Snapmaker U1 startet weltweit: Multicolor-3D-Druck mit vier Werkzeugköpfen

Snapmaker erweitert sein Portfolio um einen neuen Desktop-3D-Drucker. Der Snapmaker U1 soll ab 10. April in den Verkauf gehen. Snapmaker setzt den aktuellen Vorbestellerpreis mit 849 US-Dollar an. Das Gerät richtet sich vor allem an Anwender, die mehrfarbige oder materialübergreifende Drucke erstellen möchten. In diesem Bereich kämpfen viele Systeme mit langen Wartezeiten beim Filamentwechsel und erheblichem Materialverlust.

Foto: Deskmodder

Vier Extruder statt Filamentwechsel

Der U1 verfolgt hier einen anderen Ansatz. Statt ein einzelnes Hotend mit wechselndem Filament zu betreiben, arbeitet der Drucker nämlich mit vier separaten Werkzeugköpfen. Dabei ist jeder Extruder bereits mit einem eigenen Material bestückt. Wenn also zwischen Farben oder Materialien gewechselt werden muss, wird nicht einfach das Filament ausgetauscht, sondern stattdessen der komplette Werkzeugkopf gewechselt. Laut Snapmaker dauert dieser Vorgang dabei nur wenige Sekunden.

Foto: Deskmodder

Der Vorteil liegt auf der Hand: Bei vielen Multicolor-Systemen hingegen muss beim Farbwechsel zunächst Filament durch die Düse gespült werden. Dadurch entstehen häufig größere Mengen an Materialabfall. Durch den Wechsel des Werkzeugkopfes hingegen lässt sich dieser Effekt deutlich reduzieren, weil nur sehr wenig Filament verloren geht.

Hohe Druckgeschwindigkeit

Auch beim Tempo bewegt sich der U1 im Bereich moderner High-Speed-3D-Drucker. Der Hersteller nennt bis zu 500 mm/s Druckgeschwindigkeit sowie eine maximale Beschleunigung von 20.000 mm/s². Gerade bei komplexeren Drucken mit mehreren Materialien oder Farben kann sich die höhere Geschwindigkeit bemerkbar machen.

Bauraum mit 270 Millimetern Kantenlänge

Das Bauvolumen liegt bei 270 × 270 × 270 Millimetern. Damit lassen sich entweder größere Objekte am Stück fertigen oder mehrere Bauteile gleichzeitig drucken. Der Drucker unterstützt sowohl mehrfarbige Drucke als auch Kombinationen verschiedener Materialien.

Software und Drucküberwachung

Als Software setzt Snapmaker auf Snapmaker Orca. Die Anwendung enthält Profile für eigene Materialien und soll die Einrichtung erleichtern. Zusätzlich lässt sich der Drucker über eine mobile App überwachen. Dazu gehört auch eine Kamerafunktion, mit der sich der Druckprozess beobachten lässt. Ein Analyse-System soll typische Druckfehler – etwa sogenannte Spaghetti-Fehler – erkennen.

Kickstarter-Start und erster Eindruck auf der Formnext

Der Snapmaker U1 war bereits im vergangenen Jahr über eine Kickstarter-Kampagne angekündigt worden. Die Crowdfunding-Phase stieß auf großes Interesse in der Maker-Szene. Auf der Formnext 2025 konnten wir uns den Drucker außerdem bereits aus der Nähe ansehen.

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