Die Bundesnetzagentur hat ihren zehnten Jahresbericht zur Breitbandmessung veröffentlicht. Ausgewertet wurden Messungen, die Nutzer zwischen dem 1. Oktober 2024 und dem 30. September 2025 selbst über die Anwendungen der Behörde durchgeführt haben. Für Festnetzanschlüsse kommt dabei die Desktop-App zum Einsatz, im Mobilfunk die bisherige Funkloch-App, die seit Mai 2026 als „Mobilfunk-Check“ läuft. Im Festnetz ändert sich gegenüber dem Vorjahr wenig. 85,9 Prozent der ausgewerteten Nutzer erreichten mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Downloadrate. Ein Jahr zuvor waren es 86,5 Prozent. Die volle vertragliche Maximalrate wurde bei 45,9 Prozent erreicht oder überschritten. Auch dieser Wert bewegt sich nur leicht, im vorherigen Bericht lag er bei 45,2 Prozent.

Weniger Festnetz-Messungen, mehr Mobilfunkdaten
Auffällig ist die gesunkene Zahl der validen Festnetz-Messungen. Für den aktuellen Bericht flossen 184.452 Messungen ein. Im Vorjahr waren es noch 276.081. Im Mobilfunk lief es genau andersherum. Dort berücksichtigte die Bundesnetzagentur diesmal 766.838 Messungen, nach 562.305 im Jahr zuvor. Der Mobilfunkteil wird inzwischen klar stärker von 5G geprägt. Der Anteil entsprechender Messungen stieg auf 55,3 Prozent. Im Bericht 2023/2024 lag er noch bei 43,8 Prozent. Nach Angaben der Behörde schneiden 5G-Verbindungen vor allem in höheren Bandbreitenklassen deutlich besser ab als 4G. Teilweise lagen die gemessenen Werte sogar über den vertraglich geschätzten Maximalgeschwindigkeiten.
Keine Karte für die Versorgung
Der Bericht sagt allerdings nicht, wo Deutschland gut oder schlecht mit Breitband versorgt ist. Genau diesen Punkt muss man bei der Einordnung beachten. Die Breitbandmessung prüft nicht die flächendeckende Verfügbarkeit, sondern die Leistung konkreter Anschlüsse im Verhältnis zum gebuchten Tarif. Dazu kommt: Die Daten stammen nicht aus einer repräsentativen Stichprobe. Es messen nur Nutzer, die die Apps der Bundesnetzagentur aktiv verwenden. Wer zufrieden ist, misst möglicherweise gar nicht. Wer Probleme hat, greift eher zur App. Auch Tarif, Endgerät, Standort, WLAN-Umgebung und Tageszeit wirken sich auf die Ergebnisse aus.
Nützlich vor allem bei Streit mit dem Anbieter
Trotzdem bleibt die Breitbandmessung ein wichtiges Werkzeug. Wer dauerhaft deutlich weniger Leistung erhält als vertraglich vereinbart, kann mit den Messungen belastbarer dokumentieren, was am Anschluss tatsächlich ankommt. Gerade im Festnetz ist das für Verbraucher relevant, wenn sie Minderungsrechte prüfen oder gegenüber dem Anbieter argumentieren wollen. Die Bundesnetzagentur stellt neben dem Jahresbericht auch eine interaktive Ergebnisdarstellung bereit. Dort lassen sich die Daten ausführlicher auswerten, unter anderem nach Anbietern. Für die große politische Debatte über Netzausbau ersetzt der Bericht keine Versorgungsanalyse. Für den einzelnen Anschluss kann er aber sehr konkret werden.
Muss frissiert sein. Ich habe jetzt schon alle 3 Netze durch. Selbst mit einem schon eh gedrosselten 30 oder 50Mbit Tarif kommt da kaum mehr wie mal 10mbit raus. Im regelfalls irgend was ~ 5mbit mit +/- 2,5Mbit!
Regulär sollen 300 bzw. 500Mbit möglich sein, da sollte man doch in einem eh schon BAndbreiten reduzierten Tarif davon ausgehen das wenigstens hier alles anliegt und nicht vom gedrosselten schon nur ein Bruchteil anliegt. In der Firma habe wir einen Sendemasten von 02 und Vodafone, noch nicht mal da bekomme ich auch nur annährend mein vertragliches maximum! Wer und wo sind also wieder diese 86% die die abndbreite bekommen? Wird der gleiche Käse sein wie überhaupt mit der verfügbarkeit. Laut Statistik alles 98%, real weiße flecken so weit das Auge reicht. Die Netzagentur scheint wie bei allem den leichten Weg zu geben wenn man seine eigenen erhobenen Daten noch frisiert!