Apple hat die Vorbestellungen für sein erstes faltbares iPhone freigeschaltet. Das iPhone Duo kostet in Deutschland mindestens 2.299 Euro und kommt am 23. Oktober in den Handel. Mit zwei OLED-Displays, einem neu entwickelten Bedienkonzept und dem A20 Pro unterscheidet sich das Gerät deutlich von den bisherigen iPhone-Modellen. Besonders der 7,6 Zoll große Innenbildschirm dürfte für viele Käufer interessant sein, denn damit bietet Apple erstmals ein iPhone, das sich bei Bedarf in ein kleines Tablet verwandelt. Das iPhone Duo ist in den Farben Nachthimmel und Sternenweiß erhältlich. Apple setzt auf ein nach innen faltbares Design, bei dem ein 5,4 Zoll großes Außendisplay die Bedienung im geschlossenen Zustand übernimmt. Aufgeklappt steht eine deutlich größere Arbeitsfläche zur Verfügung, die Apple auch für neue Multitasking-Funktionen unter iOS 27 nutzt.
7,6 Zoll im Inneren, 5,4 Zoll auf der Außenseite
Beim Display geht Apple einen anderen Weg als bei seinen bisherigen Smartphones. Der innere Bildschirm misst 7,6 Zoll und bietet laut Hersteller rund 50 Prozent mehr Fläche als das iPhone 18 Pro Max. Außen sitzt ein weiteres Super-Retina-XDR-Display mit 5,4 Zoll. Die Spitzenhelligkeit gibt Apple mit bis zu 3.000 Nits an. Das faltbare Panel besteht aus zehn besonders dünnen Schichten. Eine spezielle Nanotexturbeschichtung soll Reflexionen reduzieren, während die verwendeten Weitwinkel-OLEDs für eine möglichst gleichmäßige Darstellung sorgen. Die FaceTime-Kamera im Inneren befindet sich unter dem Display und ist bei normaler Nutzung nicht sichtbar.

Mit dem größeren Bildschirm ändern sich auch einige Abläufe unter iOS 27. Anwendungen lassen sich über Split View nebeneinander öffnen. So kann beispielsweise links die Fotomediathek angezeigt werden, während rechts eine E-Mail bearbeitet wird. Bilder können anschließend direkt zwischen den beiden Anwendungen verschoben werden. Das Scharnier erlaubt außerdem verschiedene Aufstellpositionen. Das iPhone Duo lässt sich teilweise aufklappen und auf einem Tisch abstellen, um Filme anzusehen oder Videoanrufe zu führen. Auch zwischen Innen- und Außendisplay kann während der Nutzung gewechselt werden.
A20 Pro mit neuer Dual Neural Engine
Für die Rechenleistung ist der A20 Pro zuständig. Der Chip besitzt sechs CPU-Kerne und eine GPU mit sieben Kernen. Apple spricht gegenüber dem A19 Pro von einer bis zu 20 Prozent höheren CPU-Leistung. Die Speicherbandbreite soll um bis zu 50 Prozent gestiegen sein. Bei der Verarbeitung von KI-Aufgaben kommt eine neue Dual-16-Core-Neural-Engine zum Einsatz. Für die Kühlung hat Apple eine Dampfkammer integriert, die insbesondere bei längerer Belastung die entstehende Wärme verteilen soll.
Auch beim Akku unterscheidet sich das faltbare Modell von bisherigen iPhones. Apple nutzt erstmals ein duales Batteriesystem, bei dem die verfügbare Fläche innerhalb des Gehäuses besser ausgenutzt werden soll. Dazu kommen das C2-Modem und eine Konstruktion, die vollständig auf eSIM setzt. Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem Innendisplay an. Wird ausschließlich der kleinere Außenbildschirm verwendet, sollen bis zu 44 Stunden möglich sein. Wie sich das Gerät bei häufigem Wechsel zwischen beiden Displays verhält, werden erst unabhängige Tests zeigen. Beim kabelgebundenen Laden sollen rund 20 Minuten ausreichen, um den Akku wieder auf 50 Prozent zu bringen. Dafür wird ein entsprechend leistungsfähiges USB-C-Netzteil benötigt.
Zwei 48-Megapixel-Kameras statt eines Teleobjektivs
Beim Kamerasystem verbaut Apple zwei rückseitige Sensoren mit jeweils 48 Megapixeln. Neben der Hauptkamera gibt es eine Ultraweitwinkelkamera. Auf ein separates Teleobjektiv verzichtet der Hersteller. Stattdessen ermöglicht die Hauptkamera einen zweifachen Zoom in optischer Qualität. Für Selfies steht außen eine 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera bereit. Im aufgeklappten Zustand kann zusätzlich die unter dem Innendisplay verbaute FaceTime-Kamera verwendet werden.
Das faltbare Gehäuse eröffnet einige zusätzliche Möglichkeiten bei der Aufnahme. Mit Duo Preview können sich fotografierte Personen bereits während der Aufnahme auf dem zweiten Bildschirm sehen. Smart Foto erkennt laut Apple, wann alle Personen bereit sind, und löst anschließend automatisch aus. Weitere Funktionen heißen Blickfang und Duo FaceTime. Videos lassen sich mit bis zu 4K und 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Der Kinomodus, eine intelligente Fokusverfolgung und verschiedene Werkzeuge zur nachträglichen Bildbearbeitung gehören ebenfalls zur Ausstattung. Apple Intelligence unterstützt unter anderem beim Entfernen störender Objekte und beim Anpassen von Bildausschnitten.
WLAN 7, Bluetooth 6 und ausschließlich eSIM
Bei der Konnektivität unterstützt das iPhone Duo WLAN 7, Bluetooth 6 und 5G. Eine klassische SIM-Karte lässt sich nicht mehr einsetzen. Für den Mobilfunk ist ausschließlich eine eSIM vorgesehen. Trotz des Scharniers und des faltbaren Bildschirms gibt Apple eine IP68-Klassifizierung an. Das Gerät wurde unter kontrollierten Bedingungen auf einen Schutz gegen Wasser und Staub geprüft. Die angegebene Wasserbeständigkeit reicht bis zu sechs Meter Tiefe für maximal 30 Minuten. Wie bei anderen Smartphones kann dieser Schutz mit zunehmender Abnutzung nachlassen.
Auch Notruf SOS über Satellit und die automatische Unfallerkennung sind vorhanden. Passend zum neuen Gehäuse bietet Apple außerdem ein eigenes Case sowie ein Folio mit integriertem Standfuß an. Bei der Software kommt iOS 27 zum Einsatz. Apple Intelligence ist ebenfalls integriert, allerdings stehen nicht sämtliche Funktionen in allen Regionen zur Verfügung. Insbesondere Siri AI bleibt auf dem iPhone in der Europäischen Union zunächst weiterhin außen vor.
iPhone Duo ab sofort vorbestellbar
Seit 14 Uhr deutscher Zeit nimmt Apple Vorbestellungen für das iPhone Duo entgegen. Der Einstiegspreis liegt bei 2.299 Euro. Damit kostet das faltbare Modell mindestens 850 Euro mehr als das iPhone 18 Pro, das in Deutschland bei 1.449 Euro beginnt. Zur Auswahl stehen die beiden Farben Nachthimmel und Sternenweiß. Über Apple Trade In können berechtigte Altgeräte beim Kauf angerechnet werden. Die ersten Geräte sollen ab dem 23. Oktober 2026 ausgeliefert werden. Ab diesem Tag ist das iPhone Duo auch regulär erhältlich.

So geil das Teil sein mag (ich vermisse einen Stift; ist der Apple Pen kompatibel?), aber bei den Preisen wird mir schwindelig, obwohl ich jetzt nicht gerade am Hungertuch nage. Ich denke, die meisten Verkäufe werden über Mobilfunkverträge und Geräteabos erfolgen. Niemand, der bei klarem Verstand ist, gibt so viel Geld für ein Telefon aus.
Lieferzeit jetzt schon bei Mitte Dezember. Das Teil wird wohl fleissig geordert.