Mac App Store: Apple erlaubt Entwicklern das Ende des Intel-Supports

Apple zieht beim Abschied von Intel-Macs die nächste Linie. Entwickler dürfen im Mac App Store künftig die Unterstützung für Intel-basierte Macs aus ihren Apps entfernen. Bisher waren Universal-Apps im Mac App Store praktisch der Standard, also Anwendungen, die sowohl auf Intel-Macs als auch auf Macs mit Apple Silicon laufen. Für Besitzer älterer Macs ist das keine gute Nachricht. Sie fallen mit macOS 27 ohnehin aus dem offiziellen Betriebssystemsupport. Wenn Entwickler nun zusätzlich den x86-Code aus ihren Apps streichen, wird auch das Softwareangebot nach und nach dünner.

Grafik: Apple

Apple wirbt mit kleineren Apps und weniger Aufwand

Apple informiert registrierte Entwickler derzeit per E-Mail über die Änderung. Darin heißt es, dass bisherige Universal-Apps, die Macs ab macOS 13 unterstützen, künftig die Unterstützung für Intel-basierte Macs entfernen dürfen. Apple verkauft den Schritt zunächst als Erleichterung für Entwickler. Ohne Intel-Code lasse sich die App-Entwicklung vereinfachen. Außerdem sollen Downloadgröße und Speicherbelegung auf dem Gerät sinken. Einen Zwang gibt es vorerst nicht. Entwickler müssen den Intel-Support also nicht sofort streichen. Apple macht aber deutlich, wohin die Reise geht. Nach dem Betriebssystem folgt nun schrittweise auch die Software-Ebene.

macOS 27 läuft nur noch auf Apple Silicon

macOS 27 mit dem Codenamen Golden Gate ist das erste Mac-Betriebssystem seit dem Intel-Wechsel ab 2005, das nicht mehr nativ auf x86-Macs läuft. Unterstützt werden nur noch Macs mit Apple Silicon. Ganz überraschend kommt das nicht. Apple hatte den Übergang zu eigenen ARM-Chips bereits vor Jahren eingeleitet und den Support für Intel-Macs lange auslaufen lassen. Trotzdem ist der Schnitt für viele Nutzer spürbar. Gerade weil macOS 27 nicht nur neue Funktionen bringt, sondern auch Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen. Für Intel-Nutzer bleibt damit macOS 26 alias Tahoe die letzte große Version. Dieses System war nicht unumstritten. Apple stellte mit Tahoe stärker auf den Liquid-Glass-Look um und veränderte dabei auch eingespielte Bedienmuster. Einige Probleme und Unsauberkeiten sollen erst mit Golden Gate behoben werden. Genau dieses Update bekommen Intel-Macs nun aber nicht mehr.

Rosetta 2 wird ebenfalls zurückgefahren

Der App-Store-Schritt passt zu Apples größerem Plan. Der Konzern will den Intel-Altbestand nicht nur beim Betriebssystem, sondern auch bei Anwendungen loswerden. Dazu gehört auch Rosetta 2. Die Übersetzungsschicht sorgte bisher dafür, dass viele Intel-Apps auf Macs mit Apple Silicon weiterlaufen konnten. Mit macOS 28 will Apple Rosetta 2 größtenteils streichen. Für Entwickler heißt das: Wer noch reinen Intel-Code ausliefert, muss seine App ohnehin anfassen. Apple nennt dafür bereits einen Zeitplan. Ab macOS 26.4 sollen Nutzer bei Intel-Apps Hinweise erhalten. Mit macOS 27 beginnt dann das finale Support-Jahr. Entwickler sollen laut Apple sofort mit der Umstellung beginnen, falls ihre Apps noch nicht angepasst wurden.

Für alte Macs wird es enger

Für Besitzer älterer Intel-Macs bedeutet das nicht, dass plötzlich alle Apps verschwinden. Viele Programme werden weiter funktionieren, solange Entwickler alte Versionen bereitstellen oder den Intel-Code nicht sofort entfernen. Langfristig wird die Lage aber schlechter. Neue Versionen könnten häufiger nur noch für Apple Silicon erscheinen. Auch Updates, Fehlerkorrekturen und neue Funktionen dürften bei manchen Apps nur noch auf aktuellen Macs ankommen.

Mac App Store: Apple erlaubt Entwicklern das Ende des Intel-Supports
zurück zur Startseite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzerklärung für diesen Kommentar, die Nutzungsbedingungen und Regeln für Kommentare (soweit für diesen Kommentar hier zutreffend) habe ich ebefalls gelesen.

Aktuelle News auf Deskmodder.de
alle News anzeigen
Deskmodder