GEEKOM hat mit dem A5 2027 und dem IT13 zwei Mini-PCs im Angebot, die auf dem Schreibtisch ähnlich wenig Platz beanspruchen, sich bei der Leistung aber deutlich unterscheiden. Ich habe beide für euch getestet. Der A5 ist aus meiner Sicht vor allem für Office und den Rechner zu Hause interessant. Der IT13 bietet deutlich mehr Reserven für produktives Arbeiten, kostet in der getesteten Ausstattung allerdings auch mehr als das Doppelte. Dafür hat der günstigere A5 einen Vorteil, den man im Alltag schnell zu schätzen weiß: Er ist hörbar leiser.
Die getesteten Konfigurationen im Vergleich
Beim A5 2027 habe ich die Variante mit AMD Ryzen 7 7730U und 16 GB Arbeitsspeicher getestet. Der IT13 stand mir mit Intel Core Ultra 7 356H und 32 GB RAM zur Verfügung. Gerade beim Intel-Modell lohnt sich ein genauer Blick auf die ausgewählte Ausstattung. GEEKOM führt auf derselben Produktseite auch eine Version mit Core i5-13600H. Die Ergebnisse dieses Tests beziehen sich auf den Core Ultra 7.
| Ausstattung | GEEKOM A5 2027 | GEEKOM IT13 2026 |
|---|---|---|
| Prozessor | AMD Ryzen 7 7730U | Intel Core Ultra 7 356H |
| Kerne und Threads | 8 Kerne, 16 Threads | 16 Kerne, 16 Threads |
| Arbeitsspeicher im Test | 16 GB DDR4 | 32 GB DDR5 |
| SSD laut gewählter Shopkonfiguration | 500 GB | 1 TB |
| Integrierte Grafik | AMD Radeon Graphics | Intel Graphics |
| Getestetes Betriebssystem | Windows 11 Pro, Build 26200 | Windows 11 Pro, Build 2620 |
Der Core Ultra 7 356H gehört zu Intels aktueller Core-Ultra-Serie 3 mit dem Codenamen Panther Lake. Der Ryzen 7 7730U basiert dagegen auf Zen 3 und kam bereits 2023 auf den Markt. Das „2027“ im Namen des A5 bezeichnet also die Geräteedition und keine neue Prozessorgeneration. Diese Unterscheidung ist für die Kaufentscheidung durchaus relevant.
Beide Geräte habe ich mit einem zum Testzeitpunkt aktualisierten Windows getestet. Für die Messungen kamen Cinebench 2026.1.3 und CrystalDiskMark 9.0.3 zum Einsatz. Der Vergleich zeigt die beiden vollständigen Konfigurationen mit unterschiedlichem Arbeitsspeicher und unterschiedlichen SSDs. Ein reiner Prozessorvergleich ist das deshalb nicht.
Verarbeitung und Aufrüsten
An der Verarbeitung gibt es bei meinen beiden Testgeräten nichts auszusetzen. Beide machen einen hochwertigen Eindruck, sind sauber verarbeitet und kamen ohne optische Mängel an. Auch während der Nutzung gab es keine Funktionsprobleme. Dass der A5 die günstigere Variante ist, fällt bei der Verarbeitungsqualität jedenfalls nicht negativ auf. Beim Aufrüsten gefällt mir der IT13 besser. Die Klappe an der Oberseite lässt sich öffnen und erleichtert den Zugang zum Innenraum. Wer später mehr Arbeitsspeicher oder eine andere SSD einsetzen möchte, profitiert von dieser Lösung. Gerade bei einem kleinen Rechner finde ich es sinnvoll, wenn solche Arbeiten möglichst unkompliziert bleiben.
Auch der A5 lässt sich erweitern. Die angenehmere Zugänglichkeit ist im direkten Vergleich aber ein Pluspunkt für den IT13.
Genug Anschlüsse und ein Wunsch beim IT13
Bei der Anschlussausstattung hatte ich mit keinem der beiden Rechner ein Platzproblem. USB-Geräte, Bildschirme und eine kabelgebundene Netzwerkverbindung lassen sich anschließen, ohne dass für die übliche Nutzung gleich ein zusätzlicher Hub nötig wird.
Der A5 bietet laut GEEKOM vier USB-A-Anschlüsse, davon einen mit USB 2.0, und zwei USB-C-Anschlüsse mit USB 3.2 Gen 2. Beim getesteten IT13 mit Core Ultra 7 stehen vier USB-A-Anschlüsse mit USB 3.2 Gen 2 und zwei USB4-Anschlüsse bereit. Dazu kommen bei beiden zwei HDMI-Ausgänge, ein SD-Kartenleser, ein Audioanschluss und einmal 2,5-Gbit-LAN. Die USB4-Anschlüsse sind damit ein zusätzlicher Ausstattungsvorteil des IT13.
Einen zweiten LAN-Anschluss hätte ich mir beim IT13 trotzdem gewünscht. Für die meisten Nutzer reicht der vorhandene Port aus. Bei einem leistungsfähigeren Rechner dieser Preisklasse wäre eine zweite Netzwerkschnittstelle aber eine sinnvolle Ergänzung, beispielsweise für getrennte Netze oder einen zusätzlichen direkten Anschluss an ein NAS.
Im Alltag entscheidet der Einsatzzweck
Der A5 passt für mich am besten zu klassischen Aufgaben zu Hause. Word, Excel, PowerPoint und die übliche Arbeit im Browser sind genau der Bereich, für den ich ihn in Betracht ziehen würde. Wer hauptsächlich Dokumente bearbeitet, E-Mails schreibt und im Internet unterwegs ist, muss den Aufpreis für den IT13 nicht allein wegen dessen höherer Benchmarkwerte bezahlen.
Beim IT13 bekommt man spürbar mehr Leistung. Für Bildbearbeitung, Videoschnitt und anspruchsvolleres Multitasking ist er von diesen beiden Geräten meine erste Wahl. Die 32 GB RAM und die größere SSD passen ebenfalls besser zu solchen Aufgaben. Wie viel davon eine konkrete Anwendung ausnutzt, hängt natürlich vom Projekt und der verwendeten Software ab.
Der A5 bleibt damit der Rechner für überschaubare Anforderungen. Wer regelmäßig aufwendiger arbeitet und sich zusätzliche Reserven wünscht, bekommt beim IT13 das deutlich leistungsfähigere Gesamtpaket.
Cinebench zeigt einen deutlichen Abstand
In Cinebench 2026 fällt der Unterschied zwischen den beiden Geräten klar aus. Für die folgende Tabelle habe ich die abgeschlossenen Ergebnisse verwendet. Höhere Punktzahlen sind besser.
| Cinebench 2026 | A5 mit Ryzen 7 7730U | IT13 mit Core Ultra 7 356H | Vorsprung IT13 |
|---|---|---|---|
| CPU Multiple Threads | 2.003 Punkte | 3.940 Punkte | rund 97 Prozent |
| CPU Single Thread | 348 Punkte | 483 Punkte | rund 39 Prozent |
Bei der Berechnung mit mehreren Threads erreicht der IT13 damit beinahe die doppelte Punktzahl. Auch bei einem einzelnen Thread liegt er deutlich vorne. Das passt zu meinem Eindruck, dass der Intel-Rechner für aufwendigere Aufgaben die sinnvollere Wahl ist. Fast doppelte Cinebench-Leistung bedeutet allerdings nicht, dass automatisch jede Anwendung doppelt so schnell arbeitet.
Die SSD des A5 bleibt auf dem Niveau von PCIe 3
Bei der SSD hatte ich mir vom A5 zunächst mehr versprochen. Im direkten Vergleich fühlte sich der Rechner bei der Nutzung weniger flott an als der IT13. Die Messwerte zeigen ebenfalls einen deutlichen Abstand. CrystalDiskMark lief bei beiden mit drei Durchläufen und einer Testgröße von 4 GiB.
| CrystalDiskMark 9.0.3 in MB/s | A5 Lesen | IT13 Lesen | A5 Schreiben | IT13 Schreiben |
|---|---|---|---|---|
| Sequenziell, SEQ1M Q8T1 | 3.734,51 | 6.129,46 | 3.178,94 | 5.327,50 |
| Sequenziell, SEQ1M Q1T1 | 3.114,54 | 5.092,18 | 2.696,02 | 4.918,10 |
| Zufällig, RND4K Q1T1 | 50,13 | 60,01 | 121,37 | 200,96 |
Im ersten sequenziellen Test liegt die SSD des IT13 beim Lesen rund 64 Prozent und beim Schreiben rund 68 Prozent vorne. Bei kleinen zufälligen Zugriffen verändert sich der Abstand. Die großen sequenziellen Werte lassen sich daher nicht unmittelbar auf Programmstarts oder das gesamte Windows-Gefühl übertragen.
Zur Einordnung der zunächst vermuteten PCIe-4.0-Anbindung gibt es außerdem einen wichtigen Punkt: AMD nennt für den Ryzen 7 7730U PCIe 3.0. Auch GEEKOM führt den M.2-Steckplatz des A5 aktuell als PCIe Gen 3 x4 auf. Rund 3.735 MB/s beim Lesen passen zu dieser Anbindung. Aus dem Ergebnis lässt sich deshalb kein Defekt der SSD ableiten.
Mein Kritikpunkt bleibt der im Vergleich weniger flotte Gesamteindruck. Den kann ich anhand dieses Tests aber nicht ausschließlich der SSD zuschreiben, weil sich auch Prozessor und Arbeitsspeicher unterscheiden. Beim IT13 steht jedenfalls deutlich mehr Speicherleistung zur Verfügung.
Kleine Spiele und KI als Praxisbeispiel
Für den Praxisteil habe ich auch kleine, mit KI-Unterstützung erstellte Browserprojekte ausprobiert. Dazu gehören Nachbauten nach dem Prinzip von Flappy Bird und Hill Climb Racing. So lässt sich zumindest anschaulich zeigen, was auf den Rechnern neben Office und Benchmarks möglich ist.
Die Beispiele ersetzen keinen Spielebenchmark mit festgelegten Grafikeinstellungen und gemessenen Bildraten. Meine Einschätzung bleibt: Der A5 ist vor allem ein Office-PC, bei dem Spiele eine Nebenrolle spielen. Für leichtes Gaming würde ich von diesen beiden Geräten eher den IT13 wählen. Einen Rechner für anspruchsvolles Gaming würde ich aus ihm allerdings auch nicht machen.
Der Core Ultra 7 356H besitzt eine integrierte Intel-Grafik mit vier Xe-Kernen und zusätzlich eine NPU mit bis zu 50 TOPS laut Intel. Ob die NPU bei einer Anwendung hilft, hängt von deren Unterstützung ab. Die gezeigten KI-Projekte sind kein Nachweis für lokal berechnete Sprachmodelle. Auch ein lokal geöffnetes Browserprojekt sagt noch nichts darüber aus, wo der zugehörige KI-Code erzeugt wurde.
Bei der Lautstärke gefällt mir der A5 besser
Der A5 war während meiner Nutzung deutlich weniger zu hören als der IT13. Beide lagen für mich insgesamt noch in einem akzeptablen Bereich. Der Unterschied ist trotzdem vorhanden und gehört für mich zu den wichtigsten Punkten dieses Vergleichs. Wer den Rechner direkt neben sich stehen hat und einen ruhigen Arbeitsplatz bevorzugt, sollte das berücksichtigen.
Die stärkere Hardware macht den IT13 also nicht in jeder Hinsicht zur angenehmeren Wahl. Beim A5 habe ich den Lüfter im Alltag wesentlich weniger wahrgenommen. Diese Bewertung beruht auf meinem Höreindruck. Vergleichbare Schallpegelmessungen liegen für den Test nicht vor.

Core Temp zeigt in der aufgezeichneten IT13-Sitzung einzelne Maximalwerte bis 91 Grad. In der Cinebench-Aufnahme des A5 meldet die Tdie-Anzeige für den Prozessor einen bisherigen Maximalwert von 79 Grad. Das sind Momentaufnahmen beziehungsweise gespeicherte Spitzenwerte aus unterschiedlichen Situationen. Einen direkten Temperaturvergleich unter identischer Dauerlast liefern sie nicht. Funktionsprobleme gab es bei meinen beiden Testgeräten nicht.
Beim Preis muss man die genaue Variante vergleichen
Die Preisangaben in meinen Shopaufnahmen beziehen sich auf die jeweils ausgewählte Konfiguration. Beim A5 mit Ryzen 7 7730U, 16 GB RAM und der als 500 GB angebotenen SSD sind 549 Euro zu sehen, mit dem eingeblendeten Gutschein 499 Euro. Der IT13 mit Core Ultra 7 356H, 32 GB RAM und 1 TB SSD wird mit 1.299 Euro beziehungsweise 1.104,15 Euro nach Gutschein angezeigt.
Den A5 würde ich nur im Angebot in Betracht ziehen. Er erledigt die Aufgaben, für die ich ihn empfehlen würde, und gefällt mir durch seinen ruhigeren Betrieb. Die ältere Plattform und das niedrigere Leistungsniveau setzen aber eine klare Grenze dafür, was ich dafür bezahlen würde. Zum höheren Preis überzeugt mich das Gesamtpaket weniger.
Der IT13 ist aus meiner Sicht zum gezeigten Angebotspreis das überzeugendere Paket für anspruchsvollere Nutzer. Man bekommt einen Prozessor aus Intels aktueller Generation, mehr RAM, eine größere und schnellere SSD sowie den besseren Zugang zum Aufrüsten. Für einen reinen Office-Rechner wäre mir der Aufpreis trotzdem zu hoch. Wer die zusätzliche Leistung regelmäßig nutzt, kann ihn eher rechtfertigen. Die angebotenen Varianten findet ihr bei GEEKOM zum A5 und GEEKOM zum IT13.
Mein Fazit zum A5 2027 und IT13
Von diesen beiden Geräten würde ich für Bildbearbeitung, Videoschnitt und allgemein anspruchsvolleres Arbeiten den IT13 nehmen. Der Leistungsvorsprung fällt deutlich aus, die SSD ist schneller und die Klappe an der Oberseite macht spätere Erweiterungen angenehmer. Der hörbarere Lüfter und der fehlende zweite LAN-Anschluss bleiben meine Kritikpunkte.
Der A5 2027 hat seine Stärke beim ruhigeren Betrieb und bei klassischen Aufgaben zu Hause. Die Verarbeitung gefällt mir genauso gut, und für Word, Excel oder PowerPoint muss es aus meiner Sicht kein IT13 sein. Kaufen würde ich den A5 allerdings nur zu einem passenden Angebotspreis. Die Modellbezeichnung 2027 sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Inneren eine ältere Plattform arbeitet.
Beide Rechner haben im Test zuverlässig funktioniert. Meine Wahl hängt deshalb vor allem davon ab, wie viel Leistung tatsächlich gebraucht wird und wie wichtig ein leiser Arbeitsplatz ist.
Rabattcodes für den GEEKOM IT13 und A5 2027
- GEEKOM IT13: Mit dem Code DMIT13OD bekommt ihr 18 Prozent Rabatt im GEEKOM-Shop oder 15 Prozent Rabatt bei Amazon. Der Code gilt vom 22. September bis einschließlich 15. November 2026.
- GEEKOM A5 2027: Mit dem Code DMA52027NP bekommt ihr 13 Prozent Rabatt im GEEKOM-Shop oder 10 Prozent Rabatt bei Amazon. Der Code gilt vom 22. September bis einschließlich 30. November 2026.








