Snapmaker baut U1-Ökosystem aus und bringt High Flow Hotend mit Phaetus

Snapmaker erweitert das Zubehörangebot für den U1. Gemeinsam mit Phaetus bringt der Hersteller das neue Liber High Flow Hotend auf den Markt. Das speziell für den U1 entwickelte Hotend soll vor allem bei großen Modellen und langen, durchgehenden Extrusionspfaden höhere Materialdurchsätze ermöglichen. Im Vergleich zum bisherigen Stainless Steel Hotend nennt Snapmaker je nach Filament deutliche Zuwächse beim volumetrischen Durchfluss. Der stärkste Unterschied wurde im eigenen Vergleich mit ABS gemessen.

Bis zu 87 Prozent mehr volumetrischer Durchfluss

Im Mittelpunkt steht der sogenannte Liber Split-Flow Melt Channel von Phaetus. Dabei wird der Schmelzpfad innerhalb des Hotends auf mehrere optimierte Kanäle verteilt. Dadurch vergrößert sich die wirksame Oberfläche, über die Wärme an das Filament übertragen werden kann. Unter vergleichbaren Testbedingungen nennt Snapmaker gegenüber dem U1 Stainless Steel Hotend einen um 66 Prozent höheren Volumenstrom mit PLA.

Bei ABS sollen es bis zu 87 Prozent sein, bei PETG HF noch 43 Prozent. Gerade bei großen Bauteilen kann die maximale Schmelzleistung eines Hotends zum begrenzenden Faktor werden. Kann das Material nicht schnell genug aufgeschmolzen werden, muss der Drucker trotz hoher theoretischer Bewegungsgeschwindigkeit langsamer arbeiten.

Für große Modelle und lange Extrusionswege gedacht

Genau hier setzt das Liber High Flow Hotend an. Snapmaker nennt lange Außenwände, großflächige Infill-Bereiche und andere kontinuierliche Extrusionsbewegungen als typische Einsatzgebiete. Die höhere Schmelzleistung soll dafür sorgen, dass der U1 über längere Zeit einen höheren Materialdurchsatz halten kann. Gleichzeitig versprechen Snapmaker und Phaetus eine stabile Extrusion und saubere Oberflächen. In Vergleichstests seien außerdem weniger Stringing und Oozing aufgetreten. Unabhängige Messungen dazu nennt Snapmaker in der Ankündigung allerdings nicht.

Gehärtete Düse mit DLC-Beschichtung

Beim Liber handelt es sich nicht nur um eine andere Düse, sondern um ein komplettes, auf den U1 abgestimmtes Hotend-Modul. Verbaut ist eine gehärtete Stahldüse mit DLC-Beschichtung. Die Härte des Grundmaterials gibt der Hersteller mit HV 725 bis 780 an. Die Beschichtung soll den Verschleiß zusätzlich reduzieren. Dazu kommt eine nahtlos gefertigte Heatbreak mit einer inneren Oberflächenrauheit von höchstens Ra 0,2 Mikrometern. Präzise bearbeitete Kontaktflächen sollen Materialanhaftungen, Undichtigkeiten und Verstopfungen reduzieren.

Snapmaker baut Zubehör-Ökosystem des U1 aus

Für Snapmaker ist die Kooperation zugleich Teil einer größeren Zubehörstrategie für den U1. Statt sämtliche Komponenten selbst zu entwickeln, will das Unternehmen offenbar stärker mit spezialisierten Herstellern zusammenarbeiten. Phaetus ist im 3D-Druck vor allem für Hotends, Düsen und weitere Komponenten rund um die Extrusion bekannt. Das Liber High Flow Hotend wurde laut beiden Unternehmen gemeinsam auf die Hardware und den Druckablauf des U1 abgestimmt. Weitere Kooperationen rund um den U1 stellt Snapmaker bereits in Aussicht.

34,99 Dollar für ein Hotend

Das Snapmaker × Phaetus Liber High Flow Hotend für den U1 kostet 34,99 US-Dollar. Zusätzlich gibt es ein Paket mit vier Hotends für 119 US-Dollar. Die Preise können je nach Markt abweichen. Konkrete Europreise nennt Snapmaker in der Vorabankündigung noch nicht. Das neue Hotend erscheint am 22. September und ergänzt damit das bisherige Zubehörangebot für den Snapmaker U1.

Snapmaker baut U1-Ökosystem aus und bringt High Flow Hotend mit Phaetus
zurück zur Startseite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzerklärung für diesen Kommentar, die Nutzungsbedingungen und Regeln für Kommentare (soweit für diesen Kommentar hier zutreffend) habe ich ebefalls gelesen.

Aktuelle News auf Deskmodder.de
alle News anzeigen
Deskmodder