Der richtige Staubsaugroboter | Mein Smart Home Projekt 2018

Es ist endlich soweit. Das von mir angekündigte Smart Home Projekt 2018 kann endlich starten. Das erste Gerät, ein Staubsaugroboter, ist eingetroffen. So ein smarter Roboter darf in einem Smart Home auf keinen Fall fehlen. Ich habe mich mit den kleinen Haushaltshelfern intensiv beschäftigt und mich für ein Gerät entschieden, welches ich in diesem Artikel unter anderem vorstellen werde.

Welcher Staubsaugroboter soll es werden?

Auf dem Markt gibt es mittlerweile viele Anbieter. Die größten sind iRobot, Ecovacs, Vorwerk und Neato. Daneben gibt es auch Modelle von Samsung, LG, Philips und weiteren kleinen Anbietern.

Die Auswahl ist riesig, was die Entscheidung nicht gerade einfacher macht.

Folgende Fragen sollte man sich beantworten, um einer Entscheidung näher zu kommen.

  1. Wie hoch ist das Budget?
  2. Wie groß ist die Wohnung?
  3. Gibt es viele Möbelstücke mit geringer Durchfahrthöhe (die auch noch länger im Haushalt bleiben sollen)?
  4. Mit welchen Betriebssystemen und Smart Home Geräten soll der Roboter zusammenarbeiten?

Meine Entscheidungsfindung hat mehrere Monate gebraucht. Zuerst sollte es ein Gerät von iRobot werden. Das ist der Marktführer, da kann man ja nichts falsch machen. Dafür sind die Geräte sehr teuer. Dann wurde ich auf die Geräte von Ecovacs aufmerksam, deren Top-Modell sogar feucht wischen kann. In den Tests schien das aber nicht so gut zu funktionieren und einfach noch nicht ausgereift zu sein. Letztendlich wurde es ein Gerät von Neato, auf welches ich erst spät aufmerksam wurde.

Entschieden habe ich mich für das Mittelklassemodell Botvac D5 Connected. Der Vorteil bei den Modellen von Neato ist die Bauform. Die meisten Geräte sind komplett rund, was für Ecken schlecht ist. Ob das nun ein echter oder nur gefühlter Vorteil ist, kann ich nicht sagen.

Außerdem ist der D5 gegenüber der Konkurrenz von iRobot günstiger. Das Modell Roomba 966 von iRobot, welches mit dem Funktionsumfang von dem D5 vergleichbar ist, kostet ganze 300 Euro mehr.

Die Wohnung vorbereiten

Grundsätzlich kann man die Ladestation einfach an eine Steckdose anschließen und den Roboter daran andocken. Über einen Lasersensor vermisst er den Raum automatisch und reinigt die Räume mehr oder weniger systematisch hintereinander.

Gewisse Vorbereitungen sollten trotzdem getroffen werden. Auf dem Boden sollten keine Schuhe oder sonst etwas rumliegen. Diese werden sonst mitgeschleift und in der ganzen Wohnung verteilt. Gegenstände mit einer Höhe von nur wenigen Zentimetern, zum Beispiel eine Waage, werden nicht als Hindernis erkannt, sondern überfahren. Dabei könnte der Roboter hängen bleiben. Bei Stühlen kommt es auf den Abstand der Beine an. Sind diese groß genug, wird auch darunter gründlich gereinigt.

Ratsam ist es, alle Gegenstände wie Stühle oder Pflanzen mit einem ausreichenden Abstand zur Wand oder anderen Gegenständen zu platzieren, damit auch der Rand und die Zwischenräume sauber werden.

Wenn man neue Möbelstücke kauft, sollte man darauf achten, dass die Füße eine Höhe von mindestens 11 Zentimetern haben. Damit ist man auf der sicheren Seite und kann sich 90% der Geräte kaufen.

Die Reinigungsleistung des Neato

Der Staubsaugroboter ist nun seit 2 Wochen im Einsatz. Ich habe den Zeitplan so eingestellt, dass der Staubsaugroboter jeden Montag und Freitag automatisch die Reinigung startet. Das funktioniert reibungslos. Die Reinigungsleistung würde ich auf einer Skala von 1 – 6 mit einer 2 bewerten. Grundsätzlich entfernt der D5 den ganzen Staub und Krümel recht zuverlässig. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Staub in dem Behälter nach nur einem Reinigungsdurchgang ist.

Teppiche reinigt das Gerät ebenfalls gut. An den Rändern bleibt allerdings immer noch Staub hängen. Da reicht die Reinigungsleistung wahrscheinlich nicht aus

Die Reinigung in Ecken und am Rand könnte besser sein. Zwar ist die Bauform eigentlich optimal, aber er trifft die Ecken häufig nicht im richtigen Winkel. Um nach einer Ecke oder Kante wieder gerade am Rand weiterzufahren, braucht das Gerät ca. einen Meter. Bei leichtem Staub geht das noch, aber bei Krümeln reicht die Saugkraft nicht aus.

Hinter Türen und enge Stellen kommt so ein Roboter nicht. Hier kann man mit einem Handbesen den Schmutz hervor kehren und der Roboter macht dann den Rest.

Smarte Features mit Apps und Alexa-Skill

 

Die Neato-App für iOS ist gelungen. Die Ersteinrichtung ist relativ einfach und gut erklärt. Über die App kann man die Reinigung starten und stoppen, den Akkustand abfragen und die gereinigte Fläche sogar als Karte anzeigen lassen. Auch für die Apple Watch gibt es eine App, worüber der Roboter gestartet und gestoppt werden kann.

Neato bietet wie iRobot und Vorwerk einen Skill für Amazon Alexa an. Damit kann man den Roboter per Sprache zum Beispiel starten, stoppen und nach dem Batteriestatus fragen. Was sich erstmal toll und futuristisch anhört, ist auf den zweiten Blick eher eine nette Spielerei und weniger nützlich als gedacht. Das starten funktioniert noch ganz gut, aber das stoppen oder pausieren ist schon schwieriger, da Alexa die Stimme bei dem Lärm schlecht versteht. Die Frage nach dem Ladezustand ist eher unwichtig, da der Roboter zu 95% sowieso an der Ladestation hängt und man sich um den Akku keine Sorgen machen muss.

Für den Staubsaugroboter gibt es natürlich auch eine App für Android und einen Skill für Google Home. Diese habe ich aber mangels Geräte nicht getestet.

Fazit

Insgesamt ist es ein tolles Gefühl, immer eine gesaugte Wohnung zu haben. Das ohne einen unpraktischen Handstaubsauger mit all den Ärgernissen, dem Geräuschpegel und dem unangenehmen Geruch. Ich habe den großen Staubsauger komplett durch den Roboter ersetzt und möchte den kleinen Helfer nicht mehr hergeben. Der Neato Botvac D5 Connected ist ein tolles Gerät mit einem guten Preis/Leistungs-Verhältnis. Das Top-Modell D7 oder auch das Top-Modell von iRobot haben sicherlich noch einige nette Features, welche aber einen ordentlichen Preisaufschlag mit sich bringen.

Kaufempfehlung

Ich habe mich sehr lange und ausführlich mit Staubsaugrobotern beschäftigt. Wenn du auch einen Roboter kaufen möchtest und eine Empfehlung benötigst, dann beantworte die oben genannten 4 Fragen einfach in den Kommentaren. Ich werde die Anfragen in den nächsten Tagen beantworten.

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Der richtige Staubsaugroboter | Mein Smart Home Projekt 2018
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Über den Autor

Schon seit ich denken kann, fasziniert mich Microsoft. Meinen Alltag begleiten das Surface Pro 4, allerlei Software aus Redmond und nach 7 Jahren Windows Phone das erste Mal ein iPhone zusammen mit einer Apple Watch. Außerdem beschäftige ich mich mit Programmierung, Design und digitalen Bezahlmethoden.

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3 Kommentare zu “Der richtige Staubsaugroboter | Mein Smart Home Projekt 2018

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