CATLINK Open-X im Test: Gutes Katzenklo, teure Treppe

Ein selbstreinigendes Katzenklo soll vor allem eine Aufgabe übernehmen: das regelmäßige Aussieben der Hinterlassenschaften. Beim CATLINK Open-X kommen eine offene Bauweise, eine App und eine integrierte Gewichtsmessung hinzu. Ich habe mir die automatische Katzentoilette zusammen mit der passenden Treppe im Alltag mit meinen beiden Katzen angesehen. Die Reinigung nimmt mir tatsächlich Arbeit ab. Ganz ohne Nachbesserungsbedarf kommt das Open-X allerdings nicht aus, und beim Preis der Treppe hört mein Verständnis ziemlich schnell auf.

Foto: Deskmodder

Lieferumfang, Aufbau und Verarbeitung

Der Aufbau des CATLINK Open-X war unkompliziert und in der Anleitung verständlich erklärt. Das benötigte Zubehör lag vollständig bei. Dazu gehören unter anderem die vier Standfüße, das Netzteil, der Siebeinsatz, der Abfallbehälter und eine Rolle Müllbeutel. Bei der Montage musste ich deshalb weder lange rätseln noch fehlenden Teilen hinterherlaufen. Die passende Treppe ist separat erhältliches Zubehör.

Auch die Verarbeitung gefällt mir sehr gut. Das Gehäuse und die einzelnen Bauteile machen einen hochwertigen Eindruck, insgesamt wirkt die Katzentoilette sauber verarbeitet. Hier habe ich im Test nichts auszusetzen.

Die offene Bauweise fällt direkt auf. Die Katzen müssen nicht durch einen kleinen Eingang in ein geschlossenes Gehäuse steigen, sondern können den Toilettenbereich von oben gut überblicken. Dass sie das neue Katzenklo deshalb sofort annehmen, sollte man trotzdem nicht voraussetzen.

Eingewöhnung: Meine Katzen brauchten ungefähr zwei Wochen

Meine beiden Katzen haben etwa zwei Wochen gebraucht, um sich an das CATLINK Open-X zu gewöhnen. Das war also keine Sache von Auspacken, Aufstellen und sofortiger Begeisterung. Gerade am Anfang würde ich das bisherige Katzenklo deshalb unbedingt weiter danebenstehen lassen.

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Bei mir ist die normale Katzentoilette sogar weiterhin im Einsatz. Eine meiner Katzen erledigt ihr großes Geschäft nach wie vor ausschließlich dort. Der anderen ist es egal, welche Toilette sie nutzt. Das Open-X wird also angenommen, ersetzt in meinem Haushalt aber nicht sämtliche bisherigen Toilettengänge.

Für mich gehört diese Erfahrung zu einem Test dazu: Die Technik kann noch so viele Funktionen bieten, am Ende entscheiden die Katzen selbst, ob und wofür sie die neue Toilette nutzen. Etwas Geduld und eine vertraute Alternative sollte man daher einplanen.

Automatische Reinigung: Gute Ergebnisse mit gelegentlicher Nacharbeit

Die eigentliche Reinigung funktioniert im Alltag überwiegend problemlos. Die drehbare Kammer bewegt das Streu durch den Siebeinsatz, sodass Klumpen von der weiterverwendbaren Streu getrennt und in den Abfallbehälter befördert werden. Das regelmäßige Aussieben übernimmt damit die Toilette.

Vollständig von Handarbeit befreit ist man trotzdem nicht. Manchmal bleiben Rückstände am Gitter hängen. Außerdem landet gelegentlich Katzenstreu im Bereich zwischen der drehbaren Kammer und dem Gehäuse. Diese Stellen sollte man im Blick behalten und bei Bedarf nachreinigen.

Das ändert für mich nichts daran, dass das Open-X eine spürbare Erleichterung ist. Es übernimmt einen großen Teil der Routine, benötigt aber weiterhin Pflege. Die Bezeichnung „selbstreinigend“ sollte man entsprechend auch verstehen.

Etwas zurückhaltender dürfte die Geräuschentwicklung ausfallen. Während der Reinigung ist die Toilette hörbar, und ich würde mir einen leiseren Betrieb wünschen. Bei der Wahl des Aufstellorts sollte man das berücksichtigen, gerade wenn sich das Katzenklo in der Nähe des Wohn- oder Schlafbereichs befindet.

Sensoren: Schutzfunktion mit störenden Aussetzern

Solange eine Katze in der Toilette ist, startet im beobachteten Betrieb keine Reinigung. Die Erkennung soll verhindern, dass sich die Kammer während der Benutzung bewegt. Diese Schutzfunktion ist bei einem automatischen Katzenklo entsprechend wichtig.

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Allerdings gab es bei mir auch Situationen, in denen die Sensorerkennung offenbar auslöste, obwohl keine Katze in der Toilette war. Dabei blieb die Kammer in der Reinigungsposition hängen und kehrte nicht in die offene Ausgangsstellung zurück. Die Toilette stand den Katzen dann nicht wie gewohnt zur Verfügung.

Das ist für mich der deutlichste Kritikpunkt am Gerät. Ein automatisches Katzenklo soll zuverlässig seine Arbeit erledigen. Wenn es wegen einer fehlerhaften Erkennung mitten im Ablauf stehen bleibt, geht ein Teil dieses Komforts verloren. Die genaue technische Ursache lässt sich aus meinen Beobachtungen nicht bestimmen. An der Zuverlässigkeit sollte CATLINK hier aber nachbessern.

Streumenge und Abfallbehälter reichen im Alltag aus

Die mögliche Streufüllung ist für meinen Alltag ausreichend. Den Abfallbehälter gibt CATLINK mit einem Volumen von zwölf Litern an. Bei mir muss ich ihn ungefähr alle zwei bis drei Wochen leeren.

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Dabei muss man meine Nutzung berücksichtigen: Das normale Katzenklo steht weiterhin daneben und wird ebenfalls genutzt. Die zwei bis drei Wochen sind deshalb mein persönlicher Erfahrungswert und keine allgemeine Zusage für einen Haushalt mit zwei Katzen. Wenn beide ausschließlich das Open-X verwenden, fällt entsprechend mehr Abfall darin an. Auch unabhängig vom Füllstand bleibt ein regelmäßiger Blick in den Behälter sinnvoll.

Für meine Nutzung passen sowohl die Streumenge als auch die Größe des Abfallbehälters. An zu knapp bemessenen Kapazitäten scheitert der Komfort hier jedenfalls nicht.

CATLINK-App: Viele Funktionen, optisch noch Luft nach oben

Die App funktioniert bei mir zuverlässig, könnte aber übersichtlicher und schöner gestaltet sein. Teilweise treffen deutsche und englische Beschriftungen aufeinander. Das sieht man beispielsweise an der Startseite mit „Welcome Home“ und den daneben verwendeten deutschen Menüs. Auch manche Übersetzungen wirken wenig sorgfältig. Eine einheitlichere Oberfläche würde der Bedienung guttun.

Beim Funktionsumfang gibt es dagegen einiges zu entdecken. Neben der Gerätesteuerung stehen unter anderem Reinigungspläne, Aufzeichnungen zu Toilettengängen und die Gewichtsentwicklung zur Verfügung. Die Reinigung lässt sich auch manuell auslösen. Die App bietet damit deutlich mehr als einen einfachen Startknopf.

Besonders gut gefällt mir die integrierte Gewichtsmessung. Im Vergleich mit einer normalen Waage gab es bei meinen Katzen praktisch keine Abweichung. Das ist eine Funktion, die ich im Alltag tatsächlich nützlich finde, weil das Gewicht beim Toilettenbesuch nebenbei erfasst wird.

Gelegentlich erhält das Open-X außerdem Firmware-Updates über die App. Dass CATLINK die Software weiter aktualisiert, ist positiv. Gerade angesichts der beschriebenen Sensor-Aussetzer wünsche ich mir, dass dabei auch die Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb weiter verbessert wird.

Open-X-Treppe: Sinnvolles Zubehör, aber zu teuer

Zusätzlich zur Katzentoilette habe ich die passende CATLINK Open-X-Treppe genutzt. Sie dient als Zwischenstufe vor dem Einstieg. Über die geschlitzte Oberfläche soll außerdem lose Katzenstreu aufgefangen werden, bevor sie weiter in der Wohnung verteilt wird. So beschreibt CATLINK den Zweck des Zubehörs.

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Die Idee ist nachvollziehbar, der Preis für mich allerdings zu hoch. Zum Zeitpunkt des Berichts kostet die Treppe im CATLINK-Shop 59,99 Euro. Die UVP liegt sogar bei 79,99 Euro. Für eine solche Einstiegshilfe würde ich persönlich maximal 40 Euro bezahlen. Auch der reduzierte Preis liegt damit deutlich über dem, was mir dieses Zubehör wert wäre.

Die Treppe ist für mich deshalb der schwächste Teil des Gesamtpakets. Sie ergänzt die Toilette, rechtfertigt aus meiner Sicht aber nicht den verlangten Aufpreis.

Preis und Rabattcode für das CATLINK Open-X

Das CATLINK Open-X selbst wird beim Hersteller für 249,99 Euro angeboten. Das Set mit Treppe kostet dort 299,99 Euro. Für die Katzentoilette halte ich den Preis angesichts der sehr guten Verarbeitung, der automatischen Reinigung und des Funktionsumfangs für angemessen. Die Treppe ist für einen Preis von 50 Euro zu teuer

Für euch gibt es von CATLINK einen Rabattcode: Mit „DESKMODDER10“ erhaltet ihr zehn Prozent Rabatt auf das Open-X im CATLINK-Onlineshop. Der selbe Code ist auch auf Amazon gültig. Wenn ihr dort kauft unterstützt ihr unsere Arbeit, zahlt aber keinen Cent mehr. Der Rabatt für den CATLINK-Shop bezieht sich ausdrücklich auf das Open-X.

Fazit: Kaufempfehlung mit Abstrichen, Treppe nur bei besserem Preis

Das CATLINK Open-X nimmt mir im Alltag einen guten Teil der Arbeit rund um die Katzentoilette ab. Der Aufbau ist einfach, die Verarbeitung überzeugt, und die Reinigung liefert überwiegend gute Ergebnisse. Dazu kommen eine zuverlässige App mit vielen Funktionen und eine Gewichtsmessung, die im Vergleich mit meiner normalen Waage praktisch keine Abweichung gezeigt hat.

Nachbesserungsbedarf gibt es bei den gelegentlichen Sensor-Aussetzern, durch die die Toilette in der Reinigungsposition hängen bleiben kann. Auch die Lautstärke und die Gestaltung der App könnten besser sein. Rückstände am Sieb und verstreute Körner im Bereich der drehbaren Kammer zeigen außerdem, dass gelegentliche Handarbeit weiterhin dazugehört.

Wer damit leben kann und seinen Katzen ausreichend Zeit zur Eingewöhnung gibt, kann das CATLINK Open-X aus meiner Sicht kaufen. Der Preis der Toilette passt für mich zum Gebotenen. Bei der Treppe würde ich dagegen auf ein deutlich günstigeres Angebot warten. Mehr als 40 Euro wäre sie mir nicht wert.

CATLINK Open-X im Test: Gutes Katzenklo, teure Treppe
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4 Kommentare zu “CATLINK Open-X im Test: Gutes Katzenklo, teure Treppe

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