Anfang September konnten wir uns den GMKtec EVO-X5 Pro bereits auf der IFA 2026 in Berlin ansehen, nun folgt der offizielle Marktstart. Der Mini-PC mit AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 und satten 192 GB LPDDR5X-8533 startet heute ab 6.249 Euro. Bei der lokalen KI legt GMKtec gegenüber der ursprünglichen Ankündigung noch einmal nach: Statt Modellen mit bis zu 300 Milliarden Parametern sollen unter bestimmten Voraussetzungen inzwischen bis zu 320 Milliarden Parameter vollständig lokal möglich sein. An der Hardware selbst hat sich gegenüber der Vorstellung auf der IFA nichts Grundlegendes geändert. Im EVO-X5 Pro steckt AMDs Ryzen AI Max+ PRO 495 mit 16 Zen-5-Kernen, 32 Threads und bis zu 5,2 GHz. Dazu kommt die integrierte Radeon 8065S auf Basis von RDNA 3.5 mit 40 Compute Units. Die XDNA-2-NPU erreicht bis zu 55 TOPS.
192 GB Unified Memory für lokale KI
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal bleibt der Speicher. GMKtec verbaut bis zu 192 GB LPDDR5X-8533 als Unified Memory und gibt eine Speicherbandbreite von bis zu 273 GB/s an. Davon lassen sich maximal 160 GB dynamisch der Grafikeinheit zuweisen. Genau das macht den EVO-X5 Pro für große lokale Sprachmodelle interessant. Zur IFA sprach GMKtec noch von bis zu 300 Milliarden Parametern.
Nach weiteren Anpassungen und Optimierungen sollen nun Modelle mit bis zu 320 Milliarden Parametern vollständig offline laufen können. Ganz ohne Sternchen kommt diese Angabe allerdings nicht aus. Ob ein Modell tatsächlich läuft und wie brauchbar die Geschwindigkeit ausfällt, hängt von Modell, Software, Quantisierung und der jeweiligen Konfiguration ab. Die Zahl von 320 Milliarden Parametern sagt für sich genommen entsprechend noch nichts über die praktische Inferenzleistung aus.
Viermal USB4 und zweimal 10GbE
Bei den Anschlüssen fährt GMKtec einiges auf. Zwei USB4-V2-Ports erreichen bis zu 80 Gbit/s, zwei weitere USB4-Anschlüsse arbeiten mit maximal 40 Gbit/s. Für das Netzwerk stehen zweimal 10GbE zur Verfügung. Bis zu 24 TB Speicher lassen sich verbauen. Externe Grafikkarten werden ebenfalls unterstützt und mehrere EVO-X5 Pro können laut GMKtec zu einem Cluster zusammengeschlossen werden. Die Bildausgabe reicht bis 8K. Die Abwärme soll eine Vapor Chamber zusammen mit drei Lüftern in den Griff bekommen. GMKtec gibt außerdem an, den Rechner für einen durchgehenden 24/7-Betrieb validiert zu haben.
PRO-Modell mit Remote-Verwaltung
Der Ryzen AI Max+ PRO 495 bringt den EVO-X5 Pro auch näher an den Unternehmenseinsatz. Unterstützt werden AMD DASH sowie eine vom Betriebssystem unabhängige Out-of-Band-Verwaltung. Dazu verbaut GMKtec einen separaten dTPM-2.0-Chip. Damit unterscheidet sich der Rechner nicht nur über seine Speicherbestückung von gewöhnlichen Mini-PCs. GMKtec zielt unter anderem auf Entwickler, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die größere Modelle oder andere rechenintensive Anwendungen lokal betreiben wollen.
Ab 6.249 Euro
Zum Marktstart bietet GMKtec zwei Konfigurationen an. Mit 192 GB RAM und 2 TB SSD kostet der EVO-X5 Pro für die ersten 30 Geräte 6.249 Euro. Danach steigt der Early-Bird-Preis auf 6.399 Euro, regulär werden 6.599 Euro fällig. Die Variante mit 192 GB RAM und 4 TB SSD startet bei 6.499 Euro. Anschließend werden zunächst 6.699 Euro und regulär 6.899 Euro verlangt. Die Early-Bird-Aktion läuft sieben Tage. Besitzer eines EVO-X2 oder EVO-X3 sollen zusätzlich einen Upgrade-Rabatt über 50 Euro erhalten. Damit ist der EVO-X5 Pro endgültig weit aus dem klassischen Mini-PC-Preisbereich heraus. Mit 192 GB Unified Memory, viermal USB4 und zweimal 10GbE ist das allerdings auch ziemlich offensichtlich nicht die Geräteklasse, in der GMKtec mit diesem Modell spielen will.





Wow da, war ich nicht mal soo schlecht. 😅🤣
Hatte mal im Blog gesagt ab 6000. Koster das, Ding.
Die Preise sind einfach nur ein Witz.
Bei den 30 Super-Early-Bird Geräten werden die doch bestimmt aus China verschifft. Sprich, da kommt zu den Preisen ja noch Einfuhrumsatzsteuer und Zoll drauf. Da hat man dann, dafür das man das Gerät zum Marktstart hat, mal eben ca. 8000 € hingelegt.
Wartet man also, bis im deutschen Lager die Geräte vorrätig sind, dann spart man also massiv, wenn man dann eben zum regulären Preis kauft.