Valve hat gestern Abend die Reservierungsmöglichkeit für die groß erwartete Steam Machine – in Internetkreisen auch gerne scherzhafterweise „GabeCube“ genannt – freigegeben. Gleichzeitig sind nun die Konfigurationen und die Preise bekannt. Gestern endete zudem für die Presse das Embargo für die Tests und zahlreiche Medien konnten ihre Meinungen zum neuen Mini-Spielerechner bekunden. Die nun bekannten Preise sorgen im Netz bereits für Unmut, denn selbst die günstigste Option startet bereits vierstellig.
Wie beim Steam Deck verändert sich bei den Konfigurationen nur die Größe des internen Speicherplatzes.
Die Konfigurationen und Preise
| 512GB | 1.039 Euro |
| 512GB + Steam Controller | 1.108 Euro |
| 2TB | 1.359 Euro |
| 2TB + Steam Controller | 1.428 Euro |
Jeweils 69 Euro Aufpreis kommen obendrauf, entscheidet man sich zusätzlich für einen Steam Controller. Regulär kostet dieser 99 Euro. Bei der teuersten Konfiguration kommen noch zwei Wechselplatten für die Front, jeweils eine rote und eine in Holzfarben.
Grundsätzlich besteht die Steam Machine aus einer modifizierten AMD-CPU mit Zen-4-Architekteur und sechs Kernen mit zwölf Threads. Darin werkelt eine modifizierte AMD-GPU mit RDNA3 und 28 CUs. 16 Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher und zusätzlich acht Gigabyte GDDR6-Videospeicher gesellen sich dazu. Per microSD-Kartenslot kann der interne Speicherplatz erweitert werden. Konnektivität geschieht über WLAN 6E, Bluetooth 5.3 und Gigabit-Ethernet.
Für den Betrieb des Steam Controllers ist kein Extra-Dongle notwendig, da in der Steam Machine ein Funkadapter integriert ist. Mit SteamOS steht ein auf Arch-Linux basierendes Betriebssystem mit der Steam-Bibliothek zur Verfügung.
Reservierung ab sofort möglich
Bis zum 25. Juni 2026 um 19 Uhr kann man sich einen Platz auf der Warteliste sichern. Nach und nach werden entsprechende Interessenten benachrichtigt, ob sie in der Reservierungswarteschlange sind. Sobald die gewünschte Konfiguration verfügbar ist, bekommen die Interessenten eine E-Mail mit der Option zum Kauf. Valve erklärt diesen Vorgang mit der Verbesserung des Kauferlebnisses und die Begrenzung der Anzahl an Wiederverkäufen. Ab dem 29. Juni 2026 gehen die ersten Steam Machines in den Versand.
Voraussetzung für den Eintrag in die Warteliste: keine negativen Auffälligkeiten und es muss vor dem 27. April 2026 mindestens ein Kauf bei Steam getätigt worden sein.

Ich bin sehr gespannt ob sich dieses offensichtlich veraltete und viel zu langsame, weit hinter den Marketingversprechungen Valves zurückbleibende Gerät, auch nur ansatzweise so gut wie das Steam Deck verkaufen wird.
Gerade Valve hat die Ressourcen um dem Preiswucher entgegen zu wirken und Linux als Spieleplattform voran zu bringen.
Wenn aber Profitgier wichtiger als hohe Verbreitung ist, dann kann dies durchaus eine Todgeburt werden.
Wir reden hier von nur 16 GB RAM und noch schlimmer, nur 8 GB VRAM bei einer uralten CPU. Dann nur 512 GB Speicher, wo schon eine PS3 soviel hatte (oder XBOX Series S).
Die Leistung liegt laut PCGH auf Höhe einer PS4 – XBOX Series S.
Was für ein 1040 – 1400 € teures Gerät 2026 erbärmlich ist.
Zusätzlich fehlt der Controller, auch das zeugt von Gier und abgehobener Frechheit seitens Valve.
Ich glaube der Ansatz ist hier ein anderer, es soll ein Umgebung jenseits von Windows für andere Hersteller interessant gemacht werden. Im Idealfall verkaufen 1-2 Jahre nach Start viele andere Anbieter Hardware mit SteamOS und binden so weitere potentielle Kunden.
Wow…
Ganz schön schlechte und mickrige Hardware für das Jahr 2026, auch wenn es „nur“ für Gaming sein soll!
Das Teil kann man in einem Jahr in die Tonne treten…
Und wie die Leute bei der PS5 Pro rumgeheult haben, viel zu teuer. Sony legt wenigstens einen Controller Standard mit bei und ihre Konsole hat einfach die Doppelte Leistung.
Die PS5 Pro bekommt man zurzeit um die 800-850€ mit 2 TB Speicher
Die Steam Maschine kostet halt mit 2TB einfach 1.428 Euro
Steam Maschine 8.8 Teraflops
PS5 Pro 16,7 Teraflops.
Das die sich nicht schämen ist alles.
Naja, versuchen kann man’s. Der Markt wird ihnen recht oder unrecht geben.
Für mich ist das Teil für das Gebotene auch VIEL zu teuer. Den halben Preis könnte ich noch verstehen, aber so.
Und, im Gegensatz zu einem anderen Kommentar hier sehe ich auch keine Notwendigkeit in irgendeiner Weise Linux auf dem Spielemarkt zu pushen. Auch hier kann nur sagen: Der Markt bestimmt was genutzt wird und was nicht. Linux ist immer noch was für IT-Administratoren was viele Dinge anbelangt, von daher ist es doch kein Wunder, dass die wie immer nur bei 1 bis 2% auf dem Heim-PC Markt herumtuckern.
Da du auf mich anspielst, sprich mich doch bitte direkt an.
Ich liebe Windows seit 1997 und probierte Linux erstmals auf den Linuxtagen in Chemnitz 1999. Damals scheiterte ich an Treibern für meine Voodoo Banshee.
Ca. 2011 probierte ich Mint, um ein altes Netbook nochmal zum Leben zu erwecken.
Und erst dieses Jahr wieder, Bazzite und CachyOS auf einem Surface Go 1, allerdings mit eher mäßigem Erfolg, da fast keine alten Spiele aus GOG liefen.
Deswegen finde ich einen stärkeren Fokus auf Linux durchaus begrüßenswert, da damit auch ältere Geräte profitieren.
Für mein Hauptgerät bleibe ich selbstverständlich bei Windows 11 Canary.
Ich bekomme das immer am Rande mit, wenn ich mich in den Steamforen bewege: Linux ist echt ein PITA, wenn du versuchst, Windows-Spiele zum Laufen zu bringen. Auch wenn die Emulations-Layer besser geworden sind, man muss sich da wirklich reinfuchsen, und manches bekommt man auch gar nicht zum laufen.
Ich weiß nicht, ob sich Steam generell einen Gefallen damit tut. Für mich scheint das ein großer Aufwand an Geld und Workforce zu sein, für einen Markt, bei dem es eher zweifelhaft ist, ob er mal groß wird.
Nur mal eine Zahl: Das Steam Deck wurde bislang wohl um die 4 bis 6 Millionen mal verkauft. Vergleich das mit dem PC-Markt, und die Zahl ist winzig. Vergleich das mit dem Konsolenmarkt, und die Zahl ist immer noch winzig.
Und, wenn sie jetzt mit einer überteuerten Luxuskonsole um die Ecke kommen, die ungefähr die Rechenleistung einer PS4 oder Xbox Series S hat, dann weiß ich wirklich nicht, ob es das bringt.
Schon einige wirklich witzige und interessante Kommentare hier, dass einerseits die angeblich schwache Leistung kritisiert wird, andererseits aber ein niedrigerer Preis gefordert wird. Entweder ist die Hardware für den Preis schlecht oder die Hardware müsste stärker sein – beides gleichzeitig würde den Preis eher erhöhen als senken. Und wer aktuell mal von seinem Stein, und dem versilberten Elfenturm heruntersteigt wird vielleicht merken das sich der Markt was Kosten für Hardware und gerade Speicher aktuell allgemein zum negativen für Gamer wendet.
Zudem ist „Profitgier“ ein merkwürdiger Vorwurf gegenüber einem Unternehmen, das Linux-Gaming mit Proton wahrscheinlich stärker vorangebracht hat als jeder andere Akteur der Branche. Wer Valve ernsthaft mangelndes Engagement für Linux vorwirft, ignoriert die letzten Jahre der PC-Gaming-Entwicklung komplett.
@chakko Linux ist längst nicht mehr nur für IT-Administratoren. Aber es ist auch noch nicht so unkompliziert und sorgenfrei wie Windows oder macOS für den Durchschnittsnutzer. Genau deshalb bleibt der Marktanteil niedrig. Nicht wegen fehlender Leistungsfähigkeit, sondern weil Bequemlichkeit und Software-Kompatibilität für die meisten Käufer wichtiger sind als Offenheit oder technische Eleganz.
Davon hat auch niemand geredet. Der Preis ist einfach zu hoch für die gebotene Hardware.
Aber, bleiben wir auf dem Teppich: Auch wenn die Hardware besser wäre, sollte eine Konsole in einem bestimmten Preisbereich bleiben. Ich komme noch aus Zeiten in denen eine Playstation 400 D-Mark gekostet hat. Diese extremen Preiserhöhungen muss man nicht unbedingt mitmachen. Und, für den Preis der Steam Machine kaufe ich mir gleich einen wesentlich leistungsstärkeren und viel vielseitigeren Desktop-PC. Mit Windows drauf natürlich.
Der Vergleich hinkt etwas. Erstens sind die 400 D-Mark einer ursprünglichen PlayStation nicht direkt mit heutigen Preisen vergleichbar. Inflationsbereinigt liegt der Betrag deutlich höher, und moderne Konsolen bieten technologisch ein Vielfaches dessen, was damals möglich war. Heute eine Playstation zu veröffentlichen wären wir im selben Preisbereich wenn nicht noch höher.
Zweitens war die Steam Machine nie als Konkurrenz zu einem selbst zusammengestellten Desktop-PC gedacht, sondern als wohnzimmertaugliches Komplettsystem mit PC-Freiheiten. Wer bereit ist, selbst einen Rechner zu bauen, bekommt oft mehr Leistung pro Euro – das gilt aber genauso im Vergleich zu vielen Fertig-PCs.
Drittens ist „mit Windows natürlich“ eher eine persönliche Präferenz als ein objektiver Vorteil. SteamOS bzw. Linux hat den Vorteil, keine zusätzlichen Lizenzkosten zu verursachen und stärker auf Gaming optimiert zu sein. Heute zeigt das auch der Erfolg des Steam Deck.
Und letztlich: Wenn der Maßstab lautet, dass eine Konsole möglichst günstig sein soll, dann sollte man die Steam Machine nicht wie eine Konsole bewerten. Sie war eher ein kompakter Gaming-PC fürs Wohnzimmer. Wenn man sie dagegen als PC betrachtet, sind Faktoren wie Aufrüstbarkeit, offene Plattformen und freie Software durchaus Argumente, die über reine FPS-pro-Euro-Vergleiche hinausgehen.
Vergiss dabei nicht, dass die D-Mark auch doppelt so viel Wert war wie der Euro.
Für mich sind das komplette Bananenpreise. Wenn ich für denselben Preis ein Massenmarktprodukt bekomme, das wesentlich weniger kann und wesentlich weniger vielseitig einsetzbar ist als ein anderen Produkt (der Desktop-PC), dann bin ich schön blöd, diese Preise zu zahlen.
Und, einen PC kann man ebenso gut an einen Fernseher anschließen. Den einzigen echten Vorteil sehe ich da im leisen Betrieb und dem Stromverbrauch einer Konsole.
was ist denn aus dem Versprechen geworden, STEAMOS auch für „normale“ PCs (zumindest mit AMD Prozessor) zur Vergügung zu stellen? Ich lesen da nur was mit Konsolen:
„Wir gehen davon aus, dass für die meisten Nutzer SteamOS auf dem Steam Deck oder einem anderen kompatiblen Gerät vorinstalliert ist. Darüber hinaus wurde mit den jüngsten Updates für Steam und SteamOS die Kompatibilität mit anderen AMD-betriebenen PC-Handheld-Geräten verbessert.“
ok, es gibt Fanprojekte:
https://cachyos.org/
https://bazzite.gg/
https://chimeraos.org/
https://nobaraproject.org/
aber von Valve selbst?
hier das Versprechen vom 28.02.2023:
https://repo.steampowered.com/download/README.txt
„SteamOS version 1 ‚alchemist‘ and version 2 ‚brewmaster‘ have been
discontinued. No further updates are planned.
SteamOS version 3 ‚holo‘, as used on the Steam Deck, is a separate
codebase based on Arch Linux packages. An installer for use on generic PC hardware is planned but not currently available.“
Auch da gibt es Neues. https://stadt-bremerhaven.de/steamos-jetzt-offiziell-fuer-desktop-pcs-verfuegbar/
Solange keine Nvidia-Grafikkarten unterstützt werden allerdings ziemlich nutzlos.
Nutzlos definitiv nicht.
Ich selbst sehe den Mehrwert zwar nicht, aber es gibt eine nicht gerade kleine Anzahl an Nutzern mit AMD Grafikkarte, welche durchaus bereit wären SteamOS zu testen.
Ich z. B. würde mir niemals eine nVIDIA Karte kaufen, da ich denen immer noch übel nehme, wie damals 3dfx geschluckt und ausgenommen wurde.
Seitdem nur 3dfx, PowerVR (Kyro), oder ATI/AMD Karten genutzt.
Ein Huawei Notebook X Pro Notebook mit GeForce MX250 nutzte ich nur mit der Intel Onboard Lösung und auch nur eine Woche.
https://www.techpowerup.com/350206/valve-is-collaborating-with-nvidia-to-bring-steamos-support-to-more-pcs
danke! ich finde dennoch den Download Link nicht (für eine installierbare Version, die speziell für PC Hardware herausgegeben wurde. Also zumindest Intel bzw. AMD)
Du musst wohl das Steam Deck Recovery Image verwenden, siehe hier: https://help.steampowered.com/de/faqs/view/65B4-2AA3-5F37-4227#install
Ohne Gewähr, und, Vorsicht, wie dort beschrieben löscht eine Installation die komplette Festplatte.
Und, das Ganze läuft auch bislang nur auf AMD-Hardware, sprich CPU und Grafikkarte müssen von AMD sein.
danke! dann warte ich lieber noch ein wenig, bis das als ISO und mindestens auch für Intel rauskommt.
Das ist bestimmt vernünftig.
Als Valve die SM in 2025 designed und mit AMD über die Semi-Custom Chips verhandelt hat, war von der Speicher-Krise wahrscheinlich nur gerüchteweise zu hören. Ich glaube mich zu erinnern, dass die ersten Meldungen auf angeblich steigende Preise im Sommer auftauchten. Ich habe sie damals leider auch nicht ernst genommen. Aber das is tein anderes Thema.
Das ganze Design sagt: Ich will eine Konsole sein. Für einen Preispunkt für 500-600€ hätte das vielleicht auch funktioniert. Die Marktlage hat das Konzept ad absurdum geführt. Für den aufgerufenen Preis konkurriert man jetzt mit günstigen PCs inklusive Aufrüstpotential und da macht das Konzept für den aktuellen Preis keinen Sinn. Wenn nicht die Semi-Custom Chips wären, hätte Valve die Sache vielleicht auch verworfen, aber ich denke, sie haben vertragliche Abnahmeverpflichtungen und beißen jetzt in den sauren Apfel.
Ich habe schon verschiedentlich gelesen, dass die Hoffnung besteht, dass Valve mit der SM die Lage für Windows Spiele unter Linux verbessert.
Warum sollte es das tun? Weder wird die SM eine neue Hardware-Plattform schaffen, die es vergleichbar nicht schon längst gibt (weil eben keine Konsole, sondern nur ein Low-End-PC), noch glaube ich an einen großen Markterfolg (das ist zugegebenermaßen subjektiv).
Ich weiß auch nicht, wo die große Motivation der Gaming Studios für Optimierung für Linux herkommen soll. Solange die Mehrheit der Windows Games unter Linux mit vergleichbarer Performance lauffähig ist, besteht keine Notwendigkeit, dafür Ressourcen und Geld aufzuwenden. Das wäre eigentlich nur bei den Studios der Fall, die auf die Kernel-Driver-basierte Anti-Cheats für ihre Games setzen. Den Distributoren kann es egal sein, für welches Betriebssystem das Game gekauft wird. Von den 5+% der User, die in der Steam Statistik Linux nutzen, haben aber wahrscheinlich etliche ein Dual-Boot System.
Ob das Spielen unter Linux für die User einfach oder mit Hirnschmalz verbunden ist, kann denen im Endeffekt egal sein, solange sie nur kaufen.
Wenn die SM ein Erfolg würde, würden zwar die Prozente der Linux-Gamer steigen, aber ob die SM User dann genügend Kaufkraft bündeln, um die Einstellung der Studios entscheidend beeinflussen zu können, steht noch einmal auf einem anderen Blatt. Ich bin überzeugt, dass Valve nicht-öffentlcihe Statistiken hat, wieviel Umsatz auf die Besitzer von bestimmten Hardware-Leistungsklassen entfallen. Tendenziell werden Nutzer von Low-End-Hardware wohl nicht die AAA-Titel kaufen, um sie dann in der niedrigsten Graphikeinstellung zu spielen.
Nach meiner Meinung wird die SM ein wirtschaftlicher Misserfolg werden. Aber warten wir ab.