Apple hat am Abend ein kleines Wartungsupdate für die beiden neuesten iOS-Versionen veröffentlicht: Version 26.4.2 und 18.7.8 beheben ein Problem mit den „Notification Services“. Es kam wohl vor, dass eigentlich gelöschte Benachrichtigungen später noch in den internen Logs des Betriebssystems auftauchten.
Verfügbar ist das Update für alle mit iOS 18 und 26 kompatiblen iPhones und iPads. Neben dieser einen behobenen Sicherheitslücke sind gegenwärtig keine weiteren Änderungen bekannt.
Apple veröffentlicht iOS 26.4.2 und 18.7.8

iPadOS wurde auch aktualisiert
Ja, das Update der 26.4.2 ist ca. 500MB groß und ließ sich auch auf einem iPad 8.Gen mit nur 32GB stressfrei installieren.
Beim nächsten größeren Update gibt es dann wieder Ärger, weil der Speicher nicht reicht. Ich wollte eigentlich auf der 18er-Schiene bleiben, solange es unterstützt wird, wurde aber gezwungen auf 26 upzudaten.
Dass ein vom FBI rekonstruierter Signal-Chat nun Apple gleich zu einem Update gezwungen hat, ist schon verwunderlich.
Bei Samsung zum Beispiel ist der Benachrichtigungsverlauf standardmäßig aktiviert und man kann Nachrichten auch wenn sie vom Chatpartner gelöscht wurden jederzeit lesen. Außer man hat aktiviert, dass der Inhalt bei Benachrichtigungen verborgen wird.
Du kannst Apple auch nicht mit Android vergleichen. Apple tat schon immer viel für die Sicherheit und Privatsphäre von seinen Kunden. Android hingegen ist stark dafür ausgelegt, dass Netzbetreiber und App Anbieter alles mitlesen und sammeln können. Natürlich brachte es dem OS dadurch ein Monopol auf dem Markt, aber auf kosten eben der Privatsphäre.
Es gibt auch einen Trick wie der Benachrichtigungsverlauf auch funktioniert, wenn Inhalt der Benachrichtigungen verborgen wurden. Das machen sich die Apps zu nutze, welche – angeblich – „gelöschte Nachrichten wiederherstellen können“. Also auch wenn die Messenger Werbung machen mit End-zu-End Verschlüsselung, das schwächste Glied in der Kette ist da leider Android. Sobald du eine falsche App auf dem Gerät hast, kann jeder all deine Chats mitlesen oder Nachrichten mitsammeln.
Du meinst wohl eher, dass Apple sehr darauf bedacht ist, seine 30-prozentige Provision zu schützen, was manchmal mit dem Datenschutz überschneidet. Nicht grundlos legt sich Apple wegen des DMA mit der EU an und versucht über das URL-Schema, sämtliche EU-Nutzer zu erfassen, damit bloß keine Provision verloren geht.
https://www.golem.de/news/nur-in-der-eu-safari-auf-ios-ermoeglicht-device-tracking-2404-184621.html
Wenn Herr Kuketz einen 12-wöchigen Test, in dem er ein iPhone datenschutzfreundlich nutzen wollte, bereits nach sechs Wochen abbrechen musste, spricht das Bände.
https://www.kuketz-blog.de/ios-eine-kurze-zwischenbilanz-nach-einer-woche-nutzung/
Dein Trick funktioniert nur, wenn den Apps auch die Berechtigung „Lesen von Benachrichtigungen” erteilt wird. Sonst sehen die anderen Apps nichts.
Daher wird Android GrapheneOS auch als einzige Möglichkeit genannt, ein Smartphone datenschutzfreundlich zu nutzen.
Ob das tatsächlich ein Bug war oder ein gewolltes Feature bleibt unklar. Apple jeden reagiert auf die Exfiltration von nachrichten durch das FBI und poliert damit sein Image als sicheres System auf.
Ich nutze selbst Apple Geräte und sehe beim Thema Datenschutz ehrlich gesagt keinen großen Unterschied zu Android. Am Ende werden die Daten bei beiden ziemlich ähnlich gehandhabt, und vieles davon steht auch in den AGB und FAQs.
Es gab zum Beispiel einmal einen Vorfall, bei dem nach einem iOS Update plötzlich alte Fotos und sogar gelöschte Telefonnummern wieder aufgetaucht sind. Das zeigt ganz gut, dass gelöscht oft nicht wirklich gelöscht bedeutet, sondern vieles im Hintergrund erhalten bleibt. Gerade bei iCloud ist es so, dass Daten, die einmal damit verknüpft sind, weiterhin gespeichert bleiben können. Wenn man also ein Bild vom iPhone oder iPad löscht, verschwindet es zwar aus der Ansicht, ist aber im System oft noch vorhanden.
Deshalb bin ich bei dem Thema Datenschutz und großen Tech Unternehmen eher skeptisch. Die grundsätzliche Kritik daran ist ja nicht neu, man denke nur an die Aussagen von Edward Snowden.