Erfahrungen: Eufy RoboVac 11 Saugroboter ausprobiert

Die letzten Monate konnte ich den RoboVac 11 Saugroboter von Eufy ausprobieren. Preislich ist dieser Sauger mit rund 200 Euro eher am unteren Ende angesiedelt. Kollege Robert hatte ja vor einiger Zeit schon mal seine Erfahrungen mit einem etwas höherpreisigen Modell von Neato hier im Blog geschildert. Eufy ist übrigens die Marke von Anker für Smart-Home-Produkte. Letztendlich also ein chinesischer Hersteller.

Das Unboxing lasse ich an dieser Stelle mal weg, weil das einfach nicht so spektakulär ist und die Ersteinrichtung mithilfe der beiliegenden Anleitung auch für jedermann zu machen sein sollte. Deswegen lieber ein kleiner Überblick für Kaufinteressierte über Dinge, die ich an dem Gerät positiv fand und über die Dinge, die mich störten:

Was ich gut finde.

Ich muss sagen, dass ich vor dem RoboVac 11 noch nie einen Saugroboter ausprobiert habe und nicht so genau wusste, was mich erwartet. Man liest ja im Internet teilweise Geschichten, dass der Schmutz durch den Sauger durch die komplette Wohnung verteilt wird – insbesondere bei günstigen Modellen. Ja, das kann am Anfang passieren, wenn die Wohnung bzw. der Raum sehr staubig und verschmutzt ist. Aber spätestens nach 1-2 Reinigungen kommt das auch nicht mehr vor, weil eben ein gewisses „Sauberkeitsniveau“ erreicht ist. Ich hatte damit keine Probleme. Ganz im Gegenteil: Ich war von der Saugleistung sehr überrascht und brauche an den Stellen, die der Sauger erreicht auch nicht mehr von Hand saugen. Dass er nicht dafür gedacht ist, die Erde des heruntergefallenen Blumentopfes aufzusaugen, dürfte aber auch klar sein.

Der RoboVac 11 ist zwar rund und hat damit auf den ersten Blick eigentlich ein Eckenproblem. Allerdings besitzt er zwei Bürsten, die so platziert sind, dass sie weit herausragen. Damit „schaufelt“ sich der Sauger dann auch den Schmutz aus den Ecken zu sich hin. Das klappt erstaunlich gut. Die Ecken (90 Grad), die er erreicht, musste ich auch nicht manuell nachsaugen.

Die Lautstärke vom RoboVac 11 hält sich auch in Grenzen. Das Ganze ist deutlich leiser als ein normaler Staubsauger – allerdings wird das Geräusch auf Dauer trotzdem ziemlich nervig. Mann kann es – wenn man es will/muss – aber problemlos ohne Hörsturz aushalten. Meistens war ich aber dennoch während des Saugvorgangs nicht in der Wohnung.

Oben sprach ich von den beiden Kunststoff-Bürsten für die Ecken: Davon liegen noch welche in der Verpackung als Ersatz bei. Allerdings deutet das ja dann auch irgendwie auf ein anfälliges Verschleißteil hin. Trotzdem positiv, dass man nicht gleich beim ersten Austausch nachkaufen muss (Kosten bei Amazon 13 Euro für 4 Stück).

Außerdem lässt sich der RoboVac mit den Pfeiltasten auf der Fernbedienung von Hand steuern. Nach etwas Übung ist es einfach verdammt cool, seinen Staubsauger aus der Entfernung zu steuern. Erinnert ein wenig an die ferngesteuerten Autos mit denen man als Kind gespielt hat.

Was ich schlecht finde.

Da wäre einmal die Tatsache, dass für die Fernsteuerung des Roboters keine Batterien im Lieferumfang enthalten waren. Letztendlich sind es zwar nur 2 AAA-Batterien gewesen, die man an jeder Ecke bekommt – aber dennoch hätte man die beilegen können. Und wenn wir schon bei der Fernbedienung sind: Die unterstützt leider nur die Zeitrechnung im 12-Stunden-Format (AM und PM). Wenn man sich damit arrangieren kann, dann ist auch das kein großes Ding. Dennoch irgendwie unschön.

Außerdem lässt sich nur eine tägliche Reinigungszeit mit der Fernbedienung einstellen. Ich hätte mir gewünscht, dass man das für jeden Wochentag einzeln konfigurieren kann. Für mich reicht es aus, wenn er nur 1-2 Mal in der Woche ausrückt. So muss man dafür dann jedes Mal die Zeitschaltung komplett von Hand deaktivieren bzw. aktiveren.

Wenn er saugt, dann fährt er den Raum zufällig ab. Das ist grundsätzlich ja auch erstmal nichts schlechtes. Nicht besonders effizient, aber grundsätzlich in Ordnung, weil er so irgendwann auch jede Stelle mal erwischt. Allerdings – und das kann gerade bei Haushalten mit Tieren oder kleinen Kindern problematisch sein – geht der RoboVac beim Saugen etwas rabiat zur Sache: Er hat zwar eigentlich Infrarot-Sensoren zur Erkennung von Hindernissen, nur manchmal ernennen die eben die Hindernisse nicht. Dann fährt er gegen den Gegenstand gegen und erkennt das Hindernis erst durch den Stoßsensor. Da kann es manchmal ganz schön knallen und auch Gegenstände verschoben werden. Beschädigungen durch den Staubsauger konnte ich aber noch keine feststellen – so schlimm ist es dann auch wieder nicht.

Dann gab es noch eine andere Sache, die ich aber lösen konnte: Ein paar Mal ist der RoboVac 11 immer an der gleichen Stelle im Raum stehen geblieben. Da ich allerdings nie während des Saugens zuhause war, konnte ich nur erahnen, was für ein Problem er hatte – wahrscheinlich war die Ecke einfach zu eng/verwinkelt und er hat sich dann festgefahren. Irgendwann habe ich die Stelle etwas umgebaut und danach hat der Roboter immer problemlos und selbstständig den Weg zurück zur Basis gefunden.

Weitere Infos zum Staubsauger gibt es auf der Herstellerseite. Bei Amazon ist dieses Modell derzeit für rund 200 Euro gelistet. Der RoboVac 11 wurde uns von Eufy für den Test zur Verfügung gestellt.

Da ich ja jetzt nur auf einige für mich wesentliche Aspekte eingegangen bin: Solltet ihr Fragen haben, dann könnt ihr die natürlich gerne in den Kommentaren stellen. Ich werden dann versuchen, diese zu beantworten.

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