Die Bundesnetzagentur sieht bei den Meta Smart Glasses derzeit keinen Grund für ein Verbot. Das ist die wichtigste Einordnung in der laufenden Debatte um die Kamera-Brillen von Meta und Ray-Ban. HateAid hat zwar Strafanzeige gegen Meta, Ray-Ban, Oakley und mehrere Händler gestellt. Die zuständige Regulierungsbehörde bewertet die bisher geprüften Modelle aber anders. Nach ihrer Auffassung erfüllen sie aktuell nicht die Voraussetzungen für ein Einschreiten nach dem Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz.

LED-Signal reicht der Bundesnetzagentur
Entscheidend ist für die Bundesnetzagentur, ob unbeteiligte Dritte erkennen können, dass eine Aufnahme läuft. Bei den bislang geprüften Brillen von Meta und Ray-Ban sieht die Behörde diese Voraussetzung durch das integrierte LED-Signal als erfüllt an. Smart Glasses sind damit nach dieser Lesart nicht automatisch verboten, nur weil Kamera und Mikrofon in einem Brillengestell sitzen. Ein formelles Verfahren führt die Bundesnetzagentur aktuell nicht. Vom Tisch ist das Thema trotzdem nicht. Die Behörde beobachtet den Markt für Brillen mit Kameras und Mikrofonen weiter. Sollte sich ein Anfangsverdacht auf verbotene Anlagen ergeben, könnten Ermittlungen und ein Verwaltungsverfahren folgen.
HateAid geht strafrechtlich gegen Vertrieb vor
HateAid kommt zu einer anderen Bewertung. Die Organisation hat Strafanzeige bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gestellt. Die Anzeige richtet sich nicht nur gegen Meta. Genannt werden auch Verantwortliche von Ray-Ban und Oakley sowie die Geschäftsführungen mehrerer Händler. Dazu gehören laut HateAid Fielmann, Apollo-Optik, Mister Spex und MediaMarkt. Der Vorwurf lautet: Die Ray-Ban-Meta-Smart-Glasses seien als normale Brillen getarnte Aufnahmegeräte. Weil sie von klassischen Ray-Ban-Modellen kaum zu unterscheiden seien, könnten Menschen im öffentlichen Raum unbemerkt gefilmt werden.
ZIT prüft nun den Anfangsverdacht
Die Strafanzeige bedeutet noch nicht, dass ein strafbares Verhalten festgestellt wurde. Die ZIT prüft zunächst, ob ein Anfangsverdacht vorliegt. Erst danach entscheidet sich, ob daraus ein Verfahren wird. HateAid verweist auf das TDDDG. Dort geht es unter anderem um Aufnahmegeräte, die als Alltagsgegenstände getarnt sind. Bei Verstößen können Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren drohen. Genau an dieser Stelle liegt der Streit. Für HateAid reicht die Ähnlichkeit zu normalen Brillen aus, um die Geräte als problematisch einzustufen. Die Bundesnetzagentur stellt stärker darauf ab, ob eine laufende Aufnahme für Dritte erkennbar ist.
Hamburgs Datenschutzbeauftragter bleibt kritisch
Auch der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs sieht die Brillen deutlich kritischer als die Bundesnetzagentur. Er hatte bereits erklärt, heimliches Filmen in der Öffentlichkeit verstoße gegen geltendes Datenschutzrecht. Aus seiner Sicht reicht die Erkennbarkeit im Alltag nicht aus. Die Meta Smart Glasses seien optisch kaum von normalen Brillen zu unterscheiden. Deshalb hält Fuchs ein Verbot in Deutschland weiter für möglich. Damit stehen mehrere Bewertungen nebeneinander. Die Bundesnetzagentur prüft unter dem Blickwinkel des TDDDG und der Erkennbarkeit einer Aufnahme. Datenschutzbehörden und Bürgerrechtsorganisationen schauen stärker auf die Wirkung im Alltag.
Missbrauch bleibt der eigentliche Konflikt
Unabhängig von der rechtlichen Einstufung bleibt der Missbrauch das zentrale Problem. In sozialen Netzwerken kursieren Videos, in denen Menschen mit Smart Glasses andere Personen ungefragt filmen und die Aufnahmen veröffentlichen. Besonders umstritten sind Videos, in denen Frauen in Alltagssituationen angesprochen, aufgenommen und später online gezeigt werden. HateAid sieht darin eine neue Form von Überwachungsdruck und digitaler Gewalt. Meta verweist auf Schutzmaßnahmen wie das LED-Signal und einen Manipulationsschutz gegen das Verdecken der Anzeige. Kritikern reicht das nicht. Sie argumentieren, dass Außenstehende im Alltag kaum sicher prüfen können, ob eine Brille gerade aufzeichnet.
Ich empfehle einen kleinen grünen Punkt an eine normale Sonnenbrille zu kleben und damit durch eine Haupteinkaufstraße zu laufen. Meine Wette: niemand bemerkt es und niemand spricht Euch wegen dem grünen Punkt an. Nun ja, BSI – der Witz war zu erwarten. Bitte wer geht mit einer Brille in die Saune ? Und bitte wie viele gehen mit einer normalen Brille schwimmen ?
Anscheinend bist Du kein Brillenträger, ansonsten würdest Du solche dummen Fragen nicht stellen. natürlich gehe mit meiner Brille in die Sauna und auch ins Schwimmbad!
gepostet mit der Deskmodder.de-App für Android
Bin seit 70 Jahren (außerhalb vom Bett und beim Waschen/Duschen) Brillenträger – aber Menschen sind halt unterschiedlich. Das ist einigen Mitmenschen leider total unbekannt. Also ich habe in der Sauna keine Brille auf und auch nicht beim Schwimmen oder gar beim Baden in Bad Füssing.
Du gehst also von zu Hause ohne Brille ins Schwimmbad oder zur Sauna? Aha… Schon mal drüber nachgedacht, dass es auch Bereiche um die Saunakabinen oder dem Schwimmbecken herum gibt? Z.B. Umkleide?
gepostet mit der Deskmodder.de-App für Android
Trage seit meiner Kindheit Brille und beim Schwimmen und in der Sauen trage ich stets Kontaktlinsen, da die Brille mit Metall in der Sauna glühend heiß wird und anläuft und beim Schwimmen gerne auch mal untergeht.
Kontaktlinsen haben diese Problematik nicht, bzw. ist ein Verlust von Tageslinsen nicht tragisch.
Nicht jeder Mensch verträgt Kontaktlinsen. Ich zB hab minus 10 Dioptrien auf beiden Augen und habe bis heute noch keine Kontaktlinse gefunden, die funktioniert. Auf die Idee zu kommen, mit einer Brille in die Sauna zu gehen, würde ich aus den genannten Gründen aber auch nicht. Beim Schwimmen sieht das schon ganz anders aus. Ins normale Wasser gehe ich immer mit Brille.
Ach du Heimatland.
Habe „nur“ minus 6 und 7, und länger als ein paar Stunden kann ich Kontaktlinsen auch nicht tragen.
Deswegen Tageslinsen für irgendwelche Feiern, Party oder eben Freibad usw.
„Bitte wer geht mit einer Brille in die Saune ?“
Na, da denke ich sofort an die Blues Brothers, das Original …
Alles klar. Das Kind muss erst in den Brunnen fallen.
Fahre in Chemnitz seit Monaten jeden früh mit einer Blinden Bus und hab mich angefreundet.
Vorige Woche kam sie auf die Brillen zu sprechen und dass es SIE ankotzt, dass ständig sinnvolle Dinge für beeinträchtigte Menschen von NGOs über den Willen und die Anforderungen der Beeinträchtigten hinweg versucht wird zu entscheiden.
Diese Brillen könnten eine große Hilfe sein.
NEIN, da müssen die Läden die „Sehhilfen“ für Blinde vertreiben verklagt werden.
Mir ist bewusst dass sich Leute genervt fühlen könnten wenn sie gefilmt werden, aber diese Brillen können Stand heute keine Aufnahmen speichern und somit kann man auch keine Bilder und Videos von „halbnackten Brüsten ist der 35°C Innenstadt“ ins Netz stellen.
Edit mm: Rest hat hier nichts zu suchen. Schon gar nicht mit dieser Aussage.
apropo Collien F.
was ist eigentlich mit den lieben Mitmenschen, die gleich ins Horn gestoßen haben, als Jörg Kachelmann angeklagt wurde. Aber später, als er von dem Vorwurf der schweren Vergewaltigung und gefährlichen Körperverletzung freigesprochenen wurde, waren die ganz kleinlaut.
Was ist mit den Demonstranten vor dem Hotel, dessen Rezeptionist von diesem Sängerbarden mit dem Davidstern angegangen wurde? Die Geschichte des Barden hat sich später als große Lüge herausgestellt, aber von einer Entschuldigung (der Meute) wieder keine Spur.
Ich wäre also im Fall Collien F. ganz vorsichtig mit Vorverurteilungen.
Die ist schon Klar, dass Herr Ulmen den Tatbestand schon zugegeben hat?
Je weiter die Technik voranschreitet, umso unscheinbarer werden die Gadgets. Somit werden bald noch wesentlich unauffälligere technische Spielereien als diese „Brille“ folgen.
Das bringt die fortschreitende Entwicklung nun mal so mit sich …oft zum Vorteil, auch zu manch Nachteil.
Aber was will Deutschland jetzt gegen den Fortschritt unternehmen? Alles verbieten?
Autonomes Fahren: Verbieten, Smart Glasses: Verbieten, KI: Verbieten…
Wir sind doch schon digitale Nachzügler statt Vorreiter. Digital abgeschlagen trifft es in vielen Bereichen vermutlich sogar noch eher.
Technische Neuheiten ständig zu verbieten/untergraben, fördert nur das weitere Zurückfallen. Um Persönlichkeitsrechte zu schützen, wird man sich andere Möglichkeiten einfallen lassen müssen. Wir haben in Deutschland ja genug hochbezahlte Institutionen, die ihre Köpfe für´s (Steuer-)Geld mal ´n bisschen anstrengen können.
Apropos „Persönlichkeitsrechte“: Je technischer u. digitaler unsere Welt wird, umso weniger wird davon in Zukunft übrig bleiben. Die nächsten Generationen wachsen bereits anders auf u. werden daran lange nicht so festhalten wie unsereins. Social Media ist das beste Beispiel …und erst der Anfang.
Wir diskutieren an dieser Stelle also über Dinge, die höchwahrscheinlich schon für die nächste Generation keine Diskussion mehr wert sind.
Solange die neue Technik für Menschen mit Einschränkungen im Bereich von Sehen, Hören, Gehen, etc. genutzt wird habe ich da kein Problem mit. Wenn aber „Datensammelwütige“ Konzerne wie Meta, Google das puschen, dann mit Sicherheit nicht, um der Menschheit etwas „Gutes“ zu tun.
Technischer Fortschritt ist erforderlich und gut, keine Frage und es sollte auch keine Rolle spielen wer das entwickelt. Sie stellt aber keinen Freibrief da, um Daten im allgemein zu erheben, zu speichern oder zu verarbeiten nur auf der Grundlage das es möglich ist!
Ähnliches erzähle ich den Jugendlichen u.a. in meiner Firma auch oft, wenn aufm Smartphone/PC gerade mal wieder müde die App-Berechtigungen u. Datenschutzbestimmungen weggewischt werden.
Wenn mal besonders viele (desinteressierte) Fragezeichen über jugendlichen Köpfen sehen willst, begleitet mit einem gelangweilten Gähnen, dann lade ich dich gerne mal ein.
Nicht mehr und nicht weniger meinte ich damit, dass es die nächsten Generationen vermutlich kaum noch interessiert. Möglichst schnell u. unkompliziert an ihren digitalen „Stoff“ zu kommen hat absolute Priorität.
Die Begeisterung der Firmen, die digitale Medien (kommerziell) verbreiten, hält sich natürlich kaum in Grenzen. Die verlieren immer mehr die (Datenschutz-)Hemmungen. Züchten sie sich doch ihre zukünftige Klientel schon so zurecht, dass immer weniger hinterfragt wird.
mit meinem Smartphone könnte ich noch viel unauffälliger Sachen filmen oder fotografieren, die justitiabel sind.
Kein Ton, keine LED und so tun, als wenn man im Internet surft. Kriegt keiner mit.
Und? Kommt jemand jetzt auf die Idee alle Smartphones zu verbieten? Also was soll diese Bullsh.. Diskussion?
Wenn ich auf meinem Smartphone irgendetwas mache, dann halte ich es definitiv NIE so, dass es aussieht, als würde ich filmen. Ich wurde btw. in der Berliner Ubahn genau wegen so was dumm angemacht. Kam auch so ein halbstarker Talahon auf mich zu von wegen „Filmst DU? Willst du aufs Maul?“ Also ja, das passiert auch.
Einfach den Menschen einbläuen:
„sobald sie ihre Wohnung verlassen, können sie ohne ihr Wissen gefilmt werden, wenn ihnen das nicht gefällt, bleiben sie zu Hause“
So einfach ist das. Und da gibt es keine weitere Diskussion.
Da gibt es aber auch noch feine Unterschiede zum „Thema man wird möglicherweise öffentlich gefilmt“.
Zum einen könnte man jemandem in das Bild reinlaufen, der eine private Aufnahme einer Feierlichkeit oder Veranstaltung macht oder daran selber teil nehmen. Dann wären noch Bereiche, Grundstück oder Gebäude die aus Sicherheitsgründen bewacht werden. Bis hierher keine große Sache.
Wenn aber jemand bewusst andere filmt, denen ein Missgeschick oder einen Unfall passiert ist, dann das ganze dann auch noch Öffentlich verbreitet, sieht das ganz anders aus. Und ob das jetzt mit Smartphone oder einer Smart Glasses Brille gemacht wird, tut zum Thema nichts zu Sache und ist eine strafbare Handlung.
Von daher sehe ich das als nicht „so einfach ist das“ an.
Genau. Und wie will man das alles verhindern? Bzw. woher will man wissen, das man nicht gefilmt oder fotografiert wird?
So einfach ist das! Ach ja? Seit wann muss man Straftaten hinnehmen?
Nein, muss man keinesfalls! Es handelt sich hierbei definitiv um eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte nach Artikel 5 GG, also einem durch die Verfassung garantierten Grundrecht!
Das ist bei Verletzung eine Straftat nach § 201a StGB und führt im Extremfall zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren.
Also immer langsam mit solchen vorschnellen Äußerungen.
Filmt oder fotografiert mich jemand ungefragt und unterlässt das nach Aufforderung nicht, dann kann er was erleben. Wäre nicht das erste Mal.
Diese Generation „Smartphone“ meint wohl, sich alles rausnehmen zu dürfen. Da muss man denen bei Bedarf die Grenze aufzeigen. Dann lernen sie es vielleicht doch noch.
Genau. Und wie will man das alles verhindern? Bzw. woher will man wissen, das man nicht gefilmt oder fotografiert wird?
Du suggerierst hier, dass „gefilmt werden“ ein ganz normales Lebensrisiko sei. Du kommst also dann auf die Idee, beim Verursacher/Schädiger keinen Vorsatz zu sehen, und es der geschädigten Person als verantwortlich in die Schuhe zu schieben.
Es IST heute ein ganz normales Lebensrisiko. Wenn Du in einer halbwegs touristisch relevanten Stadt lebst, wirst Du auf dem Weg vom und zum Einkaufen vermutlich dutzende Male gefilmt; in den meisten Fällen ohne irgendeinen „Vorsatz“, zumindest was Deine irrelevante Person angeht, des Filmenden.
Ganz genau. Fast ganz YouTube lebt davon.
Dann habe ich ja den halben Tag nichts anderes damit zutun, ständig Menschen hinterher zu laufen und anzusprechen, ob sie mich jetzt fotografiert oder gefilmt haben, oder das Haus hinter mir. Dann muss ich ja überall wo ich bin, Ausschau nach Schildern halten, auf denen steht: dieser Bereich ist Videoüberwacht, denn erst dann weiß ich ja Bescheid. Und sehe ich Kameras in der Fußgängerzone und keine Schilder, muss ich ja auch noch zur Polizei.
Keine Zeit für all diesen Mist.
Die Meta-Brille bleibt Spyware, denn sie kann unauffällig, ohne Erlaubnis filmen und an die USA senden. Da gibt es nix zu diskutieren, dass man sowas auch mit Smartphone oder einer Miniatur-Cam kann. Es ist nicht erlaubt.
dem muss ich leider gepflegt widersprechen.
Die META Brille ist nicht per se Spyware.
Bloß weil sie theoretisch ohne Erlaubnis filmen (und an die USA senden) kann ist sie noch lange nicht Teufelswerk,
Ein Küchenmesser ist ja auch kein Mordwerkzeug, auch wenn man es dafür verwenden könnte.
Und ob etwas erlaubt ist oder nicht steht noch mal auf einem ganz anderen Blatt.
Bestimmte Sachen sind aus gutem Grund nicht erlaubt.
Es geht aber hier diskussionsmäßig darum, einen Gegenstand zu verbieten/nicht zu verbieten , unabhängig davon wofür er verwendet wird.
Offensichtlich sieht die Bundesnetzagentur zurecht keinen Handlungsbedarf.
Wenn diese Brillen funken können gelten sie per Gesetz als Wanze und sind verboten, weil sie vortäuschen ein Alltagsgegenstand zu sein. Wenn sie dagegen „nur“ aufzeichnen können wird es schwieriger, denn dann ist der Besitz alleine nicht verboten. Erst wenn man nachweisen kann daß man gegen den eigenen Willen gefilmt wird greift das Recht am eigenen Bild und es entsteht ein zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch.
Und genau da sehe ich das Problem bei diesen Brillen: Die Warn-LED, welche die Aufzeichnung anzeigt, müßte viel größer sein, so daß man sie nicht übersehen kann.
Leute, man kann nicht alles verbieten.
– Es ist schon verboten Aufnahmen von jemanden (als Primärobjet der Aufnahme, im Hintergrund darf man jederzeit vorkommen) anzufertigen. (Sonst wäre fast eine jede Aufnahme, z.B. von Gruppenwanderung, schon strafbar)
– Es ist schon verboten solche Aufnahmen zu verbreiten (und ja, das lässt sich recht gut verfolgen wer das war, nur schwer wieder entfernen)
– Und jetzt schreien wieder irgendwelche „Besorgten“ man solle doch auch Geräte, die anders aussehen als eine VHS Kamera der 80er verbieten, wenn man sich nicht zugleich eine der Bundeswehr- Helm- Blinkleuchten auf den Kopf schnallt.
– Nur gut, dass die „Besorgten“ das nicht schon um 2000 herum gefordert haben, sonst hätten wir weder Smartphones und seit neuestem auch keine mehr oder weniger selbstfahrenden Autos. (Auf letzteres könnte ich selbst gut verzichten, trotzdem schreie ich nicht „Verboooooot“)
Wer es nochmal umfassend und anwaltlich geprüft, nach aktueller Rechtsprechung, nachlesen will, wieso „Smart Glasses“ >nicht< unter das Verbot fallen, und wieso das auch nicht sinnvoll ist (Stichwort „Beifang“):
https://www.ferner-alsdorf.de/getarnte-videoueberwachung
Diese Einordnung ist m.E. fast komplett, es fehlen nur die Hinweis darauf, dass es die Norm ursprünglich gibt, um Aufzeichnungen aus der Ferne, z.B. durch "Abhörwanzen", nicht zu leicht zu machen. Nicht um die Lebenseinstellung von "Dauerbesorgten" für Allgemeingültig zu eklären. Hätte man moderne Aufzeichnungsgeräte per se verbieten wollen, ist ein Teledienstegesetz der völlig falsche Platz dafür. Das betrifft, wie der Name schon sagte, "Teledienste".
Mir einer Brillancam ohne Funk, nur mit SD Karte, kann man wesentlich einfacher/billiger – und ohne Brillen-Blinklicht – versteckte Aufnahmen anfertigen. Die Brillen sind wesentlich kleiner/unauffälliger als die von Meta.
Übrigens: Zur Aussage "Wenn diese Brillen funken können gelten sie per Gesetz als Wanze….." Das ist einfach eine Falschbehauptung. Lest den verlinkten Artikel, es kommt auf mehrere Bedingungen gleichzeitig an, nicht nur "Funk". Funk ist nur eine von mehreren Bedingungen, die alle zugleich zutreffen müssen.
interessanter Artikel! Danke!
Ergebnis:
„Das OLG verweist auf zwei einfache Beispiele:
Das Smartphone ist zum heimlichen Aufnehmen nicht „bestimmt“, auch wenn es hierfür verwendet wird.
Das getarnte Minimikrophon (die „Wanze“) wird nicht dadurch zum erlaubten Gegenstand, dass es zu einem legalen Zweck eingesetzt wird.“
Bedeutet für mich: wer heimlich filmen will, nimmt am besten das Smartphone und keine Minikamera.
Würde aber auffallen wenn ein sauna Besucher immer die Leute anglozt, speziell die weiblichen mit Brille, wobei der den schnell entvernt wird.
Also was man machen könnte wäre ja das diese Brille wenn Bild macht, ein Ton von sich geben muss, wo nicht Auschaltbar ist, plus halt in jeder Sauna ein Handy Empfang, wlan, Bluetooth blocker.😉
Eine spannende Diskussion die sich hier ergeben hat.
Ich sehe es auch so das Smarte Brille eindeutig erkennbar sein sollten aber auch schwierig das umzusetzen denn selbst wenn auf dem Rahmen SMARTE BRILLE in Leuchtschrift steht wird es kaum einer lesen.
Ein Verbot der Geräte ist der falsche Ansatz eher sollte man sich Gedanken machen wie man die Menschen dazu bekommt auf ihre Umgebung zu achten und Dinge war zunehmen.
Theoretisch müsste man sowas bereits in der Grundschule vermitteln denn schließlich soll Schulbildung einen aufs Leben vorbereiten.
Außerdem sollte Schulbildung sgenerell mal überdacht werden, wenn man bedenkt das man Gedichte auswendig lernt aber einem nicht beigebracht wird wie man eine Steuererklärung macht.
In der schule von heute solte man moderner lernen können, KI einbeziehen und neuste Technik, auf dem Weltmarkt.
Und Berufe anbieten wo auch in der zukunft überleben werden und das wichtigste nur noch Berufe nicht frauen Berufe den Mädels und Männer Berufe den Männchen vorschlagen.
Ich habe mal ein bisschen weiter drüber nachgedacht und mich gefragt: Warum nicht mal die KI sinnvoll einsetzen?
Es ist doch so das KI Assistenten rund um die Uhr zuhören um auf ihren Befehl zu reagieren.
Warum nutzt man das nicht und bringt der KI bei eine Einverständniserklärung oder einen Widerspruch zu erkennen.
Dann könnte man es doch so machen das mein Gegenüber während der Aufnahme widersprechen kann, die KI das erkennt und daraufhin alles was mit der Person zu tun hat zensiert.
Sollte doch machbar sein bei einer Technologie die als „heiliger Gral der uns alle retten wird“ angesehen wird.
Ob eine unsichtbare Kamera am Urinal den pinkelnden Herrn filmen und das sonstwohin Streamen würde, wäre das was anderes als die Meta-Brille? Muss das verboten werden oder ist das ganz üblich, alles zeigen zu wollen?
Was soll da schützenswert sein, wenn da die Herren eh nebeneinander stehen.
Zwei Punkte würde ich gerne wissen:
1. würdest du in das Urinal pinkeln, wenn du NICHT wüstest das du gefilmt wirst?
2. wenn du Bescheid weißt (z.B. Hinweisschild) das da beim pinkeln gefilmt wird, was würdest du machen?
Als Frau ist mir das nicht zu beantworten, weil es für uns kein Urinale gibt, wo frei herum gestanden wird.
Die Frage ist ja an die Herren gestellt, ob die mehr oder weniger verdeckte Kameras im WC dulden würden, welchen den ganzen Körper erkennbar filmt.
Ah okay, weil Frauen für dich damit nichts zutun haben bzw. damit nicht in Kontakt kommen.
@GwenDragon: Was hat diese Fragestellung mit Smartglasses zu tun? Oder defäkierst Du auf Gesichter mit Birllen, und willst dabei unerkannt bleiben?
Es gibt in einige Ländern inzwischen moderne (ursprünglich japanische) Toiletten, mit „optischen Scannern“, wohl z.T. simple Kameras, um den Reinigungsstrahl zielgerecht „auf den Punkt“ zu bringen. Das Bild siehst Du zwar selbst nicht, aber was damit passiert weißt Du auch nicht. Gegen solche Toiletten kannst Du Dich auch nicht wehren. Wenn Dein Hotel sowas hat, kannst Du ja schlecht in den Abfalleimer machen. Im Übrigen find ich die Dinger, wenn man sie mal verstanden hat, gar nicht so schlecht. Man fühlt sich als käme man direkt aus der Dusche, sogar wenn man das Essen am Vortag nicht so gut vertragen hat.
Bei der Fragestellung sehe ich übrigens keinen Unterschied zwischen Mann und Frau.
sehr interessante Diskussion hier, um einen Alltagsgegenstand in Form einer Brille.
Ich erinnere mich noch, wie ich auf der Arbeitsstelle schief angeschaut wurde, als ich einer der ersten (ich glaube es gab zwei) mit einem Mobiltelefon war.
Da tat sich dann eine ähnliche Diskussion auf. Von wegen Datenschutz und ob ich darüber auch berufliche Telefonate führen dürfte. Ist jetzt rund 30 Jahre her (1994?).
Heute benutzt jeder Mobiltelefone (in Form von Smartphones – dies es natürlich damals noch nicht gab).
Und heute ist das kein Thema mehr.
Weil es sich etabliert hat. Smarte Brillen sind aber gerade erst im Kommen und sicher wird es in 30 Jahren auch nicht anders aussehen.
Dennoch ist diese Diskussion durchaus berechtigt und sollte geführt werden.
Korrekt. Es gab bereits damals eine gleichlautende Strafnorm (ich glaube es war das FAG, dann folgte 1996? das TKG, heute gilt das TDDDG). Man hätte mit der selben Begründung (Sendefähig/Abhörgeeignet/Verkleidet mit Gegenständen bei denen man keine Kamera erwartet), bereits damals die ersten Handys mit Cam, die das Bild auch senden konnten, verbieten können.
Hätte man selbiges getan, gäbe es bis heute keine Smartphones mi Kamera, weil die „Erwartbarkeit“, dass sich in einem Handy eine Kamera befindet, ja in Deutschland dann nie gegeben gewesen wäre. Der Verbot schafft also, durch seine bloße Existenz, eigenständig eines der Verbotsmerkmale.
sind aber gerade erst im Kommen und sicher wird es in 30 Jahren auch nicht anders aussehen.… und deshalb wird von klugen Menschen die Fähigkeit erwartet, zu abstrahieren, in die Zukunft zu denken etc.
Aber wenn man so (wie auch unsere Politiker) nur in der Lage ist, auf Gegebenheiten zu reagieren und nicht strategisch Probleme angeht, dann wird das eben nichts. Ich sage nur „Klimawandel, Hitzeschutz, Wasserknappheit …). Alles keine neuen Probleme, aber keine Lösungen.
Aber schauen wir gerne mal in 30 Jahren. Hab´mir das mal auf Wiedervorlage gelegt.
Und davon mal abgesehen, wer/was alles damit unbeobachtet gefilmt und nach wonders gestreamt werden könnte, ist eh nicht verhinderbar, welchen Vorteil seht ihr wirklich in der Meta-Brille?
Ist das für euch ein Gadget? Ein echtes Werkzeug? Wozu würdet ihr die nutzen?
ich bilde mir nicht ein, die Zukunft vorhersehen zu können, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden solche Brillen in Zukunft zur Normalität gehören. Natürlich mit einem ganz anderen Formfaktor.
Genauso wenig, wie ich mir das erste „tragbare“ Telefon gegönnt habe (weil es einfach viel zu schwer und unhandlich war), bin ich auf den Zug der AR/VR Brillen aufgesprungen.
Einfach lachhaft, was einem da derzeit geboten wird. Aber das wird schon noch.
Das interessante ist eher was danach kommt. Heute sind Smarte Brillen und KI der Heiße Sch… aber wenn das irgendwann zum Alltag wird kommt wieder was neues.
Mich wundert es ja das Smartphones noch nicht abgelöst wurden und wir immer noch bei klappbaren Geräten hängen. Handys wurden damals doch viel schneller durch Smartphones abgelöst oder irre ich mich?
würde meinen, dass die Zukunft weg geht von der Hardware – hin zur Software.
Also keine direkte Interaktion mehr nötig über Touch oder Tastatur.
Wir kommunizieren mit unserer Stimme und erhalten gesprochene Antworten, bzw. eingeblendete Informationen.
Alles natürlich viel perfekter als heutzutage. Keine Nachfragen nötig. Keine Fehler.
Wir tragen die Spezialbrille, lesen eine Zeitschrift, sehen ein Urlaubssituation (die Spezialbrille also auch), wir sagen ganz beiläufig „in meinem Urlaub im Herbst möchte ich dort Urlaub machen; Frage mein Reisebüro nach Angeboten“.
Danach legen die KI-Agenten los und abends haben wir die erbetenen Informationen auf unserer Spezialbrille eingeblendet.
Und über die Mähroboter von heute, die per Draht oder GPS kreuz und quer stundenlang mähen werden wir uns ebenfalls lustig machen. Ein echter Mähroboter mäht in Zukunft den Rasen wie wir ihn mähen würden (nur besser und schneller) und verschont auch die Igel in der Nacht.
Nein, du irrst dich nicht völlig – es fühlt sich so an, als seien Handys damals viel schneller vom Smartphone verdrängt worden. Tatsächlich hat es aber auch damals einige Jahre gedauert. Der entscheidende Unterschied ist: Das Smartphone hatte gegenüber dem klassischen Handy einen enormen zusätzlichen Nutzwert. Internet, E-Mail, Kamera, Navigation, Musik, Apps, Messenger usw. wurden plötzlich in einem Gerät vereint. Innerhalb weniger Jahre war deshalb für sehr viele Menschen klar: Das neue Gerät kann praktisch alles, was mein altes kann – und sehr viel mehr.
einen guten Beitrag zu dem Thema gibt es hier bei Heise:
https://www.heise.de/meinung/Smart-Glasses-Warum-ein-Verbot-zu-kurz-greift-11419075.html
vollste Zustimmung meinerseits.