SAMDUO hat am europäischen Standort in Amsterdam die neue Nex-Serie vorgestellt. Mit dem Nex E6000, Nex E6000H und Nex P2800 Pro will das Unternehmen Plug-in-Heimspeicher für unterschiedliche Wohnsituationen anbieten. Im Fokus stehen 6 kWh Speicher, eine besonders flache Bauform, modulare Erweiterung, Smart-Home-Anbindung und ein Einstiegspreis von 1.999 Euro für die E-Serie.

SAMDUO Nex E6000: 6 kWh Speicher in besonders flacher Bauform
Das optisch auffälligste Modell war der SAMDUO Nex E6000. Der Heimspeicher setzt auf eine besonders flache Bauform mit einer Tiefe von nur 11,9 cm. Damit soll das Gerät nicht wie ein klassischer großer Batterieschrank wirken, sondern eher wie ein flaches Wandgerät, das sich auch in Wohnräumen oder schmaleren Bereichen unterbringen lässt.

Technisch nennt SAMDUO eine Kapazität von 6 kWh pro Einheit. Dazu kommen 2.600 W bidirektionale Leistung, 10.000 Ladezyklen und eine Skalierbarkeit von 6 bis 90 kWh. Möglich wird das durch die Kopplung mehrerer Einheiten. Laut den gezeigten Unterlagen können bis zu 15 Geräte parallel betrieben werden.
Interessant ist außerdem, dass SAMDUO beim E6000 nicht nur die reine Speicherkapazität in den Vordergrund stellt. Vielmehr soll das Gerät auch in bestehende Energie- und Smart-Home-Umgebungen eingebunden werden können. Genannt wurden unter anderem WLAN, LAN, Bluetooth, RS485 und eine Open API.
SAMDUO Nex E6000H: Gleiche Grundidee, aber kompakteres Gehäuse
Neben dem E6000 wurde auch der SAMDUO Nex E6000H gezeigt. Technisch bewegt sich das Modell in eine ähnliche Richtung, setzt aber auf eine andere Bauform. Während der E6000 möglichst dünn ist, wurde der E6000H als kompakter 23-Liter-Heimspeicher präsentiert.

Auch hier stehen 6 kWh Speicherkapazität, 2.600 W bidirektionale Leistung und eine Plug-in-Ausrichtung im Fokus. Das Gerät richtet sich damit eher an Nutzer, die keinen flachen Wandspeicher möchten, sondern ein kompaktes Gerät für eine Ecke, einen Technikbereich oder eine unauffälligere Platzierung suchen.
SAMDUO positioniert den E6000H als kompakten AC-gekoppelten Heimspeicher. Das bedeutet: Der Speicher soll sich vor allem für bestehende Installationen eignen, bei denen nicht die gesamte Solartechnik umgebaut werden soll.
P2800 Pro: Modulare Speicherlösung für Balkonkraftwerke
Der dritte große Teil der Vorstellung war der SAMDUO Nex P2800 Pro. Dieses Modell unterscheidet sich stärker von den beiden E6000-Varianten, da es eher auf Balkonkraftwerke und modulare Erweiterung ausgelegt ist.

SAMDUO nennt hier eine Basiskapazität von 2,73 kWh beziehungsweise 2.736 Wh. Über zusätzliche Module soll sich das System auf bis zu 16,41 kWh erweitern lassen. Der PV-Eingang wird mit 3.600 W angegeben, verteilt auf 4 MPPTs. Damit richtet sich der P2800 Pro nicht nur an einfache Balkon-Setups, sondern auch an Nutzer, die mehrere Module oder komplexere Ausrichtungen betreiben möchten.
Für Deutschland besonders relevant: Die gezeigten Unterlagen nennen 800 W On-Grid-Ausgangsleistung. Gleichzeitig spricht SAMDUO bei den Systemen von höherer bidirektionaler Leistung. Hier muss man also genau unterscheiden, welche Werte sich auf das Hausnetz, den Speicher selbst oder mögliche Backup-Szenarien beziehen.
PowerMesh, Open API und Smart-Home-Anbindung
Ein zentraler Punkt der Präsentation war die intelligente Steuerung der Speicher. SAMDUO bewirbt dafür unter anderem PowerMesh und SAMDUO Intelligence 3+. Die Idee dahinter: Mehrere Speicher sollen im Haushalt miteinander kommunizieren, Lasten verteilen und Energie möglichst effizient bereitstellen.
Für Smart-Home-Nutzer ist vor allem die Open-API-Ausrichtung spannend. SAMDUO zeigte vor Ort, dass die Systeme BLE, WLAN, LAN und RS485 unterstützen sollen. Auch eine Einbindung in bestehende Energie- und Smart-Home-Systeme wurde thematisiert.
Gerade für Nutzer von Home Assistant, Shelly, dynamischen Stromtarifen oder smarten Zählern könnte das künftig interessant werden. Entscheidend wird aber sein, wie offen und zuverlässig die Schnittstellen am Ende tatsächlich im Alltag funktionieren.
Preis und Verfügbarkeit
Für die Nex E-Serie wurde vor Ort ein Preis von 1.999 Euro pro Einheit gezeigt. Das betrifft die E-Serie rund um E6000 und E6000H. Beim P2800 Pro standen die technischen Daten stärker im Vordergrund, während finale Marktpreise und Verfügbarkeit für einzelne Konfigurationen noch gesondert betrachtet werden müssen.

Da SAMDUO mit der Nex-Serie gerade erst stärker in Europa sichtbar wird, bleibt auch abzuwarten, wie Vertrieb, Service, Garantieabwicklung und Ersatzteilversorgung in Deutschland konkret aufgebaut werden. Auf dem Papier wirken die technischen Daten interessant, im Alltag müssen sich die Geräte aber noch beweisen.