FRITZ!Box „veraltet“: Unitymedia vernachlässigt seine Nutzer

Nicht jeder hat an seinem Kabelanschluss von Unitymedia ein eigenes Modem oder einen eigenen WLAN-Router angeschlossen. Viele verwenden die allseits beliebte Mietbox in Form einer FRITZ!Box 6490 von AVM. Bald soll für die „freien“ Boxen das Mesh-Update auf FRITZ!OS 7.x verfügbar sein, Unitymedia scheint das aber herzlich zu ignorieren. Der Stand der Firmware ist auf 6.50 bzw. bei der neuen Hardware-Revision auf 6.52 . Mit dem anstehenden Release wird die Kritik immer größer.

Mehrere Unitymedia-Kunden und Leser unseres Blogs haben mich über die sozialen Netzwerke angeschrieben. Es geht darum, dass diese Personen eine AVM FRITZ!Box 6490 bei ihrem Kabelanbieter Unitymedia gemietet haben. Kritik an den Kabelanbietern wegen der Updates der Geräte gibt es schon seit Jahren. 2016 hat man die Endgerätefreiheit beschlossen, die auch viele zu schätzen wissen. Da AVM aber im Moment der einzige Anbieter ist, der Geräte für den Kabelanschluss bereitstellt, sehen viele keinen Grund sich eine eigene Box zu kaufen. Bei vielen Kabelverträgen gibt es eine günstige Mietoption einer 6490. Doch wenn die Software von dem Kölner Unternehmen so dermaßen schlecht gepflegt wird, grenzt das schon an Ignoranz.

Viele Nutzer können einpacken bzw. zurückschicken. Wer Smart-Home mit einem Leihgerät von Unitymedia ausführen will, kann dies aufgrund von FRITZ!OS 6.50 nicht. Ja richtig, FRITZ!OS 6.50 – das ist die aktuelle Firmware auf der 6490. AVM bestätigt immer wieder, dass die Kabelanbieter alleine für die Updates zuständig sind und das sieht man auch daran, dass bei Vodafone wenigsten schon 6.66 als aktuell verteilt wird. Die Smart-Home Erweiterungen von AVM funktionieren nämlich erst ab FRITZ!OS 6.6x und das ist nun mal nicht verfügbar. Wann macht Unitymedia denn endlich mal was?

Naja, dieser Beitrag soll ein wenig dazu beitragen die Schönredereien des Unternehmens mal öffentlich zu kritisieren. Es wurde im Jahr 2017 öfter gesagt, dass bald ein Update bereitstehen würde – bis heute nichts. Die Boxen wurden ausgeliefert und neue Funktionen oder gar sicherheitsrelevante Änderungen werden schlichtweg ignoriert. Natürlich wollen die Kölner nur das beste für ihre Nutzer. Aber liebes Unitymedia, da beste für eure Nutzer ist aktuelle Software – es muss nicht die Version der „freien“ Box sein, aber ne 6.6x oder 6.8x darf da schon mal kommen! Die Foren füllen sich so langsam, denn bald steht das Mesh-Update an und das soll die Verbindung zwischen AVM Komponenten deutlich verbessern. Wenn das mit der Update-Politik von Unitymedia so weiter geht, dann wird der BER früher fertig, als das Mesh auf die 6490 kommt ;-) . Wie oben angeschnitten, sieht es bei Vodafone zwar nicht rosiger aus, aber es kommen grundsätzlich aktuellere Updates. Es dauert halt ein wenig.

[Update]: Bei vielen Verträgen wird die Box nicht spezielle gemietet, sondern gibt es „kostenlos“ dazu. Da verrechnet sich der Preis aber im Vertrag ;-) . Außerdem lassen sich Smart-Home-Geräte zwar einbinden, jedoch nicht zu 100% nutzen, das „klatschen“ der Schalter funktioniert zum Beispiel nicht mit der 6.50 . Ebenso will ich explizit den Intel Puma6 Bug erwähnen. Dieser erlaubt es nämlich schlichtweg sehr gefährliche Angriffe auf der Box auszuführen – diese Lücke wurde mit einer Firmware > 6.50 gefixt, welche Unitymedia natürlich (noch) nicht bereitstellt.

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Über den Autor

Word, PowerPoint waren meine ersten Erfahrungen mit der Computer-Welt. Immer mehr lernte ich neue Möglichkeiten und Funktionen kennen. Heute bin ich mit Windows 10 glücklich und nutze für meinen Internetzugang ausschließlich Produkte des Berliner Hersteller AVM.

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25 Kommentare zu “FRITZ!Box „veraltet“: Unitymedia vernachlässigt seine Nutzer

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