Der schrittweise Abschied von DSL nimmt konkrete Formen an. Mit einem neuen Regulierungskonzept legt die Bundesnetzagentur erstmals detailliert dar, wie der Übergang von kupferbasierten Netzen hin zu Glasfaser künftig gesteuert werden soll. Ziel ist ein geordneter, wettbewerbskonformer Technologiewechsel – ohne abrupte Brüche für Verbraucher oder Marktteilnehmer. Der Wechsel erfolgt dabei nicht freiwillig, sondern perspektivisch regulatorisch kontrolliert. Das klassische DSL-Netz soll langfristig außer Betrieb gehen, sobald in einem Gebiet bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Geordnete Migration statt Wildwuchs
Nach Auffassung der Bundesnetzagentur soll die Kupfer-Glas-Migration regelgebunden erfolgen. Entscheidend sind objektive Kriterien wie eine ausreichende Glasfaserabdeckung sowie verfügbare Vorleistungsangebote für alternative Anbieter. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, soll eine Abschaltung des Kupfernetzes möglich sein. Wichtig dabei: Die Stilllegung darf nicht davon abhängen, welcher Netzbetreiber den Glasfaserausbau vorgenommen hat. Ziel ist es, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und Investitionen planbar zu machen – unabhängig von Marktposition oder regionaler Ausbauhistorie.
Konsultation eröffnet – rechtlicher Rahmen im Fokus
Das nun veröffentlichte Regulierungskonzept befindet sich in der Konsultationsphase. Marktteilnehmer, Verbände und interessierte Kreise können bis zum 16. März 2026 Stellung nehmen. Die Bundesnetzagentur macht dabei deutlich, dass das Papier keinen Endpunkt markiert, sondern den Auftakt für weiterführende Diskussionen bildet. Klar ist jedoch auch: Für die Umsetzung des Konzepts sieht die Behörde zusätzlichen Handlungsbedarf im geltenden Rechtsrahmen. Ohne erweiterte regulatorische Instrumente lassen sich die vorgesehenen Prozesse nicht vollständig abbilden.
Kupfer wirtschaftlich am Ende
Hintergrund der Pläne ist eine klare technische und wirtschaftliche Entwicklung. Während Glasfaseranschlüsse langfristig nahezu unbegrenzte Bandbreiten ermöglichen, stößt das Kupfernetz zunehmend an physikalische und wirtschaftliche Grenzen. Der Weiterbetrieb gilt perspektivisch als unrentabel. Mitte 2025 galten rund 55 Prozent der Anschlüsse in Deutschland als infrastrukturell glasfaserfähig, also zumindest bis zur Grundstücksgrenze vorbereitet. Tatsächlich vollständig angeschlossen waren jedoch erst rund 21 Prozent. Der Ausbaubedarf bleibt damit erheblich – regional sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Übergang betrifft den gesamten Markt
Aktuell wird der Großteil der Endkunden weiterhin über VDSL, Kabelnetze und erste Glasfaseranschlüsse versorgt. Diese Technologien stehen noch im Wettbewerb zueinander. Langfristig geht die Bundesnetzagentur jedoch davon aus, dass reine Glasfasernetze die Versorgung vollständig übernehmen werden. Genau deshalb soll der Übergang frühzeitig strukturiert werden. Das betrifft nicht nur technische Fragen, sondern auch Themen wie Vorleistungsprodukte, Kostenverteilung, Zeitpläne und Kundenkommunikation.
Pilotprojekte und Verbraucherinformation
Bereits im vergangenen Jahr wurden im Rahmen des Gigabitforums mehrere Pilotprojekte zur Kupfer-Glas-Migration durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die weitere Ausarbeitung des Gesamtkonzepts ein. Parallel richtet sich die Bundesnetzagentur auch an Verbraucher. Über das Portal „Glasfaser statt Kupfer“ werden Hintergründe zum Technologiewechsel erläutert und häufige Fragen beantwortet – ein Schritt, um Unsicherheiten frühzeitig zu begegnen.
„Bundesnetzagentur bereitet Abschaltung des DSL-Netzes vor“
Soso, dann wird es sicher noch 20 Jahre dauern.
Alle bisherigen Anfragen und Beschwerden über meinen vorherigen Provider wurden:
1. ignoriert
2. abgeschmettert (man solle es direkt mit diesem klären)
3. oder sogar die Zuständigkeit aberkannt, obwohl der Provider selbst auf die BNetzA verweist
Ich frage mich was dieser „aufgeblähte“ Apparat überhaupt macht?
Ich wohne in der Nähe des Hamburger Airports und hier ist bisher nicht mal ein Ausbau von Glasfaser geplant.
Hab VDSL 100 (mehr geht nicht) und nebenher liegt hier noch altes Tv-Kabel rum.
Möglicherweise wird deswegen hier aktuell nichts geplant.
Aber regelmäßig kommen Telekom-Typen vorbei und quasseln von Glasfaser usw.
Wenn man denen mitteilt, dass man nur „Mieter“ ist und hier auch der „Vermieter“ was mitzureden hat, werden sie recht leise.
Ich würde gern Glasfaser nehmen aber hier in D‘ wird scheinbar mehr geredet als tatsächlich gemacht.
Tchja und hier bei mir blockiert der Vermieter den Anschluss. Glasfaser liegt in der Straße aber Pustekuchen. Vielleicht motiviert das dann mal den Vermieter, endlich seine Blockadehaltung aufzugeben.
Ein vorhandener DSL-Anschluss begründet kein berechtigtes Ablehnungsinteresse des Vermieters. Nach Auffassung der Bundesnetzagentur zählt Glasfaser zur zeitgemäßen Telekommunikationsversorgung.
Habe derzeit für DSL 250. Ein Glasfaseranschluss würde bei mir im Keller enden. Von dort müsste hausintern über 2 Betondecken ein Glasfaserkabel in mein Büro im Dachgeschoss verlegt werden.
Dort ist alternativ die 5G-Signalstärke ca. 160 – 200 Mbit/sec am Schreibtisch. Wenn das DSL abgestellt wird, steige ich direkt auf Internet 5G um. Installationsaufwand: 1 neue 5G-Fritz Box 6860 5G.
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