Test: InEar Kopfhörer Kabellos (Earbuds) – Muzili TWS-X9

Lauscher auf! Der TWS-X9 von der Firma Muzili macht schon beim Auspacken einen wertigen Eindruck. Die aluminium-verkleidete Transportbox, welche gleichzeitig eine Ladebucht für die kleinen Stöpsel ist, wird zuverlässig von einem Magneten geschlossen gehalten, -ist aber trotzdem leicht zu öffnen….edel!

Wer nun denkt, dass einem die Ohrhörer entgegen purzeln wenn man die Box öffnet, wird eines besseren belehrt, denn auch die Earbuds werden von kleinen unsichtbaren Magneten an ihren Platz gehalten. So wir auch bei geöffneter Box ein perfekter Kontakt mit den Ladestiften gehalten. Selbst wenn man die Ladebox umdreht, werden die Knospen an ihrem Platz gehalten.

Allerdings wo Licht ist, ist auch Schatten, denn wer die kleinen glatten Knöpfe aus der Ladeschale holen möchte muss mit den Fingern gegen den Magneten „ankämpfen“ – sicherlich Jammern auf hohen Niveau, aber für kräftige Finger ein wenig knibbelig. Die Ladebox, kann die Kopfhörer bis zu 4 mal komplett aufladen, erst danach muss die Box wieder versorgt werden. Hier hilft ein Standart Micro-USB Kabel – Ein Netzteil ist nicht vorhanden (Wird beim Besitz eines Handys wohl vorausgesetzt)

Im Paket werden insgesamt 4 verschiedene Größen von Silikonpolstern mitgeliefert, während auf den Kopfhörern die kleinste Größe vormontiert ist. Earbuds sind besonders praktisch, wenn man mit seinem Partner spazieren geht, denn jeder kann einen einzelnen Knopf in sein Ohr nehmen. Beide hören die gleiche Musik, ohne mit einem lästigen Kabel miteinander verbunden zu sein.

Aber auch hier: Supervorteile können auch Nachteile haben, denn eine fehlende Verbindung der Knöpfe untereinander, kann dazu führen, das man einen einzelnen auch mal verliert. Ist der linke weg, ärgerlich, dann hat man noch den rechten – ist allerdings der Rechte weg, dann war´s das! Denn über den rechten Stöpsel wird das Bluetoothsignal empfangen. Ein Rempler am Bahndamm…naja, kommen wir zum Handling.

Handling/Haptik:

Wie oben bereits erwähnt: die Earbuds aus der Ladeschale holen ist für einen Schmied mit Pranken schwerer, als für eine Näherin mit zierlichen Händen. Wer die richtigen Silikonpolster für seinen Gehörgang gewählt hat, kann auch sicher sein, dass die Knöpfe im Ohr halten. Die richtige Wahl ist hier entscheidend, um einen Verlust vorzubeugen. Eine Öse wie bei dem TWS-i7, wo man eine Sicherungsschnur anbringen könnte, gibt es bei den TWS-X9 nicht.

Über die Kontakflächen der einzelnen Ohrhörer können die Funktionen gesteuert werden. Linker und rechter Knopf können mit einem einzelnen Touch „Play und Pause“ regeln, sowie Telefonanrufe annehmen und auflegen. Auf dem Linken kommt mit einem Doppeltouch noch eine stufenweise Lautstärkeregelung hinzu, während der Rechte mit dem Doppeltouch einen Titel weiterspringt. Zunächst gewöhnungsbedürftig, aber schnell zu begreifen.

Wer die Ladebox nach rechts aufzieht, hat die Stöpsel in der richtigen Position vor sich liegen. Der Rechte für das rechte Ohr, der Linke für das linke Ohr, man kann eigentlich nichts verkehrt machen. Das Pairing der Bluetoothverbindung ist genauso schnell wie einfach – beide Touchflächen 3sec drücken, die Kopfhörer schalten sich ein, verbinden sich untereinander und gehen in den Pairingmodus. Nun kann man mit dem Handy nach X9 suchen und die Geräte koppeln.

Sollte das Handy bereits vorher schon mal gekoppelt gewesen sein, wird die Verbindung sofort hergestellt. Die Verbindung wird mit Bluetooth V5.0 gefunkt und ist damit auf neuesten Standard (ist abwärtskompatibel). Die Reichweite ist abhängig von der Leistung des jeweiligen Gegengerätes aber in allen Fällen ausreichend.

Die Ansagen bei Start der Kopfhörer werden auf Englisch durchgegeben, wo eine gut modulierte Frauenstimme sagt, in welchem Modus die Kopfhörer sich befinden – wünschenswert wäre natürlich Deutsch, aber ich jammere schon wieder…
Nebenbei entdeckt: Die Earbuds eignen sich durch ihre kompakte Bauweise sehr gut, um abends im Bett ein Hörbuch hören. Man kann mit den Ohren noch relativ bequem auf dem Kissen liegen, was mit anderen Kopfhörern nicht möglich wäre. (Aber nicht wundern, wenn sie dann Morgens zwischen den Matratzen liegen).

Sound:

Sicherlich sind mit einem InEar-Kopfhörer nicht die Ergebnisse zu erwarten, wie von einem OnEar-Blaster mit 4cm Lautsprecher – aber der TWS-9 macht seine Sache durchaus akzeptabel. Erstrecht, wenn man den Klang mit einem Handy-Equalizer ausreizt (vorzugsweise die Originalsoftware). Immerhin möchte man ja Musik hören und sich nicht das Gehirn wegblasen.

Höhen, Mitten und Bässe sind voll in Ordnung und selbst höherpreisige EarBuds können da nicht viel mehr. Oh, fast vergessen: irgendwie schaffen es die Mikrophone beim telefonieren, lästige Umgebungsgeräusche auszublenden. Die Übertragung ist jedenfalls sehr gut. Auf Nachfrage, war dem Anrufer nicht klar, das man über einen Kopfhörer telefoniert, der ein nur ca. 0.5mm großes Mikrofonloch besitzt.

Fazit:

Entnehmen aus der Ladebox ist ein wenig „frickelig“, hier wäre eine kleine Aussparung hilfreich, dass man mit der Fingerspitze unter greifen könnte. Die Earbuds haben leider keine Möglichkeit miteinander verbunden zu werden. Netzteil ist nicht im Lieferumfang.(hier gibt es ein wenig Nachbesserungsbedarf)

Die Bedienung ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr einfach. Die Kapazität der voll aufgeladenen Buds liegt im Test bei runde 3 1/4 h (bei moderater Lautstärke) zusammen mit der Ladebox sind das ausreichende 13 Stunden Hörgenuss. Die Ladebox zeigt den Ladezustand der Kopfhörer an und versetzt die Kopfhörer beim Einlegen in den Ruhezustand.
Die Verarbeitung und Design ist wertig. Der Sound sehr gut. Preis/Leistung ist perfekt.

Wertung:

8,5 von 10

Preis:

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Danke an Mav für den Bericht.

Test: InEar Kopfhörer Kabellos (Earbuds) – Muzili TWS-X9
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Das ist der Deskmodder-Benutzer. Er veröffentlicht für gewöhnlich nur Gastbeiträge hier im Blog und hat ansonsten ein eher ruhiges Leben – ein Faultier ist wohl aktiver.

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