Normales Telefon? FRITZ!Fon C5 im Test

Der Hersteller AVM ist für seine FRITZ!Boxen bekannt und stellt sei einigen Jahren auch andere Geräte her. Neben Repeatern, Powerlines und Smart-Home-Erweiterungen gibt es auch noch was alltägliches: Ein Telefon. Die Berliner haben aktuell das FRITZ!Fon C5 im Gepäck und ich habe es mal für euch unter die Lupe genommen. Vorweg: Telefonieren kann das Gerät ;-)

Der Test bezieht sich auf eine Verbindung mit der FRITZ!Box 6490 Cable, die ich ebenfalls ausführlich beschrieben und getestet habe. Den Test werde ich in Unterkategorien einteilen, um die Übersicht zu behalten.

FRITZ!Fon C5

 

Funktionen

Funktionen

Highlights im Überblick

  • Schnurloses Telefon (DECT-GAP) – perfekt mit FRITZ!Box
  • Unterstützt HD-Telefonie für ein natürliches Klangbild
  • Ab Werk sicher durch standardkonforme Verschlüsselung der Gesprächsdaten
  • Seitliche Lautstärketasten für mehr Komfort
  • RSS-Feeds, Internetradio und Podcasts empfangen
  • Eingegangene E-Mails lesen und beantworten
  • Steuerung von UPnP-Mediaservern und Smart-Home-Geräten
  • Anruflisten, Weckruf, Babyfon, Klingelsperre
  • DECT-Eco: automatische Funkabschaltung im Stand-by
  • Update mit neuen Funktionen einfach per Tastendruck

Technische Daten

Features

  • Schnurloses Telefon (Standard DECT-GAP) für Internet- und Festnetztelefonie
  • Internettelefonie SIP-konform nach RFC 3261 (in Kombination mit FRITZ!Box)
  • Optimale Ergänzung für alle FRITZ!Box-Modelle mit DECT-Basisstation
  • Komfortable Einrichtung und Bedienung von FRITZ!Box-Funktionen am Handgerät: Anrufbeantworter, Weckruf, Rufumleitung, Babyfon, WLAN ein-/ausschalten u. a.
  • Update mit neuen Funktionen spielend einfach per Tastendruck
  • Lautstärketasten an der Seite
  • Unterstützt HD-Telefonie (7-kHz-Codec G.722) für ein natürliches Klangbild
  • Full-Duplex-Freisprechen
  • Lauthören in HD-Qualität
  • Ab Werk sicher durch verschlüsselte Sprachübertragung
  • Ergonomische, beleuchtete Tastatur mit Nachrichtentaste (MWI)
  • DECT-Eco: automatische Funkabschaltung im Stand-by
  • Bis zu 300 Meter Reichweite im Freien und bis zu 40 Meter in Gebäuden
  • Bis zu 10 Stunden Gesprächsdauer, bis zu 12 Tage Stand-by
  • Mehrere Telefonbücher mit bis zu 300 Einträgen, Online-Telefonbuch, Komfortsuche, Kontaktfoto
  • Mehrere Anrufbeantworter mit grafischen Menüs, Fernabfrage und E-Mail-Weiterleitung
  • Anklopfen, Rufumleitung, Halten, Makeln, Vermitteln und Dreierkonferenz
  • Kurzwahlen, Anrufliste und Rufnummernsperre einrichten, Internruf, CLIR sowie fallweise Rufnummernunterdrückung der Abgangsrufnummer
  • RSS-Feeds, Internetradio und Podcasts empfangen
  • Eingegangene E-Mails lesen und beantworten
  • Steuerung von UPnP-Mediaservern und Smart-Home-Geräten
  • Aufladen über Ladestation: Ladezeit ca. 6 Stunden
  • Tiefentladeschutz
  • Lautsprecher/Mikrofon
  • CE-konform

Geräteeigenschaften

  • Übersichtliche Menüs auf hochwertigem Farbdisplay (180 ppi)
  • Farbdisplay: 240 x 320 Pixel, 262.000 Farben, hochauflösend
  • Telefonieren, Musik und Podcasts hören über Headset
  • Anschluss für Headset; 3,5-mm-Klinke; kompatibel zu Blackberry u. a.
  • Audioausgabe über Headset und Kopfhörer, mono
  • 1 Li-Ion-Akku; 750 mAh; 3,7 V
  • Abmessungen (H x B x T): ca. 150 x 48 x 15 mm
  • Gewicht: ca. 111 g (inkl. Akku)
  • Betriebsspannung der Ladestation: 230 Volt / 50 Hz

Lieferumfang

  • FRITZ!Fon C5
  • Akkupack
  • Ladestation
  • Netzteil zum Anschluss an das 230-Volt-Stromnetz
  • Ausführliche Kurzanleitung

 

Aussehen & Verpackung

Das FRITZ!Fon C5 (inkl. Verpackung) kam standardmäßig mit einem neutralen Karton und AVM-Aufkleber direkt aus Berlin vom Hersteller. Das Telefon war in einer blauen Verpackung – gemäß den Farben des Logos – und hatte, wie üblich, die Highlights des Gerätes aufgelistet. Das C5 machte aufgrund des Design direkt den Eindruck, als hätte man ein Smartphone für Zuhause.

Wenn man das Gerät aus der Verpackung nimmt, kommt einem das schwarze Gerät entgegen. Es macht einen wertigen Eindruck und sieht sehr gut aus. Es hat die „normalen“ Tasten und eine Lautstärke-Wippe an der rechten Seite. Das Display und der Akku sind mit Folien geschützt bzw. noch nicht freigegeben. Nachdem man diese entfernt hat, startet das Telefon.

Neben dem Gerät sind eine einfache, aber wertige Aufladestation inklusive Netzteil vorhanden, sowie eine Schnellstartanleitung mit Bildern und guten Erklärungen. Da es sich um ein DECT-Mobilteil handelt, fällt eine kabelgebundene Verbindung raus. Das Telefon lässt sich mit jeder DECT-Basis verbinden, kann seine Funktionen aber erst mit einer FRITZ!Box ausspielen.

 

Anschluss

Wie eingangs beschrieben, befindet sich eine Anleitung in der Verpackung, die für jeden gut und einfach zu lesen ist und kein Know-how voraussetzt. Schätzen sollte man, dass man sich nicht auf eine FRITZ!Box sondern auf alle DECT-Stationen beruft und die Beschreibung somit relativ allgemein hält. Das FRITZ!Fon kann somit einfach an anderen Basen eingerichtet werden.

Ich habe mein Telefon natürlich an eine FRITZ!Box 6490 Cable angeschlossen, um alle Funktionen auszukosten. Sobald man die SIP-Daten in die Station bzw. Basis eingetragen hat und dementsprechend das Telefon angeschlossen hat, kann man auch direkt lostelefonieren. Man muss in der Basis natürlich noch einige Einstellungen vornehmen. Das ist bei jedem Hersteller unterschiedlich.

 

Software

Dank eines Farbdisplays lassen sich ganz andere Möglichkeiten bieten und eine komplexe Software aufspielen, doch diese hat durchaus mehr Potenzial, als bei Standard-Geräten. Dank kontinuierlicher Updates sind alle Telefonate verschlüsselt und werden stetig weiter verbessert. Wie von einer FRITZ!Box bekannt, sind auch hier alle Funktionen einfach und verständlich erklärt und lassen keine Wünsche offen.

Ein Highlight ist die HD-Telefonie. Wenn man über HD telefoniert, glaubt man, dass der Gegenüber direkt am Ohr sitzt. Neben der Hauptfunktion lässt sich das C5 als eine Art Smartphone verwenden. Man kann die angeschlossene FRITZ!Box als Medienserver nutzen und somit eigene Inhalte im Netzwerk und auf dem FRITZ!Fon freigeben. RSS-Feeds und Internetradio sind auch kein Problem, nebenbei kann man auch noch E-Mails direkt beantworten. Hierfür muss in der FRITZ!Box ein Konto hinterlegt werden.

Über FRITZ!OS kann man ebenfalls eigene Klingeltöne und Hintergründe einstellen, um dem Telefon eine Personalität zu geben. Wer keinen Hintergrund möchte, aber auf Daten und Statistiken steht, kann die aktuelle Bandbreite einer FRITZ!Box inklusive aller Anrufe und IP-Adressen anzeigen lassen.

 

Gebrauch im Alltag

Der Gebrauch im Alltag ist grundsätzlich nicht anders als bei anderen Telefonen. Wenn man angerufen wird, klingelt das Gerät – und wenn man telefoniert möchte, wählt man eine Nummer. Im Hintergrund macht das FRITZ!Fon C5 aber einen anderen Eindruck. Das Telefonbuch kann natürlich auch direkt über das Gerät verwaltet werden, aber auch über eine FRITZ!Box. Hier kann man einem Kontakt verschiedene Nummern und ein Bild erteilen, welches bei einem Anruf angezeigt wird. Das Telefonbuch kann auf alle FRITZ!Fon’s übertragen werden und ist somit auch immer aktuell.

Das Internetradio ist eine nette Funktion, wobei der Lautsprecher kein Dolby Digital aufweist. :-D Für Musik zwischendurch oder Freisprechen ist dieser aber ausreichend und kann weit oben mitspielen. Bei der Freisprechfunktion kann man den Anrufer sehr gut und deutlich verstehen und auch das Mikrofon ist laut genug. Außerdem bietet das Gerät eine „DECT-Eco“-Funktion, die über eine FRITZ!Box eingestellt werden kann und dem Gerät mitteilt, dass es Strom sparen soll.

 

Zusammenspiel mit anderen Telefonen

Das Zusammenspiel mit anderen Telefonen werde ich nicht groß ausformulieren, weil hier weniger das FRITZ!Fon die Funktion trägt, sondern die Basisstation. Mit der FRITZ!Box 6490 funktionierte alles tadellos und man konnte (wie erwartet) seine Geräte unkompliziert einrichten und bearbeiten. Die Telefone klingeln gleichzeitig und lassen sich individuelle Nummern zuteilen, falls man mehrere besitzt. Doppelte Gespräche funktionieren auch. Dabei sollte man beachten, dass man oft eine bestimmte Flatrate hinzubuchen muss.

 

Vergleich mit anderen Herstellern

Siemens Gigaset, Telekom Sinus und viele weitere haben genau die gleiche Funktion wie ein FRITZ!Fon C5 – man soll unkompliziert telefonieren können. Bei der Einrichtung hat das Gerät von AVM Vorteile durch eine einfache und gut lesbare Bedienungsanleitung. Durch die HD-Telefonie lässt das FRITZ!Fon dem Anschluss eine deutlich verbesserte Qualität verspüren.

Neben der Hauptfunktion, kann das Gerät aus Berlin aber noch viel mehr. Durch die Smart-Home-Steuerung, dem Internetradio oder dem E-Mail Empfang hat das Telefon nur einen Sinn, wenn man diese Möglichkeiten auch nutzen möchte. Richtig ausleben kann sich das Gerät sowieso nur, wenn man eine FRITZ!Box besitzt.

 

Fazit

Zum Schluss ist zu sagen, dass es wirklich Spaß macht ein Smartphone-ähnliches Gerät zu Hause zu haben und man doch mehr Spaß am Telefonieren bekommt. Das Gerät funktioniert wie erwartet und legt auf die Grundfunktionalität noch einen drauf und hebt es somit auf ein neues Level. Da haben die Berliner wieder klasse Arbeit bewiesen und man darf gespannt sein, was da noch drauf gesetzt werden kann.

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7 Kommentare zu “Normales Telefon? FRITZ!Fon C5 im Test

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