Drei Reparaturen, immer wieder dieselben Schritte zur Fehlersuche und bis zur Beschwerde rund 15 Stunden Aufwand: Mein iPhone 17 Pro Max hat mich in den vergangenen Monaten ziemlich viel Geduld gekostet. Am 14. September 2026 wurde es schließlich kostenlos ausgetauscht. Bewegung kam in meinen Fall, nachdem ich mich an Apples Unternehmensleitung gewandt hatte. Selbst bei der Übergabe musste ich allerdings noch einmal diskutieren.

Gekauft habe ich das Gerät im September 2025. Ich nutze es sowohl beruflich als auch privat. Entsprechend wichtig ist mir, dass Mobilfunk und Telefon im Alltag zuverlässig funktionieren. Genau darauf konnte ich mich bei meinem bisherigen iPhone irgendwann nicht mehr verlassen.
Drei Reparaturen zwischen Januar und Juni
Der erste dokumentierte Eingriff erfolgte am 8. Januar 2026 im Apple Store im Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Dabei wurde das Logic Board meines iPhone 17 Pro Max ausgetauscht. Schon am folgenden Tag, dem 9. Januar, gab es den nächsten Reparaturvorgang im selben Store. Diesmal ging es um Probleme mit Face ID. In der Reparaturbestätigung ist der Austausch der Frontkamera aufgeführt. Damit waren innerhalb von zwei Tagen bereits zwei größere Arbeiten an dem Gerät erfolgt.
Am 6. Juni folgte die dritte Reparatur, diesmal im Apple Store Rosenstraße in München. Anlass waren Mobilfunkprobleme. Laut Unterlagen wurde dabei das Gehäuse ausgetauscht. Alle drei Reparaturen waren für mich kostenfrei. Die Eingriffe betrafen also unterschiedliche Komponenten. Das Ergebnis war trotzdem nicht das, was ich mir erhofft hatte. Die Mobilfunkprobleme kamen wieder, außerdem lief das Gerät allgemein instabil und stürzte wiederholt ab.
Zurücksetzen und Neueinrichten brachten keine dauerhafte Lösung
Besonders schwierig war, dass sich die Fehler nicht zuverlässig auf Knopfdruck reproduzieren ließen. Im Alltag traten sie weiterhin auf, bei einer Überprüfung waren sie aber nicht unbedingt gerade sichtbar. Für mich blieb damit die Unsicherheit, ob das Telefon dann funktioniert, wenn ich es brauche.
Im Kontakt mit dem Apple Support wurde immer wieder die Software als mögliche Ursache genannt. Also setzte ich das iPhone mehrfach zurück und richtete es erneut ein. Auch eine vollständige Neueinrichtung ohne Wiederherstellung eines Backups gehörte dazu. Die Probleme kamen trotzdem wieder.
Ich habe diese Schritte mitgemacht, weil ich natürlich wollte, dass die Ursache gefunden wird. Irgendwann wurde daraus allerdings ein Ablauf, der sich ständig wiederholte. Im Store verwies man mich an den telefonischen Support, am Telefon ging es wieder um weitere Tests oder einen Termin vor Ort. Ich erklärte den Verlauf erneut und sollte anschließend erst einmal abwarten.
Bis zur späteren Beschwerde hatte ich nach meiner Schätzung rund 15 Stunden mit Reparaturen und Support verbracht. Der abschließende Storebesuch und das Gespräch mit der übergeordneten Stelle kamen noch dazu. Auch eine kostenfreie Reparatur kann für den Kunden also einen erheblichen Aufwand bedeuten.
Drei Reparaturen reichten zunächst nicht für einen Austausch
Mehrere Mitarbeiter erklärten mir sowohl im Store als auch am Telefon, dass nach internen Vorgaben zunächst mindestens drei Reparaturversuche nötig seien, bevor ein Austausch in Betracht komme. Als diese drei Reparaturen abgeschlossen waren und weiterhin Probleme auftraten, wurde mein Wunsch nach einem vollständigen Austausch trotzdem abgelehnt.
Eine solche interne Vorgabe kann ich nicht überprüfen. Ich gebe hier wieder, was mir im Kontakt mit Apple gesagt wurde. Für mich blieb dadurch vor allem unklar, unter welchen Voraussetzungen ein Austausch überhaupt möglich sein sollte. Ich hatte die Reparaturen zugelassen und die verlangten Tests durchgeführt. Eine verlässliche Lösung hatte ich weiterhin nicht.
Am 10. September wurde mein Fall an Vorgesetzte innerhalb eines spezialisierten Supportteams weitergegeben. Ich sollte das Gerät zunächst bis Mittwoch, den 16. September, weiter testen. Zu diesem Zeitpunkt rückte auch das Ende der einjährigen Herstellergarantie näher, was mich zusätzlich beschäftigte.
Dabei muss man die Herstellergarantie von der gesetzlichen Gewährleistung unterscheiden. Apple weist in seinen Garantiebedingungen für Deutschland selbst darauf hin, dass die freiwillige Garantie die gesetzlichen Verbraucherrechte nicht einschränkt. Meine Sorge war, wie der bereits gemeldete Fall bei weiteren Verzögerungen behandelt werden würde.
Erst die Beschwerde brachte eine Austauschzusage
Am 11. September wandte ich mich per E-Mail an Apples Unternehmensleitung. Darin schilderte ich die Reparaturen, die weiterhin auftretenden Mobilfunkausfälle und Abstürze sowie den bisherigen Zeitaufwand. Mein Anliegen war ein vollständiger Austausch gegen ein zuverlässig funktionierendes iPhone 17 Pro Max derselben Konfiguration.
Eine persönliche Antwort aus der Unternehmensleitung erhielt ich nicht. Stattdessen meldete sich ein Mitarbeiter von Executive Relations und bezog sich ausdrücklich auf meine E-Mail. Dieses Team bearbeitet eskalierte Kundenanliegen und stimmt Lösungen mit anderen Bereichen ab, wie Apple auch in einer Stellenbeschreibung für Executive Relations erläutert. Wir vereinbarten ein Telefonat für den 15. September.
Bereits am 12. September rief mich ein Mitarbeiter aus dem Store Rosenstraße an und bot mir einen Austausch an. Er sagte, dass ihm Informationen zu meinem Fall weitergegeben worden seien. Von wem diese kamen, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Auch bei der Übergabe wurde noch diskutiert
Am 14. September ging ich in den Store Rosenstraße. Dort war mein Fall bereits bekannt. Trotzdem wartete ich noch etwa 20 Minuten, bis der Store Manager zu mir kam. Nach der telefonischen Zusage hatte ich gehofft, dass die Abwicklung jetzt unkompliziert werden würde. Stattdessen wurde noch einmal darüber gesprochen, warum man das Gerät eigentlich weiter reparieren könne. Mir wurde erklärt, dass sich iPhones ab der 17er Generation deutlich einfacher reparieren ließen. Außerdem hätten nach den bereits durchgeführten Arbeiten eigentlich keine Probleme mehr auftreten sollen.
Dass Geräte besser reparierbar werden, finde ich grundsätzlich sinnvoll. Für meinen konkreten Fall half mir dieses Argument aber wenig. Drei Reparaturen und mehrere Neueinrichtungen hatten bis dahin nicht zu einem dauerhaft zuverlässigen Telefon geführt. Dass es eigentlich funktionieren sollte, änderte nichts an meinen Erfahrungen im Alltag. Unangenehm fand ich auch die Reaktion auf meine Beschwerde bei einer höheren Stelle. Mir wurde sinngemäß gesagt, dass man das anders hätte lösen können. Auf mich wirkte die Reaktion verärgert. Gerade das konnte ich schwer nachvollziehen, weil ich zuvor mehrfach auf dem regulären Weg um einen Austausch gebeten hatte.
Nach der längeren Diskussion händigte mir schließlich eine Mitarbeiterin das Ersatzgerät aus. Auch diese Übergabe empfand ich als widerwillig. Am Ende erhielt ich aber den zugesagten vollständigen Austausch gegen ein iPhone 17 Pro Max mit 256 GB in Cosmic Orange. Die Servicebestätigung vom 14. September hält das fortbestehende Problem fest. Im Feld zur Reproduktion steht „Verifiziert an Genius Bar“, zum optischen Zustand „Keine Schäden“ und als vorgeschlagene Lösung „Kostenfreier Austausch“. Der für mich fällige Gesamtbetrag lag bei null Euro. Eine genaue technische Ursache der bisherigen Ausfälle geht aus dem Beleg nicht hervor.
Das Telefonat mit Executive Relations nach dem Austausch
Am 15. September führte ich das vereinbarte Gespräch mit Executive Relations trotz des bereits erfolgten Austauschs. Dabei bestätigte mir der Mitarbeiter, dass er den Store kontaktiert hatte, damit ich das Ersatzgerät bekomme. Damit war auch geklärt, wie die zuvor überraschende Austauschzusage zustande gekommen war.
Das Gespräch selbst hinterließ bei mir einen gemischten Eindruck. Der Mitarbeiter hörte mir zu, wirkte auf mich aber wenig engagiert. Außerdem nahm ich aus dem Gespräch den Eindruck mit, dass die Probleme möglicherweise bei mir oder meiner Nutzung gesucht wurden. Eine ausdrückliche Aussage, ich sei selbst schuld, gab es nicht. So kam das Gespräch bei mir an.
Nach den mehrfachen Reparaturen und der Neueinrichtung ohne Backup hätte ich mir einen anderen Abschluss gewünscht. Ich wollte nachvollziehen können, weshalb es so lange gedauert hatte und warum der Austausch erst nach der Beschwerde möglich geworden war. Stattdessen blieb bei mir das Gefühl, mich für die weiterhin aufgetretenen Probleme rechtfertigen zu müssen.
Meine Meinung zum Umgang mit dem Fall
Positiv ist, dass Apple mein iPhone am Ende vollständig und kostenlos ausgetauscht hat. Auch die Unterstützung durch Executive Relations hat konkret etwas bewirkt. Ob das Ersatzgerät dauerhaft zuverlässig funktioniert, muss sich im Alltag noch zeigen. Die Mitarbeiter waren im direkten Kontakt eigentlich fast immer nett zu mir. Das möchte ich bei aller Kritik ausdrücklich festhalten. Meine Enttäuschung betrifft vor allem den gesamten Ablauf. Freundliche Gespräche helfen nur begrenzt, wenn ich danach wieder bei einem anderen Ansprechpartner lande und dieselben Schritte erneut durchgehen soll.
Ich habe Verständnis dafür, dass sporadische Fehler schwer zu finden sind und eine Reparatur grundsätzlich sinnvoll ist. Nach drei Eingriffen, wiederkehrenden Problemen und dem erheblichen Zeitaufwand hätte ich mir aber gewünscht, dass jemand den gesamten Fall früher zusammenführt und eine verbindliche Lösung organisiert. Besonders unbefriedigend war für mich, bei der Übergabe des bereits zugesagten Ersatzgeräts noch einmal über die Berechtigung meines Anliegens diskutieren zu müssen. Eine Beschwerde bei einer höheren Stelle war für mich der nächste Schritt, nachdem die bisherigen Kontakte keine Lösung gebracht hatten. Dass ich diesen Weg gegangen bin, sollte mir als Kunde nicht zum Vorwurf gemacht werden.
Ich bin froh, dass ich das bisherige Gerät abgeben konnte. Von Apple hätte ich mir gewünscht, dass der Weg dorthin weniger Zeit kostet und ich mich als Endkunde besser aufgehoben fühle. Ein zuverlässiges Telefon und ein nachvollziehbarer Umgang mit meinem Problem waren aus meiner Sicht keine überzogene Erwartung.
Das ist keine gute Werbung für Apple!
Aber Apples Werbung ist umso besser. Die zählt. Aber es ist wirklich Schade, wenn einem Konzern der einzelne Kunde egal ist.
Eine Story, die man momentan in jeder Branche erzählen könnte- aus meiner Sicht hat du völlig richtig und noch mehr als geduldig gehandelt.
Problematischer ist soetwas in der Ersatsteilbranche (KFZ) Du kaufst ein original Ersatztel bei VW
, baust es beim Kunden als autorisierte Fachwerkstatt nach herstellervorgabe fachgerecht ein ( viel Verbundarbeit , da z.B Motor raus) Das Teil ( sehr schlechte Quali heutzutage, aber es gibt nix besseres) versagt nach 6 Monaten, du reklamierst und bekommst affekthaft “ Einbaufehler“ ohne Begründung an der Kopf geworfen.Gehst du da in den Rechtsstreit bei 300,- Streitwert? Die Arbeitswerte des 2. Austausches bleiben natürlich auch an dir hängen.
Drei Reparaturen, mehrere komplette Neueinrichtungen und rund 15 Stunden Lebenszeit später noch darüber diskutieren zu müssen, ob man das Gerät nicht vielleicht ein viertes Mal reparieren könnte, ist schon eine bemerkenswerte Vorstellung von diesem „Manager“. Dass erst eine Eskalation an die Unternehmensleitung nötig war, damit plötzlich möglich wurde, was vorher angeblich nicht ging, macht die Sache nicht besser. Prozesse sind wichtig – gesunder Menschenverstand wäre zwischendurch aber auch ganz hilfreich gewesen.
Ich würd sagen das wenn nach 3 nicht erfolgreichen Reparaturversuchen, der Prozess vorgibt das ein 4ter folgen muss, ist der Prozess falsch. D.h. der gesunde Menschenverstand müsste dort schon einfließen.
Hättest dir ja auch einfach ein neues kaufen können 😆
Immer wollen die Hersteller ein Reparatur versuchen und danach wird es nur schlimmer, anstatt ein Ersatzgerät dem Kunde zu geben und gut ist
Erst reparieren und dann austauschen ist doch gut. Wenn dieser Weg allerdings so gestaltet ist, dass wir Kunden hoffentlich vorher abwinken, stimmt was nicht.
„Naja, hättest dir ja auch ein richtiges Telefon kaufen können .. und nicht so einen „Billig-Müll“ aus Cupertino … “ …
( /Sarkasm off )
Mit sowas habe ich tagtäglich zu tun, zum Glück aber nicht mit Apple …
Nee, mal im Ernst, solche Fehler nerven, zumal die Geräte so hochkomplex sind, das man einen Fehler nur schwer lokalisieren und einer Baugruppe zuordnen kann …
Nicht schön, aber so ist das Leben … wirst du noch öfters haben in deinen kommenden 30 bis 40 Lebensjahren, bevor du zu dir sagst „Reicht mir jetzt, ein Leben voller Updates … nun reicht mir nur noch die „Schild“-Zeitung und eine Tasse Tee.
Und ich dachte immer, dass iPhones nicht kaputt gehen können. Haben mir ganz viele Menschen so erzählt
Leg das teil mal unter einen Panzer. ALLES kann kaputt gehen, sogar eine nagelneue Waschmaschiene am ersten Tag.
Ich hatte noch nie Probleme mit unseren und wir benutzen sie immer mehrere Jahre
Ja, die Antwort kenne ich
Dein Glück, dass du offensichlich so einen Apple Store um die Ecke hast.
Für mich wäre es eine mittelschwere Katastrophe:
von meinem Wohnort zum nächsten Apple Store (Hamburg oder Hannover) wären es in beiden Fällen (zufälligerweise) 163 KM einfache Fahrt.
Unschöne Sache. Mann gut, dass ich mit meinem Iphone 17 Pro MAX keine Probleme habe. toi, toi, toi
Nichts autorisiertes in deiner Nähe? Ärgerlich.
Puh, das klingt alles nicht so toll….bei den Premium-Preisen sollte man auch von Premium-Service ausgehen. Aber ich habe auch die Vermutung, dass Unternehmen aktuell an allen Ecken und Kanten Geld einsparen möchten und denen der Einzelfall sowas von egal ist…dann kaufst du nächstes Mal halt ein Samsung z.B. und sagst deiner Familie/Bekannten „kauft euch bloß kein iPhone mehr“. Ja und? Apple verdient so viel Geld, dann haben die am Ende halt 5 Käufer weniger! Es ist aber allgemein sehr traurig, wie aktuell mit zahlenden Kunden umgegangen wird. Auch etablierte deutsche (teure) Hersteller machen sich immer unbeliebter….
PS: Ich hatte 2016? einen ähnlichen Fall. Mein iPhone 6s Plus hatte nach wenigen Monaten eine große Menge Staub auf Höhe des Stumm-Schalters unter dem Displayglas. Damals durfte ich es nach Holland schicken und hatte zum Glück noch ein Ersatzhandy. Ich musste damals aber auch schon einem „Manager“ mehrfach einreden, dass ich nach 2 Monaten mein Gerät mal gerne wieder haben möchte. Am Ende habe ich ein neues iPhone bekommen, aber der Staub kam an gleicher Stelle wieder (Konstruktionsfehler?!). Ich habe dann Klebeband über den Stummtaster geklebt und hatte dann Ruhe…
PPS: Seit dem hatte ich bestimmt 6 iPhones und viele andere Produkte von Apple und nie wieder auch nur ein kleines Problem mit den Geräten. Daher war es für mich ein „Ausrutscher“.
„Am 11. September wandte ich mich per E-Mail an Apples Unternehmensleitung.“
Wie darf ich mir das vorstellen? Schreibst du einfach nur: „ Hey Tim mein Telefon geht nicht mehr?“
Woher hast du eine direkte Mail an Tim Cook bzw. den mir noch unbekannten Nachfolger in Cupertino?
Als Bericht schön geschrieben, leider aber ohne Mehrwert für andere Geschädigte der kapitalistischen Gierhälse.
Wie kann ich mich direkt wehren, denn ich habe erst in Dresden einen Store, welcher damit (Hin und zurück) 4 h Bus und Zugfahrt von mir entfernt ist.
Woher hast du die Kontaktdaten der ominösen „Unternehmensleitung“?
Das wirkt nicht glaubhaft.
Ronny, das ist schon eine interessante Beweisführung: Du kennst einen Kontaktweg nicht, also kann er offenbar nicht existieren und der Artikel ist „nicht glaubhaft“.
Die Mailadressen der Apple-Unternehmensleitung sind nun wirklich kein Staatsgeheimnis. Insbesondere die Adresse von Tim Cook ist seit Jahren öffentlich bekannt. Dafür braucht es weder besondere Kontakte nach Cupertino noch schreibt man dort „Hey Tim, mein Telefon geht nicht mehr“.
Und natürlich bedeutet eine Mail an einen CEO nicht, dass der CEO anschließend persönlich im Apple Store anruft und ein iPhone organisiert. Genau dafür gibt es entsprechende Eskalationsstrukturen. Im Artikel steht ausdrücklich, dass Jonas keine persönliche Antwort aus der Unternehmensleitung erhalten hat. Stattdessen meldete sich Executive Relations unter Bezugnahme auf seine Mail. Dieses Team kontaktierte anschließend den Store – und der zuvor abgelehnte Austausch wurde möglich.
Solche Eskalationen sind übrigens auch außerhalb von Apple nichts Exotisches. Ich hatte selbst gerade einen vergleichbaren Fall mit UPS: Eine Importsendung hing rund zwei Wochen praktisch ohne Einfuhrbearbeitung fest. Nachdem die üblichen Wege nicht weiterführten, habe ich den Vorgang über einen mir bekannten Kontaktweg an den zuständigen Country Manager DACH eskaliert. Innerhalb von rund 90 Minuten kam Bewegung in einen Vorgang, bei dem zuvor tagelang nichts voranging. Hat der Country Manager persönlich mein Paket durch den Zoll getragen? Natürlich nicht. Eine Eskalation sorgt dafür, dass ein festgefahrener Vorgang intern an der richtigen Stelle landet.
Genau darin liegt auch der von dir vermisste Mehrwert von Jonas’ Artikel: Supportverlauf dokumentieren, Reparaturen und Vorgänge festhalten und bei einem festgefahrenen Fall gegebenenfalls über die normale Supporthierarchie hinaus eskalieren.
Nach den konkreten Kontaktdaten zu fragen, ist völlig legitim. Aus „Ich kenne diese Adresse nicht“ allerdings direkt „Das wirkt nicht glaubhaft“ zu machen, ist argumentativ etwas dünn.
Nicht Jonas’ Schilderung wird dadurch unglaubwürdig. Dir war schlicht dieser Eskalationsweg bislang nicht bekannt. Das sind zwei ziemlich unterschiedliche Dinge.
Sehr angenehm argumentiert.
Entschuldigt bitte wenn ich aktuell etwas dünn(häutig) schreibe und auch auf sowas mit großer Skepsis reagiere, ich kämpfe derzeit wieder mit Depressionen. 😑🤕😴😩
Trotzdem, Geschichten aus dem Paulanergarten hörte ich schon zu häufig.
Wegen eines solch privaten Problems eines DEUTSCHEN Kunden die Unternehmensleitung in den USA zu kontaktieren und diese angeblich sogar etwas in Gang setzt, klingt komplett unrealistisch.
Als ob sich der Milliardär in Cupertino auch nur ansatzweise für die eh schon nervigen Europäer, und dann sogar noch einen EINZELNEN PRIVATMANN, interessiert.
Deswegen wäre es richtig gewesen dass Jonas erwähnt welche Unternehmensleitung er meint.
Die Leitung des Apple-Store, die Regionalleitung wie bei dir, oder die Deutschlandleitung.
In all meinen Jahren kam ich noch nie auf die Idee wegen meinen Lappalien die Geschäftsführung eines zum Beispiel Vodafone zu kontaktieren (wobei das 2013 und 2016 durchaus sinnvoll gewesen wäre, denn als ich unten in Baden-Württemberg an der Zentrale vorbeifuhr, kam mir damals kurz der Gedanke einen Rucksack mit brennenden Dynamit in das Foyer zu stellen, solch einen Hass hatte ich auf dieses Unternehmen samt seinem Umgang mit Privatkunden).
Vielleicht triggert mich der Bericht auch deswegen so sehr, weil Jonas diesen Weg wählte, ich nicht.
Weil Jonas aber nicht genau erklärt was er machte, sondern nur „ominöse“ Unternehmensleitung schreibt.
Es wäre schön wenn Jonas das noch aufklärt.
Ich gehe derweil ein wenig in mich und schaue nach wieso ich hier so reagiere.
Danke für deine umfangreiche Erklärung und deine allgemein super sachliche und ruhige, stets deeskalierende Art.
Finde ich großartig.
PS: wolltest du mich nicht auf dem laufenden halten bezüglich deiner Airpods?
Tim Cook und John Ternus hab ich angeschrieben, Executive Relations hat drauf geantwortet und wollte telefonieren. Apple Store in München wurde von Executive Relations kontaktiert und hat denen gesagt, sie sollen es austauschen und mir ein neues geben
Danke für dein Feedback.
Und absolut krass, dass du die Eier hast Tim und John wegen so einer Lappalie anzuschreiben.
Noch krasser, dass so etwas sogar funktioniert.
Herzlichen Glückwunsch zum neuen iPhone.
🎉🎊🪅🥂🍻
Im Normalfall gehen die iPhones in die Online-Diagnose und werden dort analysiert. (Inkl. ausführlichen Protokoll.) Vielleicht hatte man dir „gebrauchte“ Ersatz-Teile eingebaut. (Selbstverständlich ist das nur meine bescheidene Vermutung.)
Das Schönste beim Support ist doch fast immer, dass indirekt immer Blödheit oder Lüge unterstellt wird, weil die Leute weder ausgebildet sind noch gehalten sind, den Geschädigten so wenig Stress wie möglich zu machen.
Der „gute“ Supporter wimmelt Kunden so ekelhaft ab, dass der Betroffene spätestens nach dem 2ten Kontaktversuch angewidert aufgibt.
Na ja,
meines Wissens nach müssen Hersteller zweimal beim selben Fehler nachbessern dürfen bevor sie ein Gerät austauschen. Aber derselbe Fehler ist natürlich relativ wenn man keine Ahnung von der Materie hat. Erst wird er, angenommen, also als fehlerhafte 5G Antenne verkauft, zweimal, dann als den Chip selbst. Im Prinzip ist das Kundenverarsche, denn das Problem besteht auf demselben Fehler, die Mobilfunkverbindung wird nicht erreicht. Aber als Hersteller habe ich sogar drei Optionen in diesem Falle, die Antenne, den Chip, oder die Software. Letzere kann ich als Hersteller easy auf den User abwälzen, nichts ist einfacher als das. Auch steht in vielen AGBs geschrieben, dass ein Softwareupdate nicht mehr den reibungslosen Gebrauch eines Gerätes gewährleistet.
Im Prinzip ist also der User der gelackmeierte, auch wenn der Verbraucherschutz etwas anderes suggerieren möchte.
Apple Care ist, gerade in diesem Beispiel, ein Witz. Es geht komplett am User, der evtl. für ein Pro Max viel Geld ausgegeben hat, vorbei, schützt ihn nicht, im Gegenteil!
Ich verstehe nicht warum hier so viele Apple mit allem was sie haben verteidigen. Ja Apple ist geil im eigenen Kosmos, ohne Frage! Aber Apple schließt auch vieles aus. Mal versucht am Macbook ein Android Smartphone anzuschließen? Ggü. einem Windows Rechner? Mal versucht am Windows Rechner ein Apple Phone anzuschließen?
Ja huch? Das funktioniert wie irre, nur bei Apple nicht, nicht ohne Fremdsoftware.
Gut, einige mögen es jetzt so verteidigen, dass Apple generell keine Sicherheitslücken möchte in seinem Kosmos, aber ist das wirklich der Fall?
Apple möchte mit „Apple Care“ eine Sicherheit schaffen, die fragwürdig ist, also generell darauf basiert was Hersteller dürfen und können, aber die Apple User vertrauen ja darauf das Apple für den Kunden gemacht ist. Was, sorry, bullshit ist.
Es ist wie die ewige AMD vs. nVidia Diskussion. AMD schneidert Kundenorientierte Grafikkarten während nVidia das Gegenteil macht. Nein, beides stimmt nicht. Beides sind Börsenorientierte Unternehmen die Gewinnoptimiert ausgelegt sind. Und genau das ist Apple auch.
Und wenn bei einem „nur“ 1000 Euro Smartphone eine so harte Grenze gezogen wird wie hier im Beitrag, dann darf man sich fragen wie hoch die Fehlerquote ist und warum ein Unternehmen so funktioniert wie es funktioniert…
Warum lässt man sich darauf ein? Spätestens beim dritten mal, eher früher Austausch verlangen.