Die IFA 2026 ist vorbei und neben den großen Neuheiten sind mir in diesem Jahr vor allem einige Entwicklungen an den Ständen aufgefallen. KI steckt mittlerweile in immer mehr Geräten, Roboter werden vielseitiger und Exoskelette waren plötzlich an erstaunlich vielen Ständen zu sehen.
Midea mit Puyol und mehr KI
Bei Midea stand die neue Partnerschaft mit dem FC Barcelona im Mittelpunkt (Hauptpartner und Ärmelsponsor). Dazu hatte man mit Carles Puyol auch einen ehemaligen Spieler des Vereins am Stand.
Technisch interessanter fand ich aber Smart Master und die Integration von KI in die Haushaltsgeräte. Kameras sollen beispielsweise in Geschirrspülern erkennen, wie stark das Geschirr verschmutzt ist und das Programm entsprechend anpassen. Ob man das braucht, muss man mal sehen. Innovation ist solchen eigentlich ausentwickelten Bereichen ist aber immer gut.
Auch bei den Klimageräten tut sich etwas. Midea will bzw. muss ab 2027 auf das Kältemittel R290 setzen und wird auf PFAS für die Produktherstellung verzichten. Zudem spricht man von 10 Prozent mehr Effizienz. Das gilt insbesondere auch für die in Deutschland entwickelte PortaSplit.
Anker räumt auf
Bei Anker ging es weniger um ein einzelnes neues Produkt. Vielmehr werden die bisherigen Marken wie Anker, eufy, soundcore und SOLIX künftig stärker unter der Marke Anker zusammengeführt. Dazu passt auch der neue Anker Store in Berlin. Die einzelnen Produktbereiche bleiben zwar bestehen, nach außen soll das Ganze aber deutlich einheitlicher auftreten.
Exoskelette werden zum Trend
Eine Sache ist mir auf der IFA besonders aufgefallen: Exoskelette waren gefühlt überall. Verschiedene Hersteller wie Navee oder Ascentiz zeigten Lösungen für Sport, Wandern, Arbeit oder einfach zur Unterstützung beim Gehen. Das Thema scheint damit langsam aus der Nische zu kommen.
Ob sich solche Geräte im normalen Alltag wirklich durchsetzen, muss sich allerdings noch zeigen. Teilweise sind die Preise recht hoch und auch die Frage, ob man so ein Teil wirklich regelmäßig tragen möchte, bleibt offen. Interessant ist der Trend trotzdem.
iRobot ist wieder da
Bei iRobot hatte ich nach den vergangenen Jahren wieder deutlich mehr das Gefühl, dass sich bei der Marke etwas bewegt. Nach dem Einstieg von Picea wurden auf der IFA neue Roomba-Modelle gezeigt, darunter der Roomba Max 875 Combo. Dazu gab es mit dem Roomba Duo auch ein interessantes Konzept mit einem zweiten Roboter, der den kleineren Saugroboter an verschiedenen Stellen absetzen kann.
Gerade bei iRobot bin ich gespannt, wie es weitergeht. Einige der neuen Geräte werde ich mir hoffentlich auch noch ausführlicher im Test anschauen können.
Mammotion baut das System aus
Mammotion hat ebenfalls mehr als nur neue Rasenmäher gezeigt. Beim LUBA 4 kann mit einem optionalen Zubehör deutlich näher an die Rasenkante gemäht werden. Für größere Flächen gibt es mit Mammotion Fleet außerdem eine Verwaltung für mehrere Roboter, beispielsweise auf Golfplätzen.
Dazu kommt ein Poolroboter, der über seine Basisstation aus dem Pool genommen werden kann. Mammotion geht damit einen ähnlichen Weg wie andere Hersteller und baut rund um den Rasenmäher nach und nach ein ganzes Robotik-System auf.
Dreame zeigt 3D-Drucker
Bei Dreame habe ich mir vor allem die ausgestellten 3D-Drucker angeschaut. Der Einstieg in diesen Bereich ist durchaus interessant, gerade weil Dreame bisher vor allem für Saugroboter bekannt ist. Vieles war auf der IFA allerdings noch eine Vorschau. Bei Preisen, Verfügbarkeit und den Details zur Software muss man deshalb noch abwarten. Gerade beim 3D-Drucker wird am Ende nicht nur die Hardware entscheiden. Slicer, Profile, Materialien und Support sind mindestens genauso wichtig. Mal schauen, was Dreame daraus macht.












