Im Hotel getestet: UniFi Access-Points

Die Überschrift ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch aussagekräftig. Ich war im Urlaub und habe mich auf ein nagelneues Hotel gefreut und hoffte natürlich, dass ich mein „Daten-Roaming“ nicht ausnutzen muss und zur Freude wurde ein freies WLAN im Hotel angeboten. Das WLAN wurde über UniFi-AP’s von Ubiquiti angeboten. Neben vielen Berichten, vor allem in Zusammenhang mit anderen Herstellern, heißt es immer wieder „UniFi hat eine deutlich bessere Abdeckung“. Ich bin da eher anderer Meinung, wobei ich die Geräte natürlich nicht konfiguriert habe… Aber nichtsdestotrotz bin ich Zuhause am liebsten ;-)

Hotels ohne freies WLAN gibt es heutzutage – vor allem im Ausland – kaum. Doch in vielen Hotels kann man auch auf das WLAN verzichten, welches einfach völlig versagt. Ich hatte in meinem Hotel eine WLAN-Abdeckung aus UniFi Access Points und hatte schon sehr positive Gedanken, da viele Nutzer über „deutlich bessere Reichweite und Durchsatz“ sprechen. Das Hotel-WLAN wurde wie ein privates WLAN mit einem Passwort versehen und man konnte sich nur als Gast des Hotels anmelden. Die Anmeldung funktioniert wie Zuhause, einfach Passwort eingeben und man ist drin – keine Vorschaltseite etc. . Da das Hotel aus dem Jahr 2016 ist, bestehen die Wände nicht aus Beton sondern sind leicht gebaut, was für ein WLAN-Netzwerk goldwert ist.

Erst einmal muss man sagen, dass der Durchsatz nahezu immer da war, es aber auch Aussetzer gab. Ob es jetzt an der Leitung an sich oder an einer Überlastung lag, kann ich nicht sagen. Ich gehe aber von letzterem aus. Was mich gewundert hat war, dass in jedem Flur (circa 5 Zimmer) 2x so ein Access Point von UniFi hängt – im Nachhinein ist auch klar wieso. Anscheinend ist das WLAN-Signal dieser Geräte doch nicht so gut wie gedacht, denn vor meinem Zimmer hatte ich auch so einen AP hängen, der jedoch bereits auf dem Balkon mein Handy verließ. Da musste ich dann in das spezielle „Pool-WLAN“. Rein theoretisch musste das WLAN nur durch eine Spanplatten-Wand und dann maximal 10 Meter bis zum Balkon.

Ich will hier jetzt nichts an der Firma oder gar den einzelnen Geräten kritisieren oder gar eine finale Meinung abgeben, da ich kein Administrator bin – das sollte klar sein! Ich habe die Geräte sozusagen als normaler Nutzer getestet und bin dahingegend enttäuscht, dass wirklich soviele Geräte verbaut und eingebunden sind, obwohl diese doch „eine deutlich höhere Reichweite und einen besseren Durchsatz“ bieten. Router oder Access Points anderer Hersteller hätten in der Stückzahl bestimmt das gleiche getan.

Auf jeden Fall haben die Geräte ihre Aufgabe gemacht und es kam, wie oben erwähnt, nur mal für ein paar Minuten zu einem Ausfall. Im Prinzip hatte man durch die Vielzahl der Geräte in der gesamten Hotelanlage ein freies Netzwerk und man konnte sich im gesamten Internet bewegen. Leute, die sich mit Netzwerkadministration und Routern etc. nicht so beschäftigen, wäre das eigentlich ziemlich egal – aber wäre das bei mir auch so, würde ich kein Redakteur bei einem IT-Blog sein ;-) .

Zu dem Netzwerk gibt es aber noch einige Fun-Facts bzw. Dinge, die nicht unbedingt zukunftssicher sind:

  1. Es gibt kein 5Ghz also auch schon mal kein AC-WLAN welches natürlich noch mehr Durchsatz bietet.
  2. Wenn man ein Netzwerk in einem Hotel einrichtet, sollte man einen Fernseher (Smart-TV) nicht unbedingt mit einbinden… Streaming der YouTube- oder Netflix-App sind da schnell gemacht :-D Die Rezeptionisten waren davon nicht begeistert, wenn der Hotel-Film immer wieder unterbrochen wird.

 

Wenn ihr mal einen Eindruck haben wollt, dann klickt euch mal auf die offizielle Webseite >>> HIER <<<, das sieht da natürlich etwas professioneller als bei AVM, TP-Link und Co aus.

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16 Kommentare zu “Im Hotel getestet: UniFi Access-Points

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