google-Websuche. Trotzdem sollte man ihn nicht als dauerhaft garantierte Funktion verstehen. Google kann URL-Parameter, Suchfilter und interne Darstellungen jederzeit ändern. Solange der Web-Filter aber vorhanden ist, bleibt dieser Weg eine praktische Möglichkeit, die Suche wieder näher an die klassische Trefferliste heranzubringen. Für alle, die von KI-Zusammenfassungen und überladenen Suchseiten genervt sind, ist der Trick daher einen Blick wert. Statt Google komplett zu ersetzen, reicht oft schon eine kleine Änderung an der Suchadresse.
Danke an Ben für den Tipp!
Einer kleiner Tipp, der einem viel Stress bei sowas ersparen kann:
Chrome erlaubt es niemals, die URL der aktuellen Standardsuchmaschine zu ändern. Editiert man diese, so wird sie beim nächsten Chrome Start wieder zurückgesetzt.
Will man die Änderung dauerhaft beibehalten, muss man erst eine andere Suchmaschine als Standard setzen, dann die gewünschte Suchmaschinen-URL editieren und zuletzt die fertig editierte Suchmaschine wieder als Standard setzen.
weiss jemand, ob man das irgendwie automatisieren kann? Sagen wir mal für Edge Chromium.
Also entweder einen Registry Eintrag, ein Powershell Script oder eine Preferences Datei …?