Reolink startet neue OMVI- und Power-Efficient-Serie: Triple-Lens-Kameras und stromsparende Akku-Modelle angekündigt

Reolink erweitert sein Kamera-Portfolio gleich um zwei neue Produktreihen. Während die neue OMVI Series klar auf großflächige Überwachung, Multi-Lens-Technik und intelligentes Tracking ausgelegt ist, konzentriert sich die ebenfalls vorgestellte Power-Efficient Series stärker auf kompakte Akku-Kameras und Video-Türklingeln mit möglichst langer Laufzeit. Beide Serien verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze, zeigen aber gleichzeitig sehr deutlich, wohin sich moderne Smart-Home-Überwachung inzwischen entwickelt.

OMVI Series kombiniert Panorama- und PTZ-Kamera

Im Mittelpunkt der neuen OMVI-Reihe steht ein Triple-Lens-Aufbau. Reolink kombiniert dabei eine Panoramaeinheit mit Doppelobjektiv und eine zusätzliche Schwenk-und-Neige-Kamera in einem gemeinsamen System. Ziel ist eine permanente Gesamtübersicht bei gleichzeitig automatischer Objektverfolgung.

Die OMVI 3i erscheint sowohl als WiFi- als auch als PoE-Variante. Technisch setzt Reolink hier auf eine 10-MP-Panoramakamera mit Doppelobjektiv sowie ein zusätzliches 8-MP-PTZ-Modul. Zusammen entsteht dadurch ein 18-MP-System mit vollständiger 360-Grad-Abdeckung.

Noch stärker positioniert der Hersteller allerdings die neue OMVI X16 PoE. Das Flaggschiffmodell kombiniert eine 16-MP-Panoramakamera mit einem zusätzlichen 8-MP-Zoommodul inklusive 16-fachem optischen Zoom. Insgesamt entsteht daraus ein 24-MP-Triple-Lens-System mit 4K-Auflösung und mehreren Motoren für dauerhaftes horizontales Schwenken sowie vertikale Rotation.

Bereits zur CES 2026 und später auch auf verschiedenen internationalen Technikveranstaltungen zeigte sich, dass Hersteller zunehmend auf solche Hybrid-Kameras setzen. Statt lediglich einen festen Bildausschnitt zu überwachen, sollen moderne Systeme gleichzeitig Gesamtübersicht und aktive Objektverfolgung liefern.

SyncTrack und KI-Funktionen stehen im Mittelpunkt

Die eigentliche Besonderheit der OMVI-Serie liegt allerdings weniger bei der reinen Auflösung als vielmehr bei der Kombination aus Panoramaansicht und synchronisiertem Tracking. Erkennt die Panoramaeinheit eine Bewegung, übernimmt das zusätzliche PTZ-Modul automatisch die Verfolgung des jeweiligen Objekts.

Reolink bezeichnet dieses Zusammenspiel als „SyncTrack“. Ergänzend kommen Funktionen wie dynamisches Zoomen, automatisches Framing und kombinierte Live-Ansichten innerhalb der App hinzu. Nutzer können sich dadurch gleichzeitig sowohl die Panoramaübersicht als auch eine vergrößerte Detailansicht anzeigen lassen.

Zusätzlich integriert Reolink lokale KI-Funktionen über ReoNeura AI. Nutzer sollen damit gezielt nach bestimmten Ereignissen oder Objekten innerhalb der Aufzeichnungen suchen können. Gleichzeitig soll die präzisere Analyse Fehlalarme reduzieren.

Wie inzwischen bei vielen Reolink-Produkten verzichtet auch die OMVI-Serie weiterhin auf ein verpflichtendes Cloud-Abo. Aufzeichnungen lassen sich lokal über microSD-Karten mit bis zu 512 GB oder über Reolink-NVR-Systeme speichern.

Power-Efficient Series setzt auf möglichst lange Akkulaufzeit

Parallel dazu bringt Reolink mit der neuen Power-Efficient Series eine zweite Produktreihe auf den Markt, die sich deutlich stärker an klassische Smart-Home-Nutzer richtet. Im Vordergrund stehen hier einfache Installation, geringer Energieverbrauch und möglichst lange Akkulaufzeiten.

Technische Grundlage bildet dabei eine WiFi-Plattform von Qualcomm. Laut Reolink sollen die neuen Geräte dadurch deutlich effizienter arbeiten als viele bisherige WLAN-Lösungen. Wie üblich hängen solche Laufzeiten allerdings stark von Nutzung, Aufzeichnungsdauer und Bewegungserkennung ab.

Neue Akku-Kameras und Türklingeln

Zur neuen Serie gehört unter anderem die Argus MagiCam. Dabei handelt es sich um eine kompakte Akku-Kamera mit magnetischer Halterung und lokaler Personenerkennung. Reolink spricht hier von einer Laufzeit von bis zu neun Monaten mit zwei AA-Lithium-Batterien.

Ebenfalls neu ist die Video Doorbell der zweiten Generation. Reolink setzt hier auf eine 4-MP-Kamera im 1:1-Format, wodurch Nutzer Personen, Pakete oder Eingangsbereiche vollständiger erfassen können. Die integrierte Erkennung unterscheidet zusätzlich zwischen Personen, Fahrzeugen, Tieren und Paketen.

Interessant bleibt dabei die flexible Stromversorgung. Nutzer können die Klingel entweder klassisch per Akku betreiben oder kabelgebunden in bestehende Klingelsysteme integrieren. Dadurch werden auf Wunsch auch dauerhafte Aufzeichnungen möglich.

Ergänzt wird die neue Reihe durch die Video Doorbell SE mit 3-MP-Auflösung sowie die E1 Swift für den Innenbereich. Letztere richtet sich vor allem an Nutzer, die Haustiere, Kinder oder Innenräume überwachen möchten.

KI-Überwachung wird zunehmend alltäglich

Gerade die OMVI-Serie zeigt gleichzeitig aber auch, wie stark sich moderne Überwachungssysteme inzwischen verändern. Viele aktuelle Kameras analysieren heute nicht mehr nur Bewegungen, sondern erkennen Personen, Fahrzeuge, Tiere oder konkrete Ereignisse direkt auf dem Gerät.

Technisch bringt das ohne Frage Vorteile bei Komfort und Fehlalarm-Erkennung. Gleichzeitig dürfte die Diskussion rund um Datenschutz und permanente KI-Analyse innerhalb privater Wohnbereiche weiter an Bedeutung gewinnen. Denn je intelligenter moderne Kameras werden, desto umfangreicher fallen zwangsläufig auch die ausgewerteten Daten aus.

Preise und Verfügbarkeit

Die OMVI 3i PoE ist ab sofort zu einer UVP von 289,99 Euro erhältlich. Zum Marktstart reduziert Reolink den Preis bis zum 14. Juni auf 231,99 Euro. Die OMVI 3i WiFi soll ab dem 20. Juli für 299,99 Euro verfügbar werden. Die OMVI X16 PoE erwartet Reolink im dritten Quartal 2026 zu einem Preisbereich zwischen 450 und 550 Euro.

Die Argus MagiCam startet ab sofort für 54,99 Euro. Die neue Video Doorbell der zweiten Generation soll ab dem 20. Juli für 139,99 Euro erscheinen. Die günstigere Video Doorbell SE folgt laut Reolink im September für 89,99 Euro. Die E1 Swift wird ebenfalls für das dritte Quartal erwartet und soll zwischen 50 und 70 Euro kosten.

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