Paramount Skydance darf Warner Bros. Discovery übernehmen: US-Justizministerium gibt grünes Licht

Das US-Justizministerium stellt sich der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance nicht entgegen. Die Kartellabteilung hat ihre Untersuchung abgeschlossen und sieht nach den vorliegenden Erkenntnissen keine ausreichende Gefahr für Wettbewerb oder Verbraucher in den USA. Im Mittelpunkt der Prüfung standen Streaming-Abos, klassisches Fernsehen und das Kinogeschäft. Die Behörde untersuchte den Fall nach eigenen Angaben acht Monate lang. Dabei wertete sie mehr als zwei Millionen Dokumente, umfangreiche Datenbestände und Stellungnahmen aus der Medienbranche aus.

Symbolfoto: pixabay

Streaming-Markt bleibt der wichtigste Prüfpunkt

Besonders wichtig war der Streaming-Markt. Paramount+ sowie HBO Max und discovery+ liegen bei den Abonnentenzahlen hinter den größten Anbietern. Aus Sicht des Justizministeriums könnte ein gemeinsames Unternehmen deshalb eher zu einem stärkeren Gegengewicht werden, statt den Wettbewerb zu schwächen. Auch eine Abschottung von Filmen und Serien erwartet die Behörde nicht. Paramount und Warner Bros. Discovery hätten Inhalte bislang breit lizenziert. Hinweise darauf, dass diese Praxis nach der Übernahme grundsätzlich endet, habe die Untersuchung nicht ergeben.

Klassisches Fernsehen verliert weiter an Gewicht

Beim linearen Fernsehen verweist das Ministerium auf den anhaltenden Rückgang klassischer Kabel- und Satellitenangebote. Zuschauer wechseln weiter zu Streaming-Diensten, während zugleich der Wettbewerb um Live-Inhalte wie Sport und Nachrichten zunimmt. Aus Sicht der Kartellabteilung reicht diese Marktlage nicht aus, um den Zusammenschluss als Gefahr für den Wettbewerb einzustufen. Der Druck auf traditionelle TV-Anbieter kommt längst nicht mehr nur von anderen Sendergruppen.

Kein Eingriff im Kinogeschäft

Im Kinogeschäft sieht die Behörde ebenfalls keinen Grund für ein Einschreiten. Neben den großen Studios treten kleinere Anbieter und Streaming-Unternehmen stärker auf. Dadurch sei der Markt weiterhin offen genug, um eine Fusion nicht als Wettbewerbsproblem zu bewerten. Für Paramount Skydance ist die Entscheidung ein wichtiger Schritt. Die zentrale kartellrechtliche Hürde in den USA ist damit deutlich kleiner geworden.

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