Mit dem Sicherheitsupdate Juni hat Microsoft eine sicherheitsrelevante Änderung bei der in den Ordnern versteckten Datei „desktop.ini“ vorgenommen. Dadurch kann es sein, dass ein von euch in der desktop.ini eingetragenes Icon oder Ordnername nicht angezeigt wird.
Dies kann aber auch durchaus vorkommen, wenn man keine Änderung vorgenommen hat. Das ist aber nur ein temporärer Nebeneffekt vom Update für Windows 10 und Windows 11. Wie Microsoft schreibt: „Dieses neue Verhalten ist beabsichtigt. Ab den am 9. Juni 2026 veröffentlichten Windows-Sicherheitsupdates wird eine Änderung zur Verbesserung der Sicherheit bei der Verarbeitung der Datei „desktop.ini“ eingeführt. Wenn Windows nicht feststellen kann, dass die Quelle einer desktop.ini-Datei vertrauenswürdig ist, ignoriert Windows diese Datei und behandelt sie so, als wäre sie nicht vorhanden. desktop.ini-Dateien aus vertrauenswürdigen Quellen funktionieren jedoch weiterhin normal.“
Wir kennen das Verhalten schon von Dateien, bspw. eine PDF aus dem Netz geladen, die erst in den Eigenschaften“freigegeben“ werden muss. Auch wenn es sich derzeit sehr scharf liest, was Microsoft da vorgenommen hat, sind benutzerdefinierte Symbole oder auch andere Ordnernamen, die in einer desktop.ini eingetragen werden, nicht davon betroffen.
Für diejenigen, die diese Änderung durch das Juni-Update rückgängig machen möchten, bietet Microsoft zwei Varianten an. Dadurch wird das MotW-Tag entfernt:
– PowerShell (Administrator):
– Eine einzelne desktop.ini:
– Unblock-File "C:\Your\Folder\Path\desktop.ini"
– Für alle desktop.ini-Dateien in einem Ordner:
– Get-ChildItem „C:\Your\Folder\Path“ -Recurse -Filter desktop.ini -Force | Unblock-File
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Und es gibt keine Lösung wie zum Beispiel bestehende ini Files neu aufbauen… Oder alle „desktop.ini“ files prüfen und reparieren oder sowas?
Das betrifft ja nur desktop.ini Dateien, welche aus einer unsicheren Quelle bezogen wurden, z.b. aus dem Internet. Die haben das erwähnte Flag im Alternate Data Streams (ADS) gesetzt. Mit dem Unblock-File in der PowerShell kann man das aber entfernen und gut. Das betrifft aber auch alle anderen Downloads aus unsicheren Quellen. Die sind alle so gekennzeichnet. Lokal erstellte desktop.ini Dateien sind nicht betroffen.
Naja da könnte ich trotzdem die Microsoft Leute braten! Angenommen man macht sich die Arbeit und erstellt Ordner mit Musik Dateien und einem Cover und macht sich die Arbeit das als Icon für den Ordner zu setzen. Dann zipt man das und bietet es zum Download an. Für den ders kauft ist das Ordner Icon nicht sichtbar weil die ini nicht von seinem Rechner ist…. Und schon ist das unschön und man will dem Entwicklerteam in die Eier treten😕
Das betrifft dann aber auch die .zip Datei und wenn man sie entpackt, alle entpackten Dateien aus der .zip Datei, und nicht nur die desktop.ini. Die Dateien sind dann alle als unsicher markiert und können ggf. blockiert werden. Aber das Verhalten ist schon länger so. Neu ist halt jetzt, dass der Explorer die desktop.ini daraufhin überprüft.
Das kann man ganz ganz einfach umgehen:
Datei auf einem mit FAT/FAT32/exFAT formatiertes Laufwerk, z.B. USB-Stick, speichern.
Und schon ist das Flag weg, denn das wird nur von NTFS unterstützt.
Ich weiß. Aber ich nutze halt Unblock-File dafür. Extra für sowas ein FAT/FAT32/exFAT-Laufwerk anlegen, finde ich da Unsinn. Ich habe mich an das Verhalten schon gewöhnt. Gibt es ja schon lange.
Extra für sowas ein FAT/FAT32/exFAT-Laufwerk anlegen, finde ich da Unsinn. ???
Dem entgegen setzen wäre wohl:
Alleine schon die allseits empfohlenen Tatsache,
dazu eine externe USB 3 SSD Festplatte oder auch NVME mit exfat Partitionen für regelmäßige Backups zu benutzen.
Erfordert halt kurz jeweiliges, manuelles Bestätigen der Abfrage zum Nicht- Speichern der Eigenschaften.
wenn der/die Ordner nicht gezipt ist.
Selbst der Ordner mit den eigenen enthaltenen Icon Dateien – Pfadangabe in der ini Datei
Ein Antivirusprogramm (Defender) prüft wohl keine „Eigenschaften“ Einträge der Dateien
Wo ein normaler Nutzer normalerweise auch nichts macht.
Da Core?
Eine externe HDD mit exFAT nutze ich ja für Backups, aber nicht für Downloads. Das eine hat jetzt nichts mit dem anderen zu tun. Und Defender überprüft nicht, ob eine Datei „aus einer vertrauenswürdigen Quelle“ stammt. Ansonsten würde der jeden Download aus dem Internet blockieren, was ziemlich lästig wäre.
Und wie gesagt, das Ganze ist nicht neu. Das wurde damals vor langer Zeit mit dem Internet Explorer eingeführt. Der Internet Explorer ist zwar Geschichte (außer im Edge IE Modus), aber die Sicherheitseinstellungen von diesem werden bis heute verwendet einschließlich mit den Listen, wo man Quellen als vertrauenswürdig oder halt nicht-vertrauenswürdig eintragen kann.
„… und man will dem Entwicklerteam in die Eier treten“ Aua, das tut weh! Bitte genderneutral formulieren… 😉
„Wenn Windows nicht feststellen kann, dass die Quelle einer desktop.ini-Datei vertrauenswürdig ist, (…)“. Diese Aussage ist anmaßend und unverschämt. Nur ich als Nutzer allein kann feststellen, ob die Quelle vertrauenswürdig ist oder nicht. Nutzer werden von Microsoft mehr denn je „enteignet“. Windows wird doch meist nur noch von geistig Minderbemittelten verwendet, die nicht im Stande sind mit einem Computer und einem richtigen Betriebssystem umzugehen, betreute Computernutzung sozusagen. Da fehlt definitiv der Schalter um den Betreungsmodus auszuschalten.
Dann hast du auch kein Antivirus laufen? Denn der scannt auch die Daten, die reinkommen. Aber das willst du ja alleine feststellen, oder?
Naja. Ein Antivirusprogramm sollte nur anspringen, wenn etwas tatsächlich Malware ist und dann ist es gut wenn die Ausführung unterbrochen und das file entzogen wird. Diese generelle Beschränkung für alles was aus dem Netz kommt erfordert aber manuelles Eingreifen in den Eigenschaften, wo ein normaler Nutzer sonst nichts rummacht.
Mir persönlich ist das egal. Ich weiß damit umzugehen. Aber andere stehen da womöglich an.
„Windows wird doch meist nur noch von geistig Minderbemittelten verwendet, die nicht im Stande sind mit einem Computer und einem richtigen Betriebssystem umzugehen,“
Ist ja sehr nett das du jeden 2ten Nutzer beleidigst.
„Windows wird doch meist nur noch von geistig Minderbemittelten verwendet“ Na, dann bist du ja in der passenden Peergroup…
Im WIKI
unter
https://www.deskmodder.de/wiki/index.php?title=Icon_Cache_l%C3%B6schen_wei%C3%9Fes_Icon_reparieren_Windows_11_und_10
im Abschnitt
Verknüpfungen von einem anderen Rechner mit blankem Icon reparieren
wird Jürgen alias moinmoin das Skript hoffentlich austauschen.
Ich habe das Skript soweit ergänzt, dass auch bei .ini Dateien die Blockade aufgehoben wird.
Gruß
Jürgen Klein
Na, warum sollte er es nicht.
Ist erledigt.