Windows 10 Cloud einmal angeschaut (Screenshots) [Update]

Ende Januar hatten wir darüber berichtet, dass Microsoft eine Windows 10 Cloud Version hinzugefügt hat. Der Name täuscht, denn wirklich wie zu erst vermutet, hat diese Version nichts mit einer Cloud zu tun. Oder man bezeichnet den Windows Store als Cloud für die Apps, die man benötigt. Ich habe mir diese Version mal installiert, um zu schauen was dort geht und was nicht.

Die Installation verläuft identisch mit den „normalen“ Versionen. Cortana fragt einen, ob sie die „Hoheit“ übernehmen soll. Die neuen Einstellungen für den Datenschutz werden angezeigt und dann wird auch schon installiert. Angezeigt wird diese Version als „Pro“. Ist nicht ganz korrekt, aber auch nicht falsch. Aber dazu später mehr.

Nach der Installation ist das Startmenü noch mit vielen Pfeilen in den Kacheln ausgerüstet. Das sind die Werbe-Apps, die über den Store dann nachgeladen werden. Nachdem der Store dann alles installiert hat und Windows auch erkannt hat, dass man eine englische Version installiert hat, aber deutsch benötigt, wird das Sprachpaket automatisch heruntergeladen und installiert. Somit hat man eine deutsche „Cloud-Version“.

Wer nun denkt, dass nur Apps auf dem System laufen, hat im Prinzip recht. Aber es lassen sich, dadurch das es sich um die „Pro-Version“ handelt, auch die Gruppenrichtlinien öffnen und auch die jeweiligen Einträge aktivieren oder deaktivieren. Auch die Systemsteuerung lässt sich ganz normal öffnen und man kann seine Einstellungen vornehmen. Auch Wordpad lässt sich starten. Aber bei dem Registry-Editor oder heruntergeladenen Dateien, wie hier im Beispiel das „Windows Tool zum Entfernen bösartiger Software“ als *.exe Datei ist Feierabend. Updates als *.msu lassen sich hingegen ausführen.

Bedeutet: Wer so eine Version auf irgendeinem Billig-Gerät einmal vorinstalliert bekommt, hat es hier mit Windows RT 2.0 zu tun. Ein eigener Browser? Fehlanzeige. Hier muss man mit dem Microsoft Edge dann vorlieb nehmen.
Ob wir hier in Deutschland diese Version je zu Gesicht bekommen, ist noch fraglich. Denn neben der Cloud-Version gibt es ja auch noch die neue Windows 10 Starter. Auch hier haben wir ein Déjà-vu mit der Windows 8 Starter, die auch kein so grosser Erfolg wurde.

Ach, ich wollte ja noch erklären warum dort „Pro“ und nicht „Cloud“ steht. Diese Version musste über die Pro-Version umgewandelt werden, damit man an die Cloud-Version dann herankommt und diese zugängig machen kann. Diese Version wird in den SKUs als Cloud Pro und Cloud ProN aufgeführt. Daher auch der Zugang zu den Gruppenrichtlinien.

[Update]: Noch als Nachtrag, da die Frage kam, ob denn die Centennial Apps in der Version funktionieren. Centennial Apps sind die im Desktop App Converter umgewandelten kleinen Win32 Programme, die als App laufen. Egal ob Evernote, EarTrumpet oder doubleTwistSync. „Schuld“ daran ist der Geräteschutz, den Microsoft vor ca 1 1/2 Jahren integriert hat, um die Rechner vor Malware etc zu schützen. Wäre zu schön um wahr zu sein, oder Microsoft ändert hier noch etwas. Diese lassen sich leider auch nicht installieren. Falls es so bleiben sollte, ist mit dem erhofften Schwung an neuen (umgewandelten) Apps nicht zu rechnen.

Solltet ihr Fragen haben, dann fragt einfach. Noch habe ich die Version installiert und kann nachschauen.

Danke an Adguard für die ISO.

Windows 10 Cloud einmal angeschaut (Screenshots) [Update]
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Ich bin nicht allwissend, was Windows angeht. Aber genau deshalb nehme ich Windows gerne auseinander und unter die Lupe, um all mein Wissen zu erweitern. Jürgen
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