BlueBorne 1 Jahr danach immer noch 2 Mrd. Geräte anfällig

Vor einem Jahr wurde ein neuer „Hack“ mit dem Namen BlueBorne veröffentlicht, der es ermöglicht persönliche Daten abzugreifen. Armis hatte diese Angriffstechnik damals erkannt und sich dann sofort mit den Herstellern wie Google oder Microsoft in Verbindung gesetzt. 5 Monate hat dies in Anspruch genommen. Patches kamen dann von den Firmen. Aber nicht alle Geräte sind bis heute gesichert.

„Ein Hacker in Reichweite des Zielgeräts kann eines der Bluetooth-Implementierungsprobleme für böswillige Zwecke auslösen, einschließlich Remotecodeausführung und Man-in-the-Middle (MitM)-Angriffe. Der Angreifer muss nur das Betriebssystem bestimmen, das auf dem Zielgerät läuft, um den richtigen Angriff zu nutzen.“

Damals waren 5,3 Milliarden Geräte betroffen. Jetzt nach einem Jahr hat Armis festgestellt, dass immer noch zwei Milliarden Geräte weltweit anfällig sind. Darunter Geräte mit Linux, Server, Smartwatches, medizinische Geräte bis hin zu Industriegeräten. Und es kommen immer mehr IoT-Geräte hinzu.

  • 768 Millionen Geräte unter Linux
  • 734 Millionen Geräte mit Android 5.1 (Lollipop) und früheren Versionen
  • 261 Millionen Geräte mit Android 6 (Marshmallow) und früheren Versionen
  • 200 Millionen Geräte, auf denen die betroffenen Versionen von Windows ausgeführt werden.
  • 50 Millionen Geräte mit iOS Version 9.3.5 und früher

„Egal, ob sie von Mitarbeitern und Auftragnehmern oder von Gästen, die Unternehmensnetzwerke für temporäre Verbindungen nutzen, eingebracht werden, diese Geräte können Unternehmen erheblichen Risiken aussetzen“, schreibt Armis. Das Problem ist und bleibt auch, dass zum Beispiel in den Supermärkten immer noch Geräte mit einem alten Betriebssystem billig verkauft werden, die nie ein Sicherheitsupdate zu Gesicht bekommen. Hauptsache es ist verkauft.

Das die Firmen selber keine Lust haben, alles was sie einmal auf den Markt gebracht haben zum Beispiel an Android ist auch verständlich. Trotzdem werden so private Nutzer und besonders Firmen Bedrohungen ausgesetzt, die nicht sein müssen. Hier noch ein Video, wie es unter Windows funktioniert.

Quelle und Bild: armis.com
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