Zwei Hator-Mäuse im Test: Quasar 3S Ultima 8K und Quasar 3 Ultima 8K

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Hator hat uns wieder mit Peripherie versorgt. Dieses Mal mit zwei Modellen von Gaming-Mäusen, die mit drei Verbindungsmodi, 8000 Hertz Abtastrate und geringem Gewicht vielversprechende technische Features bieten. Wie haben sich beide Modelle im Alltag geschlagen? 

Von der Marke Hator haben wir im Februar bereits zwei Tastatur-Modelle testen dürfen, die im Test mit guten Features bei einem geringen Preis überzeugen konnten. Diesmal stellten sie uns ihre andere Produktkategorie für einen Test zur Verfügung: Mäuse. Genauer gesagt deren neueren Modelle Quasar 3S Ultima 8K und Quasar 3 Ultima 8K.

Kurz zur Firma: das Unternehmen HATOR existiert bereits seit 2013, bietet allerdings erst ihre auf E-Sport-Gaming getrimmte Peripherie – bestehend aus Tastaturen, Mäusen, Headsets und Stühlen – seit 2024 im europäischen Raum an.

Die Quasar aus dem Basar

Hator-typisch ist die knallgelbe Farbgebung, die sich auf den Kartons zeigt. Vorne wird das jeweilige Produkt und die Highlight-Features gezeigt, während auf der Rückseite die Details genannt werden.

Interessant: beide Kartons haben eine Aufhängeschlaufe. Praktisch für Influencer, um ihre eingesetzten Produkte im Hintergrund bei Filmaufnahmen zeigen zu können.

Der Inhalt beider Modelle:

  • die Maus an sich
  • eine 23-seitige aufklappbare Kurzanleitung
  • Anti-Rutsch-Grip-Tapes
  • Sticker-Set
  • 2,4-Gigahertz-Dongle, welches per USB-C verbunden werden kann
  • geflochtenes USB-C-zu-USB-A-Kabel (ca. 1,8 Meter)
  • Maus-Tragetasche mit
    • Glas-Skates
    • Ersatz-Gleitfüße

Die Verarbeitungsqualität beider Mäuse ist trotz Plastikgehäuse sehr angenehm. Es fühlt sich nichts billig an und bei einem Belastungstest knarzt auch nichts. Interessanterweise fühlt sich die Maus-Tragetasche der Quasar 3S weicher an als die der Quasar 3.

Auf dem ersten Blick würde man nur optische und gewichtstechnische Unterschiede bei beiden Modellen vermuten, da die Packungen von der Größe identisch sind. Während die komplett weiße Quasar 3S zirka 6,0 x 3,6 x 11,5 Zentimeter groß ist, ist die weiß-türkise Quasar 3 zirka 6,0 x 3,8 x 12,5 Zentimeter nur minimal größer.

Vom Gewicht bewegen sich beide Mäuse auf niedrigem Niveau: der Hersteller gibt bei der Quasar 3S ein Gewicht von 46 Gramm an, während es sich bei der Quasar 3 bei etwa 52 Gramm bewegt. Bei meiner Küchenwaage bewegen sich beide Mäuse im 50-Gramm-Bereich.

Leicht (verdiente) Mäuse

Alle Mäuse von Hator verfügen über drei Verbindungsoptionen: rein über USB-Kabel, über Bluetooth 5.4 oder über den 2,4-Gigahertz-Dongle. Zu den jeweiligen Modi gelangt man über einen Schalter auf der Unterseite. Das farblich passend zu den Mäusen beigelegte USB-Verbindungskabel hat einen leichten Knick am USB-C-Stecker.

Eine RGB-LED zwischen den beiden Maustaten zeigt verschiedene Zustände an. Etwa beim Einschalten den Akkuzustand, beim Bluetooth-Modus den Status oder beim Umschalten der DPI die jeweils zugewiesene Farbe der Einstellung. Die DPI lassen sich über einen Knopf auf der Unterseite einstellen.

Für das bequemere Navigieren durch Websites oder durch Dateien gibt es zwei an der linken Seite platzierte Tasten, die standardmäßig die Funktion „Vorwärts“ und „Rückwärts“ zugewiesen bekommen haben. Sie sind gut über den Daumen erreichbar, sofern man die Maus rechtshändig bedient.

Hator gibt für die optischen Schalter unter den Maustasten beider Modelle eine Lebensdauer von 100 Millionen Klicks an. Sie klicken sich sehr angenehm, auch wenn sie bei der Akustik ein wenig Feinschliff hätten gebrauchen können. Oder anders ausgesprochen: einen Ticken leiser hätten sie sein können.

Als Sensor kommt der PixArt PAW3950 zum Einsatz, der bis zu 30.000 DPI und eine Abtastrate von bis zu 8000 Hertz erlaubt (letzteres allerdings nur über einen USB-3.0-Anschluss). Die Akkukapazität beträgt 300 Milliamperestunden, welches eine theoretische Betriebsdauer von bis zu 100 Stunden im kabellosen Modus erlauben soll.

Hier kommen die Mäuse

Tastenbelegungen und technische Einstellungsmöglichkeiten bietet die MouseHUB-Software. Linux- und macOS-Nutzer schauen dabei in die Röhre, denn die Software funktioniert nur unter Windows. Die darin vorgenommenen Konfigurationen können sogar im kabellosen Modus vorgenommen werden.

So lassen sich etwa die LED-Anzeigen statisch oder pulsierend darstellen. Auch die Farben der DPI-Einstellungen lassen sich vornehmen, auch wenn sie bei theoretisch 16,7 Millionen möglichen Farben nicht ganz so aussehen wie sie aussehen sollten. DPI-Einstellungen, Abtastrate, Eigenschaften, Tastenbelegung und Makros sind hier ebenfalls kein Problem.

Im Alltag haben sich beide Modelle – egal ob bei Office-Arbeiten oder beim Gaming – sehr angenehm angefühlt. Für meine normalgroßen Hände machten beide Größen keinerlei Schwierigkeiten, auch wenn sie für meinen Geschmack ein Ticken ergonomischer gestaltet sein könnten. Nichtsdestotrotz sind lange Sessions am Computer kein Problem.

Mit den Anti-Grip-Stickern verbessert sich die Griffigkeit der Mäuse, auch wenn die Sticker keine sonderlich großartige Klebequalität aufweise und die Optik etwas verschlechtern. Zumal man sich Videos anschauen muss, um zu wissen, an welcher Stelle einige Sticker platziert werden müssen. Wesentlichere Verbesserungen bringen eher die glatten Glas-Skates, die die regulären Füße auf der Unterseite ersetzen und die Geräuschkulisse bei der Bedienung auf glatten Tischflächen erheblich mildert.

Hators Lösung, den Dongle für die 2,4-Gigahertz-Verbindung als kleinen leichten Block zu konzipieren, ist allerdings recht unlogisch. Für den stationären Betrieb hilft das lange Kabel dabei, Verbindungsstörungen zu vermeiden. Den Dongle direkt mit dem USB-Anschluss eines Computers zu vereinen, scheint standardmäßig nicht vorgesehen zu sein.

Und ein weiterer Wermutstropfen: die QR-Codes auf den Unterseiten der Mäuse funktionieren nicht. Beide. Zumindest bei unseren Textexemplaren.

Fazit: Ein leichtes Spiel

Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K: beides kompakte, leichte und auf Gaming sehr gut abgestimmte Peripheriegeräte, die sonst nicht viel Schnickschnack haben und sich aufs Wesentliche konzentrieren. Sieht man vom Lieferumfang ab.

Denn die schicken Mäuse bieten äußerlich das Nötigste, was man braucht. Dennoch liefert Hator mit seinem beigelegten Zubehör genug Möglichkeiten für die Käufer, ihrem Modell mehr Feinschliff zu verpassen. Und für den Transport gibt es noch eine Tasche obendrauf. Sehr praktisch.

Den Vergleich zu meiner sonst regulär eingesetzten Logitech G Pro X Superlight 2 DEX müssen die Hator-Modelle nicht scheuen: mehr Verbindungsmodi, bessere Seitentasten, höhere Abtastrate, dafür aber ein nicht ganz so angenehmes Scrollrad.

Man hat die Qual der Wahl, ob man sich für die kleinere und einfarbige Quasar 3S Ultima 8K oder die größere Quasar 3 Ultima 8K mit Farbverlauf entscheidet. Beide kosten bei Hator gleich viel, nämlich 99,99 Euro. Neben der uns zur Verfügung gestellten hellen (bzw. weiß-türkisen) Farbvariante gibt es beide Modelle auch in dunklen Farbvarianten. Die Quasar 3 Ultima 8K kommt dann in schwarz-violett.

Der Preis ist relativ hoch, auch wenn vergleichbare Mäuse mit weniger Zubehör sich preistechnisch auf ähnlichem Niveau bewegen. Wartet man eventuelle Rabatte ab, bekommt man solide leichte Wireless-Mäuse mit guter Funktionalität im Inneren.

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