Bislang mussten Empfänger dafür Bargeld bereithalten. Fehlte der passende Betrag oder konnte der Zusteller nicht wechseln, blieb häufig nur der Weg zur Filiale. Künftig lassen sich Einfuhrabgaben und Nachporto kontaktlos mit girocard sowie unterstützten Debit- und Kreditkarten bezahlen. Bei Nachnahme akzeptiert DHL dagegen nur die girocard. Nach aktuellem Stand unterstützt das System Visa, Mastercard, VPay, Maestro und girocard. American Express bleibt außen vor. Für Nachnahme-Sendungen gilt eine Ausnahme: Kreditkarten sind dort nicht zugelassen.

Handscanner werden zu Zahlungsterminals
Die neue Funktion landet direkt auf den Handscannern der Zusteller von Deutsche Post und DHL. Damit entfällt ein zusätzliches Gerät. Die Zusteller sollen Zahlungen dort annehmen können, wo sie ohnehin die Sendung erfassen. Akzeptiert werden nach aktuellem Stand Visa, Mastercard, VPay, Maestro und girocard. American Express bleibt außen vor. Da die Zahlung kontaktlos läuft, funktionieren auch Apple Pay, Google Pay und andere Wallet-Dienste, sofern die hinterlegte Karte unterstützt wird.
Auch Einfuhrabgaben und Nachporto lassen sich bezahlen
Die Kartenzahlung beschränkt sich nicht auf klassische Pakete. Auch Briefe mit Nachentgelt sowie Sendungen mit Zoll- oder Einfuhrabgaben lassen sich künftig direkt an der Haustür bezahlen. Gerade bei Importpaketen ist das praktisch. Bisher mussten Empfänger häufig Bargeld bereithalten, obwohl der genaue Betrag erst bei der Zustellung feststand. Künftig reicht die Karte.
Nachnahme bleibt ein Sonderfall
Bei Nachnahme-Sendungen gibt es offenbar eine Einschränkung. Nach Angaben eines Postmitarbeiters sollen Kreditkarten dafür nicht akzeptiert werden. girocard-Zahlungen bleiben dagegen möglich. Der Hintergrund liegt wahrscheinlich im Rückbuchungsrisiko. Bei einer Kreditkartenzahlung könnte der Empfänger die Belastung später anfechten, obwohl DHL den Nachnahmebetrag bereits an den Absender ausgezahlt hat. Bei der girocard gibt es nach erfolgreicher Autorisierung eine Zahlungsgarantie. Ganz neu wäre diese Trennung nicht. Auch in Filialen und Paketshops gelten bei Nachnahme teilweise andere Regeln als bei gewöhnlichen Zahlungen.
Weniger Bargeld, weniger Umwege
Für Kunden ist die Neuerung längst überfällig. Kartenzahlung gehört im Alltag inzwischen zum Standard, an der Haustür blieb DHL aber bei einem Verfahren hängen, das oft unnötig umständlich war. Auch für Zusteller dürfte die Umstellung Vorteile bringen. Das Kassieren mit Bargeld kostet Zeit, Wechselgeld ist nicht immer verfügbar, und bei Einfuhrabgaben entstehen regelmäßig Diskussionen über den genauen Betrag.
Bargeldverfechter in den Kommentaren in 3 … 2 … 1
Muss man sich eigentlich immer über andere lustig machen?
Überfällig. Sonst wäre der Ärger beim Eintreiben der 3€ Zoll pro Warengruppe wohl zum Riesentheather geworden.
Tolle Nachricht . Gut zu wissen. Auch wenn ich es evtl. nie bis extrem selten in den nächsten 50 Jahren nutzen werde 😇
Der Hintergrund liegt wahrscheinlich im Rückbuchungsrisiko. Bei einer Kreditkartenzahlung könnte der Empfänger die Belastung später anfechten, obwohl DHL den Nachnahmebetrag bereits an den Absender ausgezahlt hat.
Mhh…
Denke da sofort an Shein, Temu und solche Konsorten
Die „Rückabwicklung aus dem fernen Osten“
Eher Ärger beim „RÜCK- Eintreiben“, weil die Warengruppe oder auch Artikel nicht dem EU Standard entsprechen und giftige Stoffe enthalten!
Ja – diese aufgedruckten Zertifikate und Raubkopien von Patenten
Grüße aus China!
Briefkastenfirmen sind doch was Schönes….
DHL ist so ziemlich der einzige Dienstleister der weiß wie meine Klingel funktioniert (auch wenn es nicht so schwer sein sollte einen Knopf zu drücken aber egal) und ich finde es echt gut wenn die sich der Zeit anpassen.
Schön wäre aber auch wenn endlich mal in jeder Filiale Kartenzahlung möglich wäre denn es gibt genug die nur Bargeld nehmen und dann muss man im schlimmsten Fall bis zur Hauptfiliale laufen nur um einen Brief zu versenden.
Gut man könnte auch E-Mail nutzen aber zb. der Beitragsservice vom Rundfunk macht da nicht mit, die sparen sich mittlerweile sogar den Befreiungsantrag im Schreiben weil sie Papier sparen wollen aber legen dann einen Kontoauszug bei der nur ein Drittel einer A4 Seite belegt die nicht weiter bedruckt ist.
Ach und weil sie so schlau sind kann man die Befreiung Online beantragen um eine PDF zu erhalten die man dann ausdrucken und per Post senden muss. Die wollen halt nur das man ja zahlt und nicht die Befreiung beantragt obwohl man ein Recht darauf hat.
Was noch fehlt und noch mehr Sinn machen würde, wäre die Möglichkeit vor der Auslieferung den Zoll bezahlen zu können, mit Paypal oder Wero, dann hat der Paketbote weniger Arbeit.