DHL führt Kartenzahlung an der Haustür ein

Bislang mussten Empfänger dafür Bargeld bereithalten. Fehlte der passende Betrag oder konnte der Zusteller nicht wechseln, blieb häufig nur der Weg zur Filiale. Künftig lassen sich Einfuhrabgaben und Nachporto kontaktlos mit girocard sowie unterstützten Debit- und Kreditkarten bezahlen. Bei Nachnahme akzeptiert DHL dagegen nur die girocard. Nach aktuellem Stand unterstützt das System Visa, Mastercard, VPay, Maestro und girocard. American Express bleibt außen vor. Für Nachnahme-Sendungen gilt eine Ausnahme: Kreditkarten sind dort nicht zugelassen.

Symbolfoto: unsplash

Handscanner werden zu Zahlungsterminals

Die neue Funktion landet direkt auf den Handscannern der Zusteller von Deutsche Post und DHL. Damit entfällt ein zusätzliches Gerät. Die Zusteller sollen Zahlungen dort annehmen können, wo sie ohnehin die Sendung erfassen. Akzeptiert werden nach aktuellem Stand Visa, Mastercard, VPay, Maestro und girocard. American Express bleibt außen vor. Da die Zahlung kontaktlos läuft, funktionieren auch Apple Pay, Google Pay und andere Wallet-Dienste, sofern die hinterlegte Karte unterstützt wird.

Auch Einfuhrabgaben und Nachporto lassen sich bezahlen

Die Kartenzahlung beschränkt sich nicht auf klassische Pakete. Auch Briefe mit Nachentgelt sowie Sendungen mit Zoll- oder Einfuhrabgaben lassen sich künftig direkt an der Haustür bezahlen. Gerade bei Importpaketen ist das praktisch. Bisher mussten Empfänger häufig Bargeld bereithalten, obwohl der genaue Betrag erst bei der Zustellung feststand. Künftig reicht die Karte.

Nachnahme bleibt ein Sonderfall

Bei Nachnahme-Sendungen gibt es offenbar eine Einschränkung. Nach Angaben eines Postmitarbeiters sollen Kreditkarten dafür nicht akzeptiert werden. girocard-Zahlungen bleiben dagegen möglich. Der Hintergrund liegt wahrscheinlich im Rückbuchungsrisiko. Bei einer Kreditkartenzahlung könnte der Empfänger die Belastung später anfechten, obwohl DHL den Nachnahmebetrag bereits an den Absender ausgezahlt hat. Bei der girocard gibt es nach erfolgreicher Autorisierung eine Zahlungsgarantie. Ganz neu wäre diese Trennung nicht. Auch in Filialen und Paketshops gelten bei Nachnahme teilweise andere Regeln als bei gewöhnlichen Zahlungen.

Weniger Bargeld, weniger Umwege

Für Kunden ist die Neuerung längst überfällig. Kartenzahlung gehört im Alltag inzwischen zum Standard, an der Haustür blieb DHL aber bei einem Verfahren hängen, das oft unnötig umständlich war. Auch für Zusteller dürfte die Umstellung Vorteile bringen. Das Kassieren mit Bargeld kostet Zeit, Wechselgeld ist nicht immer verfügbar, und bei Einfuhrabgaben entstehen regelmäßig Diskussionen über den genauen Betrag.

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